ernste und komische Betrachtungen über ein Zwergkaninchen

seit etwas mehr als einem monat sind wir besitzer einer lustigen, aufgeweckten und äusserst neugierigen zwergwidderdame names mina. ‚dame‘ ist wohl etwas zu viel gesagt, denn mina ist erst viereinhalb monate alt.

ihr käfig steht bei den mädels im zimmer, so sind die weiber unter sich!

mein mann und ich sind tierlieb (und die kids erst!), als kinder wuchsen wir mit hunden, katzen, hamstern, mäusen und vögeln auf. da wir wissen, wie (zeit-)aufwendig die haltung von haustieren ist, haben wir lange den passenden moment, uns eines anzuschaffen, abgewartet.  nun sind wir zu sechst. und es war nur richtig, endlich ein haustier (die vielen goldfische, die schon im paradies sind, habe ich nicht miteinberechnet) zu besitzen.

die wissenschaftlich belegten vorteile hinsichlich pet-therapy können wir eltern nur bestätigen. unsere kinder, inbesonders die ganz kleine, haben den verlust und die trauer um eine uns sehr nahe stehende person relativ schnell und gut bewältigt. die reine anwesenheit des tiers sorgt für ablenkung.

die kinder haben sich auf die ankunft des neuen familienmitglied supergut vorbereitet, indem sie im internet alle möglichen informationen und tipps recherchiert und gesammelt haben. sie sind in dem alter, dass sie die fütterungszeiten, das säubern des stalles alleine organisieren und den auslauf des tierchens überwachen.

und auch die eltern haben ihren spass und werden jünger! statt ’sinnvolles‘ wie haushalt oder unterrichtsvorbereitung zu erledigen, kann man mich auf dem wohnzimmerboden liegend und kaninchen streichelnd erblicken.

bin ich froh, dass in all den hausfrauenjahren, ich mich standhaft geweigert habe, einen hygiene- und/oder putzfimmel zu entwickeln bzw. den ansatz  eines solchen auszubauen. sonst könnte ich es wohl nicht ertragen, dass nun immer wieder mal ein büschel heu durch die wohnung fliegt (seht ihr vor eurem innerlichen auge die alten cowboy-filme, wo strohballen durchs bild wirbeln?) oder ein knüddel auf dem fussboden liegt.

die mina flitzt nämlich ziemlich schnell durch alle zimmer und wagt es sogar, in den papierkorb, in die badewanne, auf stühle, von diesen auf tische oder in die unteren fächer des bücherschrankes zu springen. und wenn sie hört, dass eine person mit irgendwelchen schachteln oder tüten raschelt oder knistert, rennt sie derjenigen zwischen den beinen umher und denkt, es gäbe ein leckerli für sie. dabei halten wir uns streng an die tierischen ernährungsregeln. aber das tier probiert’s halt trotzdem aus. boh, ist es echt nur ein kaninchen oder steckt da nicht auch etwas von einer katze oder einem hund drinnen?

dann habe ich bemerkt, wie das haustier auch die zweisprachigkeit meiner kinder fördert. anordnungn wie ‚kaninchen füttern‘ oder ‚käfig putzen‘ verstehen sich von selbst. aber bei ’schlappohr‘, ‚hinterlauf‘, ‚mümmelmann‘, ’scharren‘, ’schnüffeln‘, ‚artgerecht‘, ‚kraulen‘ oder ‚zähmen‘ sieht es anders aus; das sind neue worte, die verstanden und verinnerlicht werden wollen.

bleibt nun die frage, ob die zweisprachigkeit auch förderlich für unsere mina ist. sie erkennt uns an der stimme und am geruch, aber es wirken ja unwahrscheinlich viele deutsch-italienische worte auf sie ein. ich  muss mal mit jess telefonieren, die hat einen italienisch-amerikanischen hund zu hause. Mal sehen, wie’s ihrem lampo geht.

hier ein zwar unscharfes foto, das aber den eigenwilligen charakter von mina gut widerspiegelt. die gute frisst nicht im stall, sondern direkt in der heuraufe:

IMG_3614

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