Frittata

Ihr habt Gemüse vom Vortag übrig und wisst nicht, wie’s weiter zu verwerten?

Hier ein leckerer Vorschlag.

Ich hatte Salzkartoffeln und Zucchini.

Ich machte eine Frittata daraus, einen Eierkuchen.

Gemüsereste  kleinschneiden und mit Eiern (sechs für 4 Personen) verquirlen. Je nach Belieben salzen und pfeffern, Muskat und geriebenen Käse dazugeben. In einer grossen Antihaft-Pfanne, vorher ein kleines bisschen Öl erhitzen :), zuerst auf einer, dann auf der anderen Seite ausbacken. (Zum Wenden nehme ich entweder ein grossen, flachen Deckel oder Teller.) Noch warm servieren.

frittata uno

frittata due

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#dentrolastatua oder der San Carlone

endlich mal wieder etwas aus der rubrik „reisetipps“.

letztens feierten der mann und ulbarb 21. hochzeitstag.

das wetter war gut, die kids waren in der schule, er arbeitete im homeoffice und ich hatte nur einen abendkurs. so konnten wir uns ein paar nette stunden zu zweit erlauben. wohin?  auswärts essen! ach, komm, wir waren schon lange nicht mehr am lago maggiore!

in angera gingen wir in ein apulisches restaurant.  das schmeckt ungefähr so, als ob du auf einer nordseeinsel sitzen würdest und kässpätzle äßest. das essen war selbstverständlich lecker und reichhaltig und so gingen wir ein paar schritte am seeufer entlang. herrlich ruhige, gelbe stimmung mit blauem hintergrund: wolkenloser himmel im schönsten azzurro, erste bunt gefärbte laubbäume, ein paar boote, das wasser… und keine touristen.

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Angera, die Kirche am Seeufer

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Angera

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dann fuhren nach arona, also zum gegenüberliegenden ufer; die stadt und den see liessen wir links liegen. uns interessierte die begehbare statue ’san carlone‘. https://www.distrettolaghi.it/de/luoghi/statue-von-san-carlo. die statue liegt auf einer anhöhe und misst 35 meter. auch ohne die statue von innen zu besichtigen,  man bezahlt an einem kassenhäuschen neben dem parkplatz, hat man einen herrlichen blick auf den lago und die berge. aber der clou ist natürlich, diesen koloss von innen zu besteigen. über eine aussen angebaute wendeltreppe kommt man den sockel hinauf, dann führt eine weitere, enge wendeltreppe in den körper der statue hoch. nach einigen metern wird es extrem eng und man muss eine steile stiege hochklettern. dann landet der besucher im hohlen kopf und aus den öffnungen (augen, ohren, mund und nase) hat man einen einmaligen und unvergesslichen blick auf den see und die umgebung. es lohnt sich. im internet steht, dass nach der ‚lady liberty‘ der san carlone die zweithöchste begehbare statue der welt sei. na, das ist doch mal etwas, oder nicht?!

(kleiner tipp: erklettert den heiligen karl nicht im hochsommer. obwohl sich eine kleinere klimaanlage im inneren des monumentes befindet, entwickeln sich hohe temperaturen)

 

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abgestaubt und auf ein neues!(untertitel: über brautwürste, hobbyküchen und bildschirme mit fisch)

Ui, jetzt wurde es mal wieder mehr als Zeit, das Blog zu pflegen. Kein Moment war günstiger als dieser: die Sommerferien sind aus und vorbei, die Schule hat begonnen und somit auch ein neues Geschäftsjahr für mich. Jedoch bietet der Monat September auch Ruhe und Freizeit. Ach ja, und ausserdem trudelte letztens eine Meldung ein, dass das Blog seinen 5. Geburtstag habe…da bekam ich ein schlechtes Gewissen.

Kleine Situationsanalyse: Während der Sommerferien habe ich viel getwittert. Es war eine reiche Zeit. Die drei Kinder sind im Schulalltag angekommen und übermorgen geht meine dritte Arbeitswoche zu Ende.

Ich wollte euch schon lange mal etwas über meine Arbeit erzählen. Wie verdiene ich  meine Brötchen, sprich panini ? In einem meiner letzten Beiträge (the mystery award) berichtete ich, dass ich Probleme mit der Anerkennung meines Diploms gehabt hatte und bin als Quereinsteigerin zum Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht gekommen. Inzwischen bastele ich an einer Ich-AG, die langsam am wachsen ist – je nach Vereinbarkeit mit der Familie. Das Thema Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit will ich schnell abhaken: Viel Geld bleibt nicht übrig, aber ich habe meinen Spass. Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel, die Konditionen prekär, die Auftragslage schwankend.  Trotzdem: mein Job bereichert mich, ich bekomme viel von den Menschen zurück und ich kann dankbar dafür sein, einer Arbeit nachzugehen, die Freude bereitet.

