abgestaubt und auf ein neues!(untertitel: über brautwürste, hobbyküchen und bildschirme mit fisch)

Ui, jetzt wurde es mal wieder mehr als Zeit, das Blog zu pflegen. Kein Moment war günstiger als dieser: die Sommerferien sind aus und vorbei, die Schule hat begonnen und somit auch ein neues Geschäftsjahr für mich. Jedoch bietet der Monat September auch Ruhe und Freizeit. Ach ja, und ausserdem trudelte letztens eine Meldung ein, dass das Blog seinen 5. Geburtstag habe…da bekam ich ein schlechtes Gewissen.

Kleine Situationsanalyse: Während der Sommerferien habe ich viel getwittert. Es war eine reiche Zeit. Die drei Kinder sind im Schulalltag angekommen und übermorgen geht meine dritte Arbeitswoche zu Ende.

Ich wollte euch schon lange mal etwas über meine Arbeit erzählen. Wie verdiene ich  meine Brötchen, sprich panini ? In einem meiner letzten Beiträge (the mystery award) berichtete ich, dass ich Probleme mit der Anerkennung meines Diploms gehabt hatte und bin als Quereinsteigerin zum Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht gekommen. Inzwischen bastele ich an einer Ich-AG, die langsam am wachsen ist – je nach Vereinbarkeit mit der Familie. Das Thema Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit will ich schnell abhaken: Viel Geld bleibt nicht übrig, aber ich habe meinen Spass. Die Arbeitszeiten sind sehr flexibel, die Konditionen prekär, die Auftragslage schwankend.  Trotzdem: mein Job bereichert mich, ich bekomme viel von den Menschen zurück und ich kann dankbar dafür sein, einer Arbeit nachzugehen, die Freude bereitet.

Meistens arbeite ich direkt mit  Firmen zusammen, ich gebe in den Büros Kurse für Angestellte diverser Abteilungen (Buchhaltung und Rechnungswesen, Kundendienst, Logistik und Spedition, Marketing und Messe) und ich habe auch oft direkt mit der Firmenleitung zu tun. So darf ich in tiefen Ledersesseln Platz nehmen und bekomme von AssistentInnen einen espresso serviert. Dann folgen die ‚klassischen‘ Sprachkurse an einer Sprachschule, die sind manchmal zermürbend, weil sie abends laufen und man immer wieder von Null  beginnt. Ich versuche, abwechslungsreich,  spielerisch  und trotzdem professionell zu sein. Es folgen Aufträge an den Schulen: Förder- und Konversationskurse, oft von der EU finanziert. Das macht mir Spass; ich werde von den Jugendlichen respektvoll ‚Prof‘ genannt, kann mir aber einen sehr lockeren Umgang erlauben (ich muss ja keine Noten geben), was automatisch die Angst vor der schwierigen Grammatik und die Hemmungen vor dem freien Sprechen nimmt. Selten kommen Übersetzungen oder Dolmetschdienste rein. Das coolste Erlebnis war, als das hiesige Gericht mich dazu ernannte, eine deutsch-italienische Steuerfahndergruppe zu begleiten.

Ich denke, dass ich meine Arbeit ganz gut mache, dass ich nach fast 20 Jahren Berufserfahrung kompetent bin und da jeder Kunde neue Inhalte mitbringt, im Laufe der Jahre sehr offen geworden bzw. geblieben bin. Monotonie kommt selten auf. Sollte ich jedoch meinen Erfolg an den lustigen Versprechern meiner Kundschaft messen, kommen jedoch Zweifel auf. Einer meiner Sprachschüler, wichtiger country manager und ein bisschen großspurig veranlagt, empfing mich kürzlich ganz glücklich in seinem Büro und erzählte strahlend: er habe seine Frau auf eine Geschäftsreise mitgenommen und sie hätten einen Abstecher in den Schwarzwald gemacht, wo sie die ‚besten Brautwürste ever‘ gegessen hätten. Da musste ich auflachen und erwiderte:“Ach, Sie meinen wohl Bratwürste.“ Vor den Sommerferien begleitete ich eine Studentin, die sich auf ein Diplom in Deutsch vorbereitete. Die Gute musste u.a. Zeitungsartikel zusammenfassen. Einmal ging es um den Sinn und Zweck der im Trend liegenden Kochshows. Grammatik und Satzbau beherrschte sie sehr gut, aber der Unterschied zwischen Hobbykoch und Hobbyküche kam ihr nicht sofort in den Sinn. Aber meine liebe S.  war auch nicht schlecht. Die Dame ist knapp über 50 arbeitet in einer multinationalen Firma und kommt einmal pro Woche zu mir, um ihre schon recht guten Sprachkenntnisse zu vertiefen. In ihrem Job geht sie wohl voll auf.  Woran ich das merke? Wenn es regnet, hat sie nie ihren Regenschirm, sondern ihren Bildschirm dabei. Unterhaltsam war auch der Satz in einem schriftlichen Test: “Wenn der Kühlschrank leer ist, gehe ich Bücher einkaufen:“

Jetzt will ich ja nu mal nicht so sein und mich als unfehlbar darstellen.  Auch ich verhaspele mich manchmal. „Modalverben“ wurden zu „verbi merdali“, also zu „Scheißverben“; ich taue nicht das Gefrierfach ab (sbrinare) , sondern ich „zerfleische“ es (sbranare) oder  nach einer langen Autofahrt vertrete ich mir nicht die Beine (sgranchirsi), ich knabbere sie (sgranocchiare). Wusstet Ihr, dass ich stinke? Nach Fisch stinke? Seit ich in Italien lebe, habe ich mich an Vieles angepasst; so auch an die schicke Mode/Wäsche. Mein Problem? Ich trage BHs aus „merluzzo“ statt „merletto“. Merluzzo bedeutet Kabeljau.

 

 

 

 

 

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schnell und rot-grün

stellen wir uns vor, das leben sei ein tisch.

auf meinem lebenstisch liegt, vor mir ausgebreitet, ein buntes sammelsurium an aufgaben und thematiken, die bearbeitet, noch besser wäre, erledigt werden sollten.

ich konnte letzte woche gar nicht an der fraplywo teilnehmen.

 

an meinem reell existierenden küchentisch hockten heute nur 2/5 der Familie ; meine kleinste tochter und meine wenigkeit. es war 14 uhr. und wir hatten hunger. und wir mussten uns schnell organisieren, denn der nachmittag sass uns schon im nacken. da musste mal wieder ein schnelles nudelrezept her, und wir entschieden uns für eine rot-grüne sauce:

in einer pfanne mit heissem olivenöl schwitze ich eine zerdrückte knoblauchzehe an, gebe vier EL passierte tomaten dazu, lass‘ diese kurz aufkochen und stelle dann auf kleine flamme zurück. salzen, herd abstellen, vier EL pesto dazugeben, verrühren. fertig. ( ca. 200 gr nudeln kochen nicht vergessen!)

foto blog mai 18

dieses schnelles rezept passt zu diesem schnellen und ‚letzten‘ post – bevor in zwei tagen die EU-DSGVO