voyons

 

falls die verwunderung über das neue schwindet

vermag neu alte gewohnheit zu werden.

neu könnte sein

wenn man im alter dorthin zurückkehrt

wo alles begonnen hat.

oder weiterziehen.

voyons!

 

oh, schon aus, die heimatwoche bei sophie paulchen? das war der letzte impuls mich einfinden im ich oder: die neue heimat“. das thema hat mir sehr viel freude bereitet, ich hatte (endlich auch mal wieder) zeit und muße zum schreiben, fühlen, nachlesen etc. und auf meinem blog war ganz schön was los. danke fürs besuchen, aufrufen, lesen und kommentieren!

 

 

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das ganz persönliche universum

Frauen kreisen

bewohnen Kreise

Mann Haus Arbeit

Arbeit Haus Mann?

mit und oder ohne  Mann

Kinder

Kinder und Kinder

ohne Kinder

ausgehen

Ausgehen und Aussehen

Freundinnen

Frauen leben

leben und empfinden

Frauen bewohnen Körper

Frauen kreisen

Botenstoffe kreisen

 

das ist meine „heimat aus sicht einer frau“ bei sophie paulchen bloggt.

interview

Sie dachte

dachte lange nach

es fielen ein ihr Platz

letzte Reihe im Physiklabor

sein Platz

Eckbankecke Stammtisch

(Der Ex leitet heut‘

den väterlichen Betrieb)

Sie dachte

dachte, frug nach

Die Tochter rief „Verteidigung“

Der Sohn  „Familie“

Der Mann „Der Großbauer aus dem Heimatmusuem“

 

ui, der heutige impuls“ heimat aus sicht eines mannes“ hatte es aber in sich. mal sehen, wie und was sich bei sophie paulchen enwickelt hat.

 

wo denn nun?

diese zur zeit laufende frapalywo mit dem impuls  „so viele heimaten in mir“ hat’s ganz schön in sich; ein thema, das mich intensiv berührt. nicht nur mir geht es so, auch den anderen teilnehmern. hier könnt ihr ja mal nachlesen bei https://beehalton.com/frapalywo-ich-dont-know-impuls-3/poetry/frapalywo. ich habe the bee gefragt und darf (herzlichen dank!) ihren text in ‚mein‘ italienisch umschreiben.

 

Ich non lo so

sempre casa son‘

codesti

fremden worten.

aber machmal sehne

ich mich

di quelle parole tedesche

la casa è qui

oder

ist Heimat dort?

Ich weiss es nicht

non lo so

 

neunhundertfünfundachtizig meter hoch oben

von keltischen Ringwällen

wird erzählt

und Mönche bauten die Kirche

das Brunnenhaus

irgendwer

einen Unterstand mit Butzenscheiben

das Auge erkennt im bunten Licht

die antike Landschaft neu

energischer Berg

schenkst mit deinem Ausblick

Überblick

 

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der heutige text zum folgenden impuls bei:  http://paulchenbloggt.de/2018/02/03/frapalywo-heimat-impuls-fuer-tag-4/

Sprachkategorien

Daheim frei und natürlich

plappern mit der Mutter in Sprache.

Talent in Fremd?

Wer nach woanders gehen

und Umgang haben möchte

muss den Mund aufmachen und sollte nicht schüchtern sein!

Das mit der Bildung

noch dickflüssig.

Und die Mehrsprachigen

wo hausen die?

 

 

zum heutigen impuls „sprache ist heimat, heimat ist sprache “ bei sophie paulchen und den anderen schreiberlingen.

 

 

 

 

che ella fosse stata

in die fremde gehen

lernen, sprache zu verstehen.

doch gut versteckt

und täglich neckt

(der, die oder das?) consecutio temporum !

 

Der heutige Impuls „die fremde und die heimat“  beinhaltet sehr viel verschiedene Aspekte, ich blieb an der ‚Fremdsprache‘ heften.

Überlegungen

Seit gestern abend ist bei sophie paulchen eine neue frapalywo durchgestartet. Eine Woche lang werden wir uns mit einem einzigen Thema auseinander setzen, das da lautet: „„so viele heimaten in mir“

Hier mein Text zum heutigen Impuls „zuhause versus heimat“.

 

I’m used to be

zerrissen

 

Vielleicht

ist das eine ein gebäude

(in dessen garten wir nie den sonntag

auf die wäscheleine hängen durften)

verbunden mit

von aus in zu nach und kommen bleiben gehen

 

Vielleicht

ist die andere eine umgebung

(von ländlich ruhig nach

 ausländisch städtisch gezogen)

und man sinniert über

zugehörigkeit

 

I’m used to be

zerrissen

für Minusch

Die liebe Minusch hat mir auf ihrem Blog  zurückgeschrieben, nachdem sie meine Nominierung zum mystery blog award erhalten hatte. Freundlicherweise hat sie auf die von mir gestellten Fragen geantwortet mir selbst wieder welche gestellt. Ist doch selbstverständlich, dass ich darauf eingegangen bin.