Meistens arbeite ich direkt mit  Firmen zusammen, ich gebe in den Büros Kurse für Angestellte diverser Abteilungen (Buchhaltung und Rechnungswesen, Kundendienst, Logistik und Spedition, Marketing und Messe) und ich habe auch oft direkt mit der Firmenleitung zu tun. So darf ich in tiefen Ledersesseln Platz nehmen und bekomme von AssistentInnen einen espresso serviert. Dann folgen die ‚klassischen‘ Sprachkurse an einer Sprachschule, die sind manchmal zermürbend, weil sie abends laufen und man immer wieder von Null  beginnt. Ich versuche, abwechslungsreich,  spielerisch  und trotzdem professionell zu sein. Es folgen Aufträge an den Schulen: Förder- und Konversationskurse, oft von der EU finanziert. Das macht mir Spass; ich werde von den Jugendlichen respektvoll ‚Prof‘ genannt, kann mir aber einen sehr lockeren Umgang erlauben (ich muss ja keine Noten geben), was automatisch die Angst vor der schwierigen Grammatik und die Hemmungen vor dem freien Sprechen nimmt. Selten kommen Übersetzungen oder Dolmetschdienste rein. Das coolste Erlebnis war, als das hiesige Gericht mich dazu ernannte, eine deutsch-italienische Steuerfahndergruppe zu begleiten.

Ich denke, dass ich meine Arbeit ganz gut mache, dass ich nach fast 20 Jahren Berufserfahrung kompetent bin und da jeder Kunde neue Inhalte mitbringt, im Laufe der Jahre sehr offen geworden bzw. geblieben bin. Monotonie kommt selten auf. Sollte ich jedoch meinen Erfolg an den lustigen Versprechern meiner Kundschaft messen, kommen jedoch Zweifel auf. Einer meiner Sprachschüler, wichtiger country manager und ein bisschen großspurig veranlagt, empfing mich kürzlich ganz glücklich in seinem Büro und erzählte strahlend: er habe seine Frau auf eine Geschäftsreise mitgenommen und sie hätten einen Abstecher in den Schwarzwald gemacht, wo sie die ‚besten Brautwürste ever‘ gegessen hätten. Da musste ich auflachen und erwiderte:“Ach, Sie meinen wohl Bratwürste.“ Vor den Sommerferien begleitete ich eine Studentin, die sich auf ein Diplom in Deutsch vorbereitete. Die Gute musste u.a. Zeitungsartikel zusammenfassen. Einmal ging es um den Sinn und Zweck der im Trend liegenden Kochshows. Grammatik und Satzbau beherrschte sie sehr gut, aber der Unterschied zwischen Hobbykoch und Hobbyküche kam ihr nicht sofort in den Sinn. Aber meine liebe S.  war auch nicht schlecht. Die Dame ist knapp über 50 arbeitet in einer multinationalen Firma und kommt einmal pro Woche zu mir, um ihre schon recht guten Sprachkenntnisse zu vertiefen. In ihrem Job geht sie wohl voll auf.  Woran ich das merke? Wenn es regnet, hat sie nie ihren Regenschirm, sondern ihren Bildschirm dabei. Unterhaltsam war auch der Satz in einem schriftlichen Test: “Wenn der Kühlschrank leer ist, gehe ich Bücher einkaufen:“

Jetzt will ich ja nu mal nicht so sein und mich als unfehlbar darstellen.  Auch ich verhaspele mich manchmal. „Modalverben“ wurden zu „verbi merdali“, also zu „Scheißverben“; ich taue nicht das Gefrierfach ab (sbrinare) , sondern ich „zerfleische“ es (sbranare) oder  nach einer langen Autofahrt vertrete ich mir nicht die Beine (sgranchirsi), ich knabbere sie (sgranocchiare). Wusstet Ihr, dass ich stinke? Nach Fisch stinke? Seit ich in Italien lebe, habe ich mich an Vieles angepasst; so auch an die schicke Mode/Wäsche. Mein Problem? Ich trage BHs aus „merluzzo“ statt „merletto“. Merluzzo bedeutet Kabeljau.

 

 

 

 

 

schnell und rot-grün

stellen wir uns vor, das leben sei ein tisch.

auf meinem lebenstisch liegt, vor mir ausgebreitet, ein buntes sammelsurium an aufgaben und thematiken, die bearbeitet, noch besser wäre, erledigt werden sollten.

ich konnte letzte woche gar nicht an der fraplywo teilnehmen.

