die erbse, prinzessin in meiner ‚cucina‘

ich dachte, es sei mal wieder an der zeit, ein rezept zu posten.

die ferien sind eine erinnerung geworden, der alltag hat uns 5 alle eingeholt. freitagabends muss ich immer lange arbeiten: es gibt da einen tapferen italiener, der seit zwei jahren bei mir deutsch lernt. freitagabends! das muss man sich mal reinziehen!

so gegen neun uhr komme  ich erst nach hause. und wer kocht? ich bestimmt nicht. wenn mein mann da ist, bereitet er das abendessen vor, sonst holen die kids pizza oder kochen selbst etwas. letztens gab’s ein schnelles gericht, das ich meiner schwiegermutter abgeguckt habe und das die bambini lieben und alleine zubereiten können: thunfisch mit zwiebeln und erbsen. alles aus der dose, bis auf die zwiebeln. und brot dazu.

ja, die erbse hat in meiner küche, sprich cucina, eine fundamentale rolle inne. sie taucht immer wieder an überraschenden orten auf.

bei meiner mutter gab’s erbsen in form von karotten-und-erbsen-in-mehlschwitze, oder sie schwammen entweder im samstagseintopf mit oder kullerten im nudelsalat.

bei mir gibt’s erbsen:

im insalata russa, einer meiner lieblings-antipasti

in der bolognese-sauce, vielleicht aus noch mit mozzarellastückchen

in der pasta ‚al forno‘

im reissalat

im risi-bisi-risotto, das aus speckwürfeln und erbsen besteht

im risotto monzese (zwiebeln, bratwurstbret, safran)

im risotto mit zucchini

im risotto mit krabben

im risotto mit meeresfrüchten, pilzen und (wer hat’s gedacht?!) erbsen

im basamti-reis, den ich mit kochschinkenwürfeln, omelett-streifen, erbsen und ausreichend curry anreichere. in den china-restaurants in italien wird diese speise als ‚riso cantone‘ angepriesen.

mit tintenfisch und tomaten-sugo

bei  tortellini in sahnesauce

im passato di verdura

im rührei

in einer frittata

im hackfleischteig für frikadellen

im gemüseburger

als gemüsebeilage mit schinkenstückchen (das gab’s immer in der schulkantine)

in gemüsetarts

es fehlt mir nur noch ein passendes dessert und auf einer pizza habe ich erbsen auch noch nie entdeckt!

für das o.g. rezept braucht man für vier personen, je nach belieben, eine oder zwei weisse zwiebeln, die in heissem olivenöl angeschwitzt werden. dann gibt man zwei dosen erben dazu und lässt sie bei kleiner flamme ein bisschen einköcheln. schlussendlich kommt er thunfisch dazu und wird einfach untergehoben. wer will kann frische petersilie zum verfeinern nehmen. fertig.

thunfisch

 

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Ulbarbs Deutschland (oder ‚Ziehen Sie eine Ereginiskarte!)

OMG!

der herbst ist da, aber immer noch nicht der beitrag meiner sommerferien in deutschland.

kleine entschuldigung: ich habe einen ähnlichen text in italienischer sprache abgefasst.

nun aber mal los:

einpacken, den ehemann und papa abknutschen, losfahren…

… und dann, nach etwas mehr als nur 400 kilometern war italien ganz weit weg und ich fand mich  in good old germania wieder.

mit meinem vollbepackten uraltfiat benötigten wir diesmal fast sieben stunden für die anreise. nicht nur, weil mein auto so langsam fährt, es gab halt mal wieder stau an der grenze und vorm gotthardtunnel. als binationaler pendler weiß man so was,  stellt sich darauf ein und wenn man das ziel erreicht hat, ist die freude noch grösser.

„omaaaa, wir sind daaaa,“ schallte es durch die ganze kleinstadtstraße, als ich den wagen in der garagenzufahrt meiner eltern parkte. dann atmeten meine bambini die luft tief  und genüsslich ein; ihrer meinung nach riecht die schwäbische landluft nach gülle und kartoffelsalat. recht haben sie!

und, was macht ulbarb so, wenn sie ‚dahoim‘  ist? sie klappert ihre privaten lieblingsorte ab, besucht freundinnen und probiert auch mal neues aus (beispiel der europapark-besuch). dementsprechend viele autokilometer fährt ulbarb ab, insgesamt ist sie dieses  jahr auf knapp 2000 gekommen.

um euch zu beweisen, dass ich ein landei bin und wir somit voll auf dem land geurlaubt haben, müsst ihr nur die folgenden namen lesen, die zu meinem üblichen bewegungsradius gehören,  und sie euch bildlich vorstellen: da gibt’s die wohnsiedlungen kälberrain und langwiesen, die orte albstadt, aufkirch, endingen, himmelreich (nach dem höllental), hausen vorm wald, talheim, mühlhausen,  schömberg, weilersbach und sogar eine freizeitanlage mit dem namen ‚kuhloch‘ .

einzelne stationen unter anderem waren: das schützenfest in biberach, das spaichinger freibad, die villinger altstadt, überlingen am bodensee…

ganz aussergewöhnlich war eine wanderung  mit klaus alias reticulum   auf der alb. seit jahren schreiben wir beim frapalymo mit und hatten nun die gelegenheit,  uns persönlich kennenzulernen. wie ihr euch wohl vorstellen könnt, ein ausflug mit viel emotionen und tiefgang.

