erste frapalymo und mein(schon) vierter beitrag

Dort

Schuhe an Schuhe aus

„Türe zu, es zieht!“

Und es müffelt nach Hund und Tabak.

Schuhe an Schuhe aus

Stiefel  an die Heizung

Ranzen in die Ecke pfeffern

Schuhe an Schuhe aus

Kleiderhaken für die Großen,

die Kleinen und die Gäste –

„Aber erst wird aufgeräumt!“

Schuhe an Schuhe aus

Unechter Perserteppich

Selbstgeknüpfter Wandbehang

Gehen kommen verlassen besuchen

Sauber und still ist er geworden

 

Hier

Andere Leute

Gleicher Rhythmus

Schuhe an Schuhe aus

„Permesso?“, soll man fragen

Marmor  bleibt kalt im Sommer

Fußstapfen wegbohnern

Kinderwagen

Kindergeburtstag

weil flur so gross wie eine camera

Schuhe an Schuhe aus

Turnbeutel Schlüssel Telefon

Umarmen statt Hände geben

Schuhe heißen scarpe

Scarpe für fünf sind ziemlich teuer

Es kommt Besuch aus ‚Dort‘

Irgendwann gehen die Kinder

Dann wird er hier leer und leblos sein

 

das ist mein werk zum heutigen impuls ‚der flur‘

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erste frapalywo und mein dritter beitrag

im geäst im garten im märz

da

eine amsel

im geäst im garten im märz

 

hier geht’s zum impuls (und den texten der anderen mitschreiber), der für heute ‚gartenlaube‘ lautete.

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erste frapalywo und mein text nummer zwei

in der dunklen augustnacht

wartete das zimmer lange

frühstück bei der stazione termini

zu mittag einen trevibrunnen

die piazza navona zwischendurch

am abend trastevere mit puntarelle

auf uns

wartete das zimmer lange

in der dunklen augustnacht

 

 

der impuls lautete ‚hotelzimmer‘. damit konnte ich zuerst nicht viel anfangen, mir fehlt  wohl ausreichend hotelzimmererfahrung, ich bin eher ein ferienwohnungstyp; mein mann, stets auf dienstreisen, könnte romane abfassen. jedoch, damals, machten wir zwei diese unvergessliche reise nach – ihr habt’s bestimmt erraten!

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erste frapalywo und mein erster text

hausmusik

 

onkeltante lieblingsoma ich

als kind

und mit den anderen

auf dem ofenbänkle

kniestrumpflöcher

versteckend

die tasse muckefuck

war gross genug

 

und hier geht’s zur internetseite sophies

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nicht ganz neu doch erneuert

ein neues schreibprojekt steht an. bitte, lest hier mal nach: sophie paulchens erste lyrikwoche steht an: sieben tage, sieben texte, ein thema.

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Festival Internazionale di Poesia di Milano – II edizione

noch habe ich keine informationen, doch das hier fand ich in einem italienischen blog, dem ich folge. in mailand wird am 13.und 14.5. 2017 das zweite internationale poesiefestival stattfinden. werde mich erkundigen.

questo si che m’interessa.

N I G R I C A N T E

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mit essen spielt man nicht! oder?

venedigs carnevale ist weltberühmt, aber wer kennt schon ivrea?

die stadti ivrea liegt in piemont und feiert seit etwas zweihundert jahren seine orangen-schlacht, die battaglia delle arance, clou einer serie an weiteren manifestazioni.

ja, orangen,  denn diese werden auf die besucher geworfen. übrigens, hihihi, im mittelalter nahm man bohnen. so kann sich ein jeder ausmalen, was sich angenehmer anfühlt.

und am faschingsdienstag gibt es noch ein riesiges feuer, auf einem der plätze in der altstadt, das die  zeit der narren verabschiedet und die fastenzeit einleitet.

der ursprung liegt im mittelalter; eine müllerstochter wehrte sich standhaft gegen einen barone und zettelte einen aufstand gegen diesen an.

teilnehmer bzw. besucher tragen eine strumpfähnliche, rote mütze, den berretto frigio, der, in anlehnung an die französische revolution, freiheit symbolisiert. die ‚aufständler‘, zu fuss, kämpfen gegen die ‚adligen‘, die auf pferdekutschen daher kommen. man zählt 4000 revoluzzer, die in 9 mannschaften aufgeteilt sind und es gibt 50 pferdekutschen mit 10 – 12 personen. und alle beschmeißen sich gegenseitig mit orangen.

stellt euch mal das choas vor!

die ersten feierlichkeiten begannen schon am 6.1. und werden am aschermittwoch, es gibt für das publikum polenta und kabeljau, enden.

hier der link.

und meiner leserschaft ein herzliches narri-narro!