 

1. Apokalypse! Was tust Du als erstes, wenn am nächsten Morgen die Sonne aufgeht?

Mich wundern, mich fragen und nachdenken. Ich denke, dass ich über keine besonderen survival-Fähigkeiten verfüge (wenn ich da nur an die Katastrophenfilme denke – was die Leute darin alles bewältigen! Ich wäre gleich tot; bin also nur eine Nebenrolle) und deswegen werde mich wohl wundern, dass ich noch am Leben bin. Sollte ich also noch am Leben sein, lag das bestimmt daran, dass zum Zeitpunkt der Apokalypse mein Ehemann (hinsichtlich Körpergrösse und Gewicht vergleichbar mit Dwayne Johnson) bei mir war und mich heldenhaft beschützt hatte. Dann werde ich mir Fragen stellen: Die Kinder? Der Mann? Bin ich verletzt? Und danach werde ich nachdenken. Essensvorräte? Wasser? Und: Oh, Scheisse, meine Schilddrüsentabletten sind verloren gegangen!

Sprechen wir über die Apokalypse im religiösen Sinne, steht zuerst wieder die Überlebensproblematik an. Dann hoffe ich, die Möglichkeit zu haben, mir das Paradies anschauen zu können.

2. Was ist schöner für Dich: kurierter Überfluss oder minimalistische Weite? und was passiert, wenn Du von einem ins andere fällst?

Hier musste ich eine Weile lang grübeln. In der Frage stecken verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Ich gehöre wohl der Kategorie ‚ minimalistische Weite‘ an. Überfluss kann ich mir sowieso nicht leisten. Bei einem 5köpfigen Haushalt und anderthalb Gehältern geht das nicht. Wir besitzen kein Vermögen und auf dem Konto herrscht ‚minimalistische Leere‘. Wir leisten uns das, was geht. Überfluss gibt’s beim Lebensmitteleinkauf. Ich kaufe zwar nicht zu viel,  lagere auch nichts, aber ich kaufe gerne gutes und teures Essen ein. Unsere Wohnung ist relativ minimalistisch, wir sind keine ‚Aufheber‘. Dafür habe ich einen Überfluss an Kinderkleidung. In dem Sinne, dass ich mit einigen Freundinnen die Sache der Kids austausche bzw. horte. Meine Kids sind mit Kleidern, Spielsachen und -geräten gross geworden, die auch mal dritter und vierter Hand waren.

Das Leben in einer Großstadt – na  ja, ich führe ein (Groß-)Stadtrandleben, konfroniert dich mit viel Überfluss: zum Beispiel  all die Boutiquen in Mailand, oder die antike und neue Architektur… da gibt’s viel zu staunen.

Bei dem Wort ‚minimalistisch‘ muss ich auch an Gedichte denken. Ich liebe die japanischen Haikus, und wenn ich selber meine abfasse, halte ich mich oft an die Devise „weniger ist mehr“.

‚Minimalistische Weite‘ liess mich auch an Landschaften und Natur denke. Ich liebe den weiten Blick, den man am Meer haben kann. Oder oben auf der Schwäbischen Alb. Wenn man nach vorne schaut und nur noch Meer und Himmel sehen kann. Oder oben auf der Schwäbischen Alb. Alles so frei und weit. Mir fehlt ein bisschen die Nordsee: Düne/Deich, Strand, Meer und stopp. Die italienische Küste ist stets überlaufen und es gibt Überfluss an allem, oft aber nicht gepflegt.

Ein Risiko des schnellen Wechsels von einem Zustand in den anderen, sehe ich nich; wir wollen ja flexibel bleiben.

3. Was fehlt Dir zum Glück? und wenn nichts fehlt: wonach klingt der Soundtrack für Dein Jetzt?

Manometer, jetzt wird’s philosophisch. Also, im Grunde bin ich schon glücklich. Die Lebensumstände stimmen. Die Ehe ist stabil, wir sind gesund, wir haben Arbeit… Das Problem ist der Alltag, der schüttet  uns mit so viel trash zu. Man kann nicht innehalten, den Empfindungen nachgehen, die Routine nimmt überhand und dann geht das Glücklichsein auch mal verloren und meine Gemütsverfassung ist niedergeschlagen-traurig. Wie Du, überprüfe ich oft mein Leben.Mein Soundtrack ist seit Jahren die Musik von Mike Oldfield, das ist meine Seelenmusik.

4. Deine 5 Topsongs für ein erstes Date, bitte!

Ach, Gottchen, meine Liebe. Ich bin ja so dermassen aus der Übung. Meine ersten Dates liegen Ewigkeiten her. Mit meinem Ehemann bin ich seit 20 Jahren verheiratet und seit 27 zusammen. Eigentlich sind nun unsre Kids dran, sich auf dem Markt umzugucken.

Aber ich erinnere mich sehr gut daran, welche Songs uns begleiteten, als wir uns auf einer international youth week kennen gelernt haben:

Love me tender, Elvis Presley

Woman in love, Barbara Streisand

Take me home, Country Roads, John Denver

La Bamba, Ritchie Valens

Romeo and Juliet, Dire Straits

 

5. Für welche Bewegung gehst Du auf die Straße?

Also, vor drei oder vier Jahren war ich mit meiner Tochter auf einem Friedensmarsch.

Vor vielen Jahren, als FSJlerin, nahm  in Tübingen an Demos gegen Neonazis teil.

(Ich habe auch zwei wichtige Pilgerereignisse, bei denen ich auf der Strasse ging – zählen die mit?)

 

Liebe Minusch, sei gegrüßt

hugs

ulrike