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entlang des albtraufs und blick auf die ‚hohenzollern‘

dass ich tagsdrauf auch noch  zwei meiner ’schreibweiber‘ in konstanz wiedertraf, eins davon ist https://www.schreib-t-raum.de/ bzw. schreibtraum, machte mein persönliches glück perfekt.

es fand sich auch zeit, den kindern einen einblick in die vergangenheit ihrer mutter zu zeigen. wir fuhren nach ravensburg, dort habe ich mal  gewohnt und berufspraktika absolviert. komischerweise kam mir alles viel kleiner und beschaulicher vor. und der typische, deutsche, kalte regen verhunzte uns auch noch den besuch des lokalen naturseefreibades. aber nicht nur von mir konnte ich berichten (wo ich arbeitete,  in welche  kneipen ich ging, dass ich an der vhs italienisch-sprachkurse belegte), sondern auch von dem ‚papà‘, der  mich damals, sobald er die gelegenheit hatte, mich besuchen kam. er hatte seinen ersten job, sein erstes auto und fuhr freitags nachmittags los, kam um mitternacht an und blieb bis sonntag in der früh)

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dann ließ ich die kleine und den grossen bei meinen eltern und fuhr mit der mittleren nach berlin. das war sozusagen eine ‚aufregende belohnung‘, die gute hatte im juni die mittelschule erfolgreich abgeschlossen.

jedes meiner kinder hat einen eigenen zugang zu deutschland. alle lieben die tatsache, dass sie zwei kulturen in sich tragen. sie versuchen sich, in der zweiten muttersprache, also meine, auszudrücken, genießen, im vergleich zu ihren freunden und klassenkameraden, diese art ’sonderstaus‘.  sie finden es cool, dass sie eine ‚mama‘ haben und nicht eine ‚mamma‘.

die mittlere tochter ist unser ‚käpsele‘. während einer spree-fahrt suchte sie sich ganz bewusst den audioguide in deutscher sprache aus und  einen tag später verbrachte sie viereinhalb stunden in der ‚antiken sammlung‘, um sich auf den besuch des ‚ginnasio classico‘ vorzubereiten.  so manch‘ andere 14jährige hätte sich für ein alternativprogramm entschieden. dann hat sie diese nachdenkliche seite; mit sich im unseins,  sinnierte sie lange darüber nach, ob sie sich mehr italien oder deutschland zugehörig fühle. ihr fazit: eine wortneuschöpfung.  sie sei eben ‚ausheimisch‘. wie ich sie kenne, diese zerrissenheit!

die kleinere tochter ist eher praktisch veranlagt. sie will, sobald sie alt genug sein wird, beim tierschutzverein mithelfen und später zoologin werden. in italien leben wir sehr städtisch. hier liebt sie es, so schnell draussen in der natur sein zu können. klaus erfand den passenden  spitznamen ‚hennenflüsterin‘.  (ja, ich weiss, auf dem unteren foto ist aber ein reh abgebildet!)

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der große lernt deutsch an der schule und die ferien machten ihm ‚feldforschungen‘ möglich. während er fern sah, kommentierte er :“in deutschland geht’s in der werbung hauptsächlich um bier, in italien um damenbinden!“ beim monopoly-spielen konnte er seinen wortschatz  erweitern: schönheitswettbewerb, kreuzworträtsel, strassenausbesserungsarbeiten. er wird die vokabeln bestimmt in seine b2-prüfung einbauen, gell?

ich habe auch mal eine ereigniskarte gezogen, die da lautete: „wandere nach italien aus, um mit deinem herzmann glücklich zu werden. vergiss aber weder deine wurzeln noch deine familie und freunde. ziehe an der grenze kein geld ein und suche das nächstliegende ‚commissariato‘ auf, um die aufenthaltsgenehmigung zu beantrage. begebe  dich nicht direkt nach monza, sondern verweile einige monate in torino. gebäre drei kinder, mache dich selbstständig und bewältige das leben mit geduld und spucke!“

 

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ulbarb in germania.