 

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manchmal ist banal am besten

zwei einfache, schnelle rezepte:

ich liebe paprika und sehr gerne diese variante: in einer pfanne mit heissem olivenöl schwitze ich zwiebeln an und gebe dann den gewaschenen, geputzten und klein geschnittenen paprika dazu (ein stück pro nase).  jetzt muss das gemüse nur noch langsam schmoren, ca. 20/30 minuten. leicht salzen. als beilage passt dieses gericht zum beispiel zu hähnchenbrustfilet mit sojasauce. heute abend aber gab’s spiegeleier.

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ich hatte ja mal hier eine ganze serie gerichte unter ‚bratwurstrezepte‘ gepostet. letzte woche machte ich die leckere italienische sorte, die die mit fenchelsamen gewürzt ist. dazu gab’s ofenkartoffeln, die ich aber noch mit ofenkürbis ‚anreicherte‘. als ich kind war, servierte meine oma oft kürbiskompott, den ich gar nicht mochte. erst wieder in italien wagte ich mich an diese gemüsesorte.

zubereitung: kürbis schälen und in mundgerechte stücke schneiden. leicht in mehl wenden, mit petersilie und evtl. knoblauch wūrzen. auf ein mit backpapier ausgelegtes blech legen und mit olivenöl beträufeln (erst nach dem garen salzen),  im vorgeheiztem ofen bei 180 grad ca. 30 min backen. da kartoffeln im ofen auch so lange brauchen, habe ich eben ein ‚mischmasch‘ kreiert. das endergebnis sieht einladend aus:

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rückblick auf kulinarische köstlichkeiten und schokoladensalami

allora, alle gut im neuen jahr gelandet?

ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. ab morgen beginnt der alltag und ein speckröllchen mehr haftet an mir als erinnerung an ein in italien verbrachtes weihnachtsfest.

ich finde  es immer so schade, dass die meisten italiener den 24.12. nicht zu schätzen wissen; in der regel begehe ich den heiligabend nur im kreis meiner familie hier in monza. bis auf die fast warmen temperaturen war die stimmung perfekt gewesen: die letzten vorbereitungen am vormittag, der spaziergang durch die altstadt von monza, der besuch der messe, mein gutes abendessen, die bescherung.

wenn ich weihnachten in italien verbringe, sind wir am 25. immer gäste bei meinen schwiegereltern oder meinem schwager und seiner familie in turin. und das absolute highlight sind der ‚insalata russa‘ (in good old germany als ‚italienischer salat‘ bekannt) und die leberpastete meiner schwiegermutter – beide selbstgemacht, versteht sich!

 

insalata-russa

foto-weihnachten

der kleine rest patè, der uebrig blieb

 

(der schmorbraten meiner schwägerin und mein apfelrotkraut waren auch nicht schlecht.)

als es dann auf die halb fünf zuging, kamen wir in den genuss der nachspeisen: meine schwägerin hatte eine  mega-leckere torte aus meringen und kandierten maroni zubereitet.

torte-claudia

und es gab auch strufoli, ebenfalls hausgemacht, ein typische süßspeise aus napoli (mini-windbeutel mit honig und kandierten früchten)

strufoli

das war alles so fein, dass ich mich meiner schokoladensalami (salame di cioccolato) schämte: ein klassiker unter den italienischen desserts, das ich mit meiner kleinsten vorbereitet hatte:

hier ein foto:

cioccolato-salame

… und hier das rezept aus einer tollen  internetpage 

200 gr zartbitterschokolade werden im wasser geschmolzen. dann werden 150 gr butter (zimmertemparatur) mit 150 gr zucker zu schaum verarbeitet. rum oder likör zugeben. nun zwei eier unterrühren. dann die etwas abgekühlte schokolade zugeben, vermixen und zum schluss 175 gr trockenkekse (zerbröselt) dazugeben. alles vermischen und mit hilfe von backpapier den teig zu einer rolle formen und diese einige stunden im kühlschrank hart werden lassen. nach dem aufschneden mit puderzucker garnieren.

was uns dieses jahr auch noch sehr gemundet hat, war ein panettone, aber ein sehr ausgefallener, denn der kuchen war mit balsamico-essig-creme gefüllt.

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a propos panettone: es gibt da eine nette tradition: am 3.2. wird der heilige san biagio gefeiert und man soll an diesem tage eine von weihnachten übrig gebliebene scheibe panettone verzehren. dieser alte brauch schützt vor halskrankheiten, denn der im 3. jahrhundert lebende bischof war auch als heiler tätig gewesen und rettete wohl einige menschen vor dem ersticken. am ende von messfeiern an diesem tag können sich gläubige speziell (also den hals) segnen lassen.

ob man solchen legenden glauben schenken will, ist jedem selbst überlassen. ich berichte in meinem blog, was ich in italien erlebe und nachträglich wünsche ich meiner leserschaft ein gutes neues jahr!

 

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Weihnachtliches Mailand

der 8.12. ist in italien ein feiertag und bescherte uns ein verlängertes wochenende. ein kleiner, verschwommener jedoch stimmungsvoller fotogruß aus dem navigli-stadtviertel:

milano-1

milano2

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