 

an meinem reell existierenden küchentisch hockten heute nur 2/5 der Familie ; meine kleinste tochter und meine wenigkeit. es war 14 uhr. und wir hatten hunger. und wir mussten uns schnell organisieren, denn der nachmittag sass uns schon im nacken. da musste mal wieder ein schnelles nudelrezept her, und wir entschieden uns für eine rot-grüne sauce:

in einer pfanne mit heissem olivenöl schwitze ich eine zerdrückte knoblauchzehe an, gebe vier EL passierte tomaten dazu, lass‘ diese kurz aufkochen und stelle dann auf kleine flamme zurück. salzen, herd abstellen, vier EL pesto dazugeben, verrühren. fertig. ( ca. 200 gr nudeln kochen nicht vergessen!)

foto blog mai 18

dieses schnelles rezept passt zu diesem schnellen und ‚letzten‘ post – bevor in zwei tagen die EU-DSGVO in kraft treten wird. das ist ja nun so ein thema, mit dem ich mich (noch) auseinandersetzen muss. hier in italien habe ich nur ganz bewusst, ein paar fernsehspots wahrgenommen. die message ist einfach: „es betrifft in erster linie grosse firmen und die daten der verbaucher, sprich menschen,  sind ab sofort besser geschützt.“ klingt im vergleich zu der aufruhr in deutschland doch ganz easy.  nur zweimal musste ich bisher eine einverstädniserklärung abgegen: bei meiner online-autoversicherung und beim newsletter meiner yogaschule. was meinen blog betrifft und meinem wunsch, eine berufliche internetseite anzulegen – na ja, ich werde mal pausieren, beobachten, abwarten.

und was macht meine bloggende leserschaft?

Sonntagsspaziergang

Wenn bei uns, Grossfamilie, Sonntag ist, beginnt der Tag erst einmal mit einem Checkup eventueller Termine: hat die Kleinste Firmunterricht? wieviel Hausarbeit bzw. wieviele Hausaufgaben sind noch zu erledigen? gibt’s im Fernsehen Fussball?

Gestern hatten wir Glück. Niemand hatte etwas zu tun. Und wir planten eine gemeinsame Unternehmung. Als Großstadtrandmenschen haben wir eine breite Auswahl, denn innerhalb einer dreiviertel Stunde können wir entweder im Zentrum Mailands sein oder draussen in der Natur. Bei dem angenehmen Frühlingswetter ging’s raus. Wir drehten eine Runde im Naturschutzgebiet ‚Lago di Sartirana‘: der See liegt eine halbe Autostunde von Monza weg und gehört zur Stadt Merate, wo Schilder den Weg weisen. Es gibt einen Autoparkplatz und sogar einen kleinen Abstellplatz für Wohnmobile und die Runde um den See dauert, wenn man sich Zeit nimmt, eine Stunde. Schwierigkeitsgrad Null. Der Uferweg führt durch dichten Laubwald, an moorigen Stellen  oder angebauten Feldern vorbei, es gibt auf einer kleinen Insel einen bird-watching-Unterstand und immer wieder hat man einen fantastischen Blick auf die Alpen hinter Lecco.

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… und nun eine bisschen Biounterricht auf Italienisch:

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Spargelsauce für Pasta

Spargelzeit.

Letzten Sonntag habe ich was Gutes aufgetischt.

Ich habe 200 Gramm grüne Spargelspitzen in leicht gesalzenem Wasser weich kochen lassen und habe sie dann mit einem Minipimer zu einer Creme verrührt.

In einer Pfanne habe ich Olivenöl erhitzt, um eine grob zerschnittene Knoblauchzehe anzuschwitzen; diese habe ich dann aber entfernt, um 100 Gramm küchenfertige Krabben im aromatisierten Öl anzudünsten. Dann habe ich 200 ml Kochsahne dazugegeben und mit etwas Muskat und einer Handvoll Reibekäse abgeschmeckt. Solltet ihr keine italienische panna da cucina haben,  denke ich, dass mit Bechamelsauce das Rezept auch gelingen könnte. Zum Schluss habe ich die Spargelcreme untergerührt. Fertig! In der Zwischenzeit hatte ich Wasser aufgesetzt, um die Nudeln ( 500 Gramm reichen für 5-6 Personen) zu kochen. Ich finde, dass sich zu einer so dickflüssigen Pastasauce  sogenannte pasta corta am besten eignet. Also, keine Spaghetti, ich nahm pipe. Und ziemlich schnell landeten diese in den hungrigen Familienbäuchen.

Spargelzeit

 

 

Ostergrüße (2)

So, da bin ich wieder.

Ihr hattet Recht, liebe Mallybeau und lieber  Erich, bei dem Foto (s. vorheriger Beitrag) handelt es sich um eine Käsereibe, wobei ich diese Art von Ausführung eher als Käsemühle bezeichnen würde. Man muss das Ding schliesslich drehen. Ich nehme an, das Rätsel war zu einfach; mal sehen, ob sich etwas Schwierigeres finden  lässt.

Bis bald

Ostergrüße

Unser anderes Kaninchen, Jimmy Carota, grüßt ulbarbs Leserschaft.

Jimmy Carota 2

Frohe Ostern Euch allen!

Also, mit Eier-Verstecken und so geht das etwas schlecht hier auf dem Blog – jedoch gibt’s ein kleines Ratespiel.

Auf dem Foto unten seht ihr ein typisch italienisch unentbehrliches Küchenutensil.

Was ist es wohl?

Um Antwort wird gebeten.

Kaesemuehle

(Lösung folgt)