Sono ormai anni che passo il mese di luglio in germania. sto a casa dei miei cioè trascorro una parte delle mia estate nella casa in cui sono cresciuta dai sei anni in poi. la cosa più bella è che i miei tre ragazzi m’accompagnano con entusiasmo. Loro, nati in italia, si sentono persi, se non vanno almeno una volta durante l’anno in germania. hanno nostalgia come me. vanno fieri di possedere non solo due lingue ma anche due culture. anche se deco ammettere che l’impresa ‚bilinguismo‘ non è facile da realizzare… la figlia più piccola comprende tutto ma non vuole parlare.

Dai, partiamo, allora:

Finché non mi sono trasferita a torino e poi a monza,  ho vissuto sempre in un contesto molto campagnolo nel sud del paese. in altre parole: anch’io ho un anima da terrona. quando vedo apparire le colline vulcaniche del hegau poco dopo la dogana a schaffhausen mi si apre il cuore.

Per farvi capire il mio mondo d’origine basta tradurre letteralmente i nomi dei luoghi lungo le strade provinciali e/o visitati durante le vacanze. ‚casa nella valle‘, ‚villaggio mulino‘, ‚città del alto piano‘, ‚fine‘, ‚case davanti al bosco‘, ‚la valle d’inferno‘, ‚regno celeste‘, ‚paese sopra‘, ‚chiesa sopra‘. il massimo era un campo sportivo che si chiamo „kuhloch“ quindi ‚pascolo mucche/buco mucche‘.

Io, quando parto, porto nelle valigie la voglia di stare fuori. fuori nel giardino, nel bosco, in mezzo ai campi, in mezzo alla natura. Appena scesi dalla macchina, la mia figlia ‚mezzana‘ lancia il solito grido che scuote tutto il vicinato:“Oma, ci siamo!“ per poi prendere fiato e commentare l’aria buona che sa di liquame, erba e pioggiarellina.

Viviamo dei giorni tranquilli che vengono solo interrotti dagli stupidi compiti rilasciati dalla scuola italiana e del pranzo servito alle ore 12.00. facciamo passeggiate ed escursioni, spesso assieme alla nonna tedesca. la tradizione prevede di andare a trovare mia sorella, sopratutto nei giorni del „schützenfest“: una manifestazione storica e folcloristica. un piccolo oktoberfest. con stupore i miei bimbi osservano i cugini che prendono la birra per pranzo. Un altra tradizione é scendere al lago. intendo il „bodensee“ – il mio paradiso, qui vorrei invecchiare. quest’anno siamo andati ad überlingen. e poi ci vuole sempre una gita nella foresta nera. qiu viveva la mia nonna materna la quale io ricordo sempre con gran affetto. però l‘ higlight di quest’anno è stato l’europapark!

tanti pomeriggi li passiamo in piscina. non c’è posto migliore in germania per mangiare per merenda patatine fritte. Le migliori si trovano lì. poi c’è il cinema: si vedono i film in lingua tedesca e, in confronto all’italia, non c’è l’interruzione di essi. se piove o fa freddo,  si va a fare shopping nel „müller“, una catena di negozi che offrono prodotti per il bricolage fino ai cosmetici da parafarmacia. i miei tre spendono la loro pagetta in giochi o cancelleria. pensate: i scolari in germania usana (devono usare) la penna stilografica con l’inchostro vero! il vantaggio di questo negozio: tutto costa molto, ma molto di meno che in italia. devo persino fare la spesa per le mie amiche tedesche che vivono a monza: tè, creme per il viso, creme per i piedi, oli naturali, prodotti bio e viveri etc etc etc. e io mi devo sempre autocontrollare a non comperare le confezioni da mezzo chilo dei miei dolci preferiti. dolci che hanno il sapore dell’infanzia. alla fine delle vacanza mi compro normalmente qualche sacchettino finendo il loro contenuto durante il viaggio di ritorno. a proposito mangiare: non è vero che i tedeschi mangiano la pasta con la marmellata, ma è vero che abbiamo le marmellate più buone. mi sono portata una modesta provvista del gusto fragola-rabarbaro.

Quando andiamo a gironzolare per il mio paese o cittadine limitrofe i miei ragazzi rimangono sempre con la bocca aperta quando vedenono i bambini tedeschi andare in giro da soli. una volta superato i sei anni che corrispondono all’entrata in  prima elementare, i giovani vanno da soli a scuola, a dopo-scuola, dai amici, a fare sport.

Una delle mie figlie ha fatto la terza media. per festeggiare il voto di uscita siamo andate (io e lei da sole) a berlino. che forte. il stesso viaggio ho fatto con il figlio un po‘ di tempo fa e lo farò con la più piccola. evvivano le tradizioni famigliari! abbiamo attraversato quasi tutta la repubblica in treno e potevamo pernottare da amici.

Ovviamente non posso non nominare le mie amiche. non sono solo i più di 400 km di strada che ci separano. spesso è la vita quotidiana che non permette contatti regolari. quando mi trasferii in italia c’erano o il telefono fisso (con costi allucinanti) e le lettere classiche. ma sono riuscita a mantenere l’amistade (quanto mi piace quest’espressione sarda!) con un sacco di gente.

Prima o poi però mi manca mio marito, la gentilezza innata delle persone italiane oppure un buon piatto di lasagne fresche. allora devo ripartire. sono sempre in qualche modo in partenza, anche se passo i prossimi dodici mesi ferma e bloccata in lombardia.

Seguono foto della germiamania:

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passeggiata sul‘ alto piano svevo con vista sul castello ‚hohenzollern‘

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ravensburg, ‚città dei torri‘. ho fatto vedere la città dove io ho studiato e vissuto.

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Bodensee

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l’hobby preferito della filgia più piccola: andare per parchi faunistici

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presso il famoso checkpoint charlie

 

 

 

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Sardinien in Bildern

Im August verbrachte ich die Familienferien auf der Mittelmeerinsel Sardinien. Es war das dritte Mal, das ich dort war. Stets der gleiche Ort, die gleiche Ferienwohnung, nur die Kinder sind größer geworden. Da ich fleißig  über den Urlaub getwittert habe, stelle ich nur eine paar Fotos ein und lasse diese sprechen.

Es steht noch ein Artikel über meinen Deutschlandaufenthalt im Juli aus; der wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber ich möchte hier gerne meine lieben Leser grüßen und ihnen zum nahenden Sommerende einen guten Start in den Alltag wünschen.

Wenn Ihr euch auf Sardinien einstimmen wollt, könnt ihr ja mal hier reinhören: sardische Musik.

 

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auf der Faehre nach Olbia, im Hintergrund die Tavolara-Insel

 

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Blick von unserer Veranda in den Abend hinein

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Volksfest in Sassari „la Faradda“, 12 verschiedene tanzende Maennergruppen tragen riesige Holzkerzen durch den Ort

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Sassari

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die Murales in Orgosolo. “ inneres und aeusseres Schutzschild“

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“ es badarf einer besseren Welt“

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Souvenirladen

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in Mammoiada im (Karnevals-)Maskenmuseum

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ca. 5000 Jahre alter Menhir in Mammoiada

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Pferderennen (palio) in Montes

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Costa Corallina und mein Fuss

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Baden im Sonnenuntergang in der Cala Finanza

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Eisdiele in Olbia

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Am Strand von La Caletta

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Abendessen in Budoni, hier gemischter Salat mit Walnuessen und Pecorino und Orangen

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ich

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Hafen in Olbia

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über unsere reise in die abruzzen (teil zwei)

 

hier sind wir also wieder. in den abruzzen.

auf dem wunschzettel meiner schwiegermutter standen die ortschaften castelli, giulianova, mosciano und teramo.

castelli ist ein touristenmagnet, die stadt ist berühmt wegen der dort hergestellten keramikwaren. franca wollte mitbringsel einkaufen. mmmh, ich muss mich korrigieren. castelli war ein touristenmagnet: wir trafen auf eine fast ganz verlassene, kleine stadt, die von den letzten erdbeben so stark beschädigt wurde, dass viele einwohner sie verlassen haben und besucher ausbleiben. die leiderfüllte stimmung war kaum auszuhalten und wir fuhren relativ schnell weiter, um eine kirche zu besichtigen.

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im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

 

das ist hier die innenansicht der kirche san donato. die decke ist mit majolikafliessen dekoriert.

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unser plan war eigentlich, auf der bergstrasse, die hinter der kirche steil ansteigt, ein bisschen weiter hinauf zu fahren, aber bald kamen wir zu absperrungen und realisierten erst jetzt, das wir uns ganz in der nähe von rigopiano befanden. die gedanken an das lawinenunglück lähmten unsere unternehmungslust; wir machten uns auf den  heimweg.

meine schwiegermutter war am ende jedes urlaubstages ermattet aber zufrieden. die abendstunden vertrieben wir uns in der ferienwohnung mit kartenspielen. italiener lieben kartenspiele!

in giulianova habe ich nichts fotografiert. es handelt sich um einen klassischen küstenort. aber dort steht eben ein ganz bestimmtes hotel, in dem franca bis hin in die sechziger jahre hinein sommerurlaub machte, es gibt ‚ihre‘ strandpromende mit einem ganz bestimmten lido in dessen bar wir unbedingt ein eis probieren mussten.  ein paar vergnüglichen stunden am strand rundeten den aufenthalt hier ab.

nun ein paar stimmungsvolle eindrücke aus der bergwelt. ausgiebige spaziergänge kann man mit meiner schwiegermutter nicht mehr machen, aber man konnte die kurvigen strassen abfahren, ab und zu mal anhalten, picknicken und die aussicht geniessen. irgendwann will ich noch mal  hier in die berge. mich inspiriert campo imperatore, eine hochebene,  zur provinz l’aquila gehörend, auch das ‚tibet italiens‘ genannt.

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mosciano sant’angelo liegt  abseits der normalen touristsichen routen. aber  hier steht immer noch das ehemalige haus des vaters des vaters meiner schwiegermama. und hier wohnt auch noch eine freundin (und nachbarskind) von franca. seit 65 jahren hatten sich die beiden frauen nicht mehr gesehen und wir begleiteten an einem nachmittag franca zum kaffeetrinken. die beiden hatten sich viel zu erzählen, die enkel wurden mit sehr viel schokolade ruhig gestellt und der ehemann schilderte meinem mann und mir seine erinnerungen, als sein vater  zur zeiten des duce in dem ort hier bürgermeister gewesen war. als die freundin mitbekommt, dass ich deutsche bin, bricht sie in tränen aus, weil sie immer noch von deutschen soldaten träumen würde, die sie, damals um die 12 jahre alt, mit ihrer mutter zusammen gesund gepflegt hätten. und immer wieder betonte sie:“ das waren noch kinder, das waren noch so kleine jungs!“

heute

heute

damals

damals

in teramo, fast 54 800 einwohner, besichtigten wir nicht so viel. als wir richtung altstadt fuhren, erkannte franca die strasse, in der sie geboren wurde und eine kleine parkanlage, in der wohl ihre mutter sie im jahre 1937 im kinderwagen spazieren fuhr. wir konnten ihr herz klopfen hören!

wir hielten uns auf dem domplatz und in den umliegenden einkaufsstrassen auf. der dom ist ein ganz kurioses bauwerk: mit vorder- und hintereingang, so etwas habe ich bei kirchen noch nie gesehen. im internet steht, dass der dom aus einer fusion zweier kirchen entstand.

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das ist die rueckseite

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und das ist die vorderfront

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im innenraum des doms

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in einer seitenkapelle sahen wir diese krippe aus neapel

leider wurde es zeit, wieder an die heimreise zu denken. auf ihre diabetis pfeifend kaufte sich franca eine tüte anisgebäck als proviant, das nach kindheit und glück schmeckte – und wir durften alle auch mal probieren.

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auf der fahrt richtung norditalien legten wir einen zwischenstopp in san marino ein. aber auf dem ollen berg, monte titano (739 meter hoch), war es windig und bitterkalt, so dass wir uns nur zwei stunden im ausland aufhielten.

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die seilbahnstation in san marino

so, nun habt ihr einen kleinen einblick in eine unvergessliche reise gehabt.

lieber leser,  die sommerferien stehen vor der tür!

ich werde euch bald mit einem weiteren reisebricht beglücken: auf nach sardinien!

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über unsere reise in die abruzzen (teil eins)

im april waren meine familie und ich in den abruzzen unterwegs gewesen. erst jetzt, in der sommerpause, komme ich dazu, euch etwas über diese fahrt zu berichten, denn ich muss ziemlich weit ausholen:

wir sind nicht einfach nur so aus spaß losgefahren. mit von partie war meine schwiegermutter, die vergangenen winter achtzig jahre alt geworden ist und wir schenkten ihr eine reise in ihre heimat.

mein mann hat einen suv, so gibt’s ausreichend platz für sechs personen (drei kids im alter von zehn, dreizehn und siebzehn, zwei mitvierziger, und eben die ‚nonna‚, sprich ‚oma‘) und deren gepäck. in der vorsaison war es auch nicht kompliziert, eine passende ferienwohnung zu finden. perfekte vorbedingungen, also.

meine schwiermutter, ihr name ist franca, verstand die welt nicht mehr, als sie von dem geschenk erfuhr. ich denke, grund ihrer unendlichen freude war auch die tatsache, dass sie ihren ehemann zu hause lassen durfte!

ich kann mich glücklich schätzen, denn ich kenne franca seit fast dreissig jahren und wir hatten nie grössere zwistigkeiten. diese ganzen horrorgeschichten, die sich um schwiegermütter drehen, kenne ich nicht. sonst wäre diese reise auch nie zustande gekommen! ihr leser könnt  euch franca als eine gelungene mischung aus ‚mamma‚ und ‚signora‚ vorstellen: eine liebevolle, grossherzige dame, die noch im hohen alter und trotz vieler gesundheitlicher einschränkungen sehr viel wert auf sich legt. in meiner rolle als schwiegertochter musste ich nur darauf achten, dass franca ihre handtasche, in der sie  lippenstift und smartphone hütet,  und ihre krücken stets in der nähe hatte und ihre vielen, vielen Pillen, die sie schlucken musste, rechtzeitig einnahm.

ein regisseur hätte hier stoff für einen romantisch-nostalgischen familienfilm gefunden: es ging nicht nur um die fahrt an sich, es ging um erinnerungen, um die wichtigkeit von kindheit und vergangenheit, um das zusammenspiel zwischen den enkeln und der grossmuter, um die herkunftsgeschichte meines mannes und seiner beziehung zur mutter und auch um den platz, den ich in francas geschichte einnehme.

hier meine fotostrecke:

von uns aus sind es in die abruzzen 560 kilometer. in modena legten wir unsere mittagspause ein. geboren wurde  meine schwiegermutter in teramo, aber da ihr vater in modena arbeitete, verbrachte sie dort bis kurz vor dem kriegsende ihre kindheit. nach dem krieg, das haus wurde zerbombt, zog die famiglia toscani nach torino um, wo verwandte lebten, die hilfe angeboten hatte.

kleiner stadtrundgang durch modena:

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das wahrzeichen modenas: la ghirlandina, der glockenturm des doms

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kaffeepause

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ein weiteres wahrzeichen der stadt ist die accademia militare

während den jahren in modena und solange der vater noch lebte, verbrachte franca die sommermonate in den abruzzen, denn dort stand noch ein haus aus familienbesitz.

unser ferienappartement befand sich in Montesilvano; netter und typischer badeort an der adria. zwei wichtige ausflugsziele standen auf dem programm: pescara und città sant’angelo.

in pescara erkannte franca nichts mehr, auch die hauptgeschäftsstrasse mit dem sogenannten ‚wohnzimmer-platz‘ (piazza salotto), wo sie, ihre mutter und ihre schwester zu flanieren pflegten, blieb eine enttäuschung. aber sie war stolz darauf, diese fußgängerbrücke erklommen zu haben:

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‚il ponte‘ von pescara

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am strand

città sant’angelo kannte meine schwiegermutter nicht. das ist eine kleinstadt, die oberhalb montesilvanos liegt und zu den schönsten städten italiens zählt. ein besuch und ein spaziergang durch die pittoreske altstadt lohnen sich. das panorama (meer und berge) ist atemberaubend und man kann verstehen, was den wahren zauber dieser region ausmacht. die wilde bergwelt ist so nah, dass das meer nur zur hintergrundskulisse mutiert.

lasst die bilder auf euch wirken!

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in einem reisebericht dürfen hinweise auf die küche nicht fehlen:

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nach einem langen urlaubstag belohnen wir uns mit einer lokalen spezialitaet: gli arrosticini aus schafsfleisch.

und hier ein bild unserer reisegesellschaft:

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von links nach rechts: fede, ulbarb, cate,alex, betz und die nonna

die italiener haben diesen herrlichen ausdruck „una botta di vita“ , wortwörtlich übertragen wäre das ein ‚lebensknall‘,  sozusagen eine extraportion leben. ja, manchmal braucht man das.

bei teil zwei könnt ihr uns weiterlesen, danke!

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exotische barbecue-beilage

das Foto stammt von mir, nicht aber das Rezept.

Ich war gestern Abend bei Freunden zum Essen. Es sind diejenigen, bei denen es vor einigen Jahren Tomaten aus Schuhkartons gab.

Meine Familie und ich kamen in den Genuss einer besonderen Beilage zum Grillfleisch: ein deftiger Orangensalat!

Für 4 Personen: 4-6 Orangen werden geschält und  klein geschnitten, einen Teelöffel Kapern dazugeben und je nach Belieben schwarze Oliven. Der Salat wird  mit frischen Kräutern wie Petersilie, Basilikum und Minze abgeschmeckt. Kalt stellen und ziehen lassen.

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fish und chips auf italienisch

kürzlich hatte ich eine einladung in ein sehr raffiniertes fischrestaurant. der sommelier brachte zuerst ein glas passerina-wein, ein typischer weißwein aus dem centro italiens, ideal als aperitif. als vorspeise nahm ich ein polypen-carpaccio auf krokantem spargelbett und als zweiten gang wählte ich ein erdbeerrisotto mit krabben und schnittlauch. wunderdeliziös! zum trinken empfahl der weinkellner einen weißwein, der den gleichen namen wie eine käsesorte trägt: pecorino.

den abend habe ich sehr genossen, nicht nur da es ausgesprochen fein schmeckte, sondern auch aus dem einfachen grund, weil ich mal nicht kochen musste.

bei ulbarb zu hause geht’s einfacher und schneller zu: hier kommen sardinen mit pommes frites:

ich belege ein backblech mit frischen sardinenfilets und beträufle diese mit dem saft einer halben zitronen, dann beträufle die fische erneut mit einer mischung aus olivenöl, knoblauch und petersilie und zum schluss folgt paniermehl. in der zwischenzeit habe ich den ofen auf 180 grad vorgeheizt und lasse dann die sardinen ca. 10 minuten gratinieren. vor dem servieren verteile ich den saft der anderen zitronenhälte. dazu gibt’s backofenpommes. p.s.: man kann auch miesmuscheln auf dieselbe art gratinieren.

einen guten!

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Mal wieder Mailand/ nuovamente a milano

Hoch hinaus ging’s gestern, als wir unserem Wochenendbesuch Mailand zeigten.

Zur Zeit kann man sonntags zum Belvedere hochfahren und eine gigantische Aussicht über die Stadt genießen.

Hier ein paar Bilder aus dem 39. Stock (ca. 150 Meter hoch):

un paio di fotografie, fatti dal belvedere della torre della regione lombardia. un panorama mozzafiato dal trentanovesimo piano: 

Milano, Palazzo della Regione

der Palazzo della Regione Lombardia, von unten und aussen betrachtet

Milano

Ausblick auf den Hauptbahnhof

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Panorama, das Unicredit-Hochhaus

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im Belvedere

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Spiegelungen

 

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50 Fragen an mich (Teil 2)

Der Seite von piksyn folge ich schon relativ lange und ich fand ihren Fragenkatalog so spannend aufgebaut und formuliert, dass ich mich  gleich mal daranmache, ihn zu beantworten. Hat noch jemand Lust?

Was ich Dich immer schon fragen wollte:

  1. Zweifelst Du manchmal daran, ob es ein Wort wirklich gibt, z. B. Sprenkel? Oh ja, das passiert mir ziemlich oft. Weniger in der deutschen als in der italiensichen Sprache. Ich frage dann immer meine mittlere Tochter.
  2. Was liest Du morgens als Erstes? Mein Telefon, auch wenn es erst kurz vor sieben ist, sind Nachrichten, sms und chats schon eingetrudelt. 
  3. Träumst Du horizontal oder vertikal? Ich würde mal sagen, dass ich horizontal träume, aber im Traum meisten vertikale Positionen einnehme.
  4. Welches Lied macht für Dich die Welt groß? „We shall overcome
  5. Wen schaust Du gerne an? Personen, die meiner Meinung nach, einfach gut aussehen.
  6. Wer sagt, dass Du etwas machen musst? Im Grunde genommen, gibt es viele (viel zu viele) Dinge und Personen, die mir sagen, nein, besser vorschreiben, was ich zu tun habe: der Wecker, die Kinder, meine Endokrinologin, der Vermieter, der Chef, der Terminplaner etc. etc. etc.
  7. Welches war die erste Farbe, die Du gesehen hast? Nun, das kann ich dir nicht beantworten. Ich tippe mal auf Dunkelgrün oder Marineblau; das sind meine absoluten Lieblingsfarben; könnten sie aus der frühen Kindheit stammen?
  8. See oder Meer? Beides. Ich liebe beides.
  9. Norden oder Süden? Ich lebe relativ südlich, also habe ich Sehnsucht nach dem Norden. War schon viel zu lange nicht mehr an der Nordsee, seufz.
  10. Wenn Du aussteigen würdest, was wäre das Letzte, was Du in Deinem jetzigen Leben tun würdest? Meinen Mann küssen und die Kinder umarmen.
  11. Wenn Du wählen könntest: hättest Du lieber Synästhesie und durchschnittliche Intelligenz oder einen IQ von 160? Das erstere.
  12. Lässt Du andere Menschen von Deinem Brötchen abbeißen? Und wenn es ein Döner ist? Auch wenn es ein Döner ist, Teilen war noch nie ein Problem.
  13. Welches war der erste Kosename, den Du bekommen hast? Rickchen.
  14. Findest Du das Floskelgerüst nach Terroranschlägen beruhigend oder macht es Dich verrückt? Auch hier antworte ich wieder mit ‚beides‘. Ich habe eine Freundin, die Nizza überlebt hatte. Sie konnte mit ihren Kindern ihre Wohnung erreichen, verbarrikadierte sich dort über Stunden; wir hatten über whatsapp Kontakt und da ich bei twitter mitlas, konnte ich ihr Infos übermitteln: zum Beispiel wichtige Telefonnummern für die Touristen.
  15. Weinst Du oft? Ja. ich trage Tränen immer bei mir, in der Hosentasche. (ital. Redewendung)
  16. Fenster auf? Fenster zu? Fenster auf und keinen Widerspruch!
  17. Magst Du mich? Ich denke schon, ich bin ein follower.
  18. Hast Du schon mal aus Liebeskummer einen Rieseneisbecher im Bett gegessen, weil Du in einer Sitcom gesehen hast, dass man das tut, wenn man Liebeskummer hat? Nein, das habe ich noch nie getan. Aber ich lese immer im Bett und in der Regl nasche ich etwas nebenher.
  19. Setzt Du Dich mit Straßenklamotten auf das Bett? Du nicht? Ich immer. 
  20. Was ist Dein Lieblingswort? ‚Vater‘.
  21. Wann hast Du das letzte Mal jemanden kennengelernt, mit dem oder der Du befreundet sein willst? Lass‘ mich nachdenken, ich denke dieses Schuljahr.
  22. Kaffee? Tee?Auch hier antworte ich wieder mit ‚beides‘: Kaffe ist morgens ein Muss und je nach Jahreszeit und Befindlichkeit nachmittags Tee. Im Moment mache ich mir oft Lakritztee. Den trinke ich dann lauwarm. Kreislaufanregend.
  23. Liebst Du Dein Leben? Ja. Ich liebe nicht immer mich, aber mein Dasein hier auf der Erde hat seinen Sinn und ich komme klar. 
  24. Was hast Du später gelernt als andere? Schwimmen? Autofahren?
  25. Hast Du eine persönliche Hymne? Meinst du eine Art Motto? Dann ist es ‚OM‘. Wenn es um Musik geht, dann ist es ‚five miles out‘ von Mike Oldfield.
  26. Bist Du der, der die Witze macht oder der, der den Kuchen backt? Ich bevorzuge Kuchenbacken. 
  27. Oder beides? Nee, lieber Kuchenbacken; mein Mann ist Meister im Witze-Erzählen.
  28. Ist Musik für Dich die Zeitmaschine oder Duft? Zeitmaschine.
  29. Wie viele Liter Wasser trinkst Du am Tag? Ich achte konsequent darauf, mindestens eineinhalb Liter stilles Mineralwasser zu trinken.
  30. Was ist Deine Verlegenheitsgeste? Ich kratze mich am Kopf und habe ein schrecklich unintelligentes Grinsen im Gesicht. 
  31. Wie oft denkst Du, ab sofort lebe ich vegetarisch? Nie.
  32. Stellst Du manchmal Fragen, die Du hinterher bereust? Mmmmh, ich denke nicht. Ich  liebe es, mit meinen Freundinnen zu tratschen, bei ernsteren Gesprächen, nehme ich mir Zeit, um Fragen oder Antworten zu formulieren. 
  33. Hast Du schon mal „nein“ gesagt, obwohl Du „ja“ meintest? Weniger. Ich neige dazu, ‚ja‘ statt ’nein‘ zu sagen.
  34. Wie oft lügst Du am Tag? Noch nicht nachgezählt. Ich versuche stets offen und ehrlich zu bleiben. Oder ich halte einfach die Gosche.
  35. Sehnst Du Dich nach dem Ende dieses Fragebogens? Nein.
  36. Wieviel Geld brauchst Du zum Glücklichsein? Nicht viel. Aber ich stehe in der Lebensmitte und habe noch nichts ansparen können; ich rechne stark mit Altersarmut. Dieser Gedanke mach mich unglücklich.
  37. Hast Du manchmal einen Kloß im Hals, wenn Du Fernsehwerbung siehst? Einen Kloß nicht, aber ich finde sie sehr oft zum Kopfschütteln (Volksverdummung).
  38. Wenn Du die Zeit zurückdrehen könntest: wohin? Sehr schwer zu sagen. Ich würde gerne die Zeit um 1850/1860 erleben. Oder ganz konkrtet: die Zeit, als ich mir Gedanken über  Ausbildung oder Studium machte. Ich hätte ein paar neue Ideen.
  39. Schläfst Du mit offenem oder geschlossenem Fenster? Sommer auf, Winter zu.
  40. Belehrst Du andere über Rechtschreibung? Rechtschreibung weniger, aber Satzbau und Grammatik sind mein Job.
  41. Hörst Du Farben? Nein. Aber du, nicht wahr?  Ich kann deinen Ausführungen sehr gut folgen.
  42. Was würdest Du gerne erfinden? Boh?
  43. Wie oft fehlen Dir die Worte, um jemandem etwas zu sagen? Relativ oft, ich bin nicht schlagfertig.
  44. Wer wärst Du gerne für einen Tag? Mozart, am Tag einer Opernpremiere.
  45. Wer für ein Jahr? Vielleicht ein Seefahrer.
  46. Denkst Du, man muss zu allem eine Meinung haben? Nein. Ich glaube, dass das gar nicht geht. Man weiss doch nie, über was so alles geredet wird, wie kann man dann eine Meinung haben. Allenfalls kann man sich eine ad hoc bilden bzw.  beginnen, über neue inputs nachzudenken.
  47. Wie oft kaufst Du Dir Blumen? Sehr selten. Aber im Frühjahr besorge ich mir neue Balkonpflanzen und  frisches Basilikum, frischen Rosamrin.
  48. Warst Du schon einmal in New York? Nein, noch nie.
  49. Was ist spannender: die Reise nach New York oder die Reise zu sich selbst? Ich nehme Reise nach N.Y.
  50. Oder beides? Ich kenne mich ziemlich gut; eine Reise zu mir? Ich weiss schon,  ich begebe da  mich auf gefährliches Terrain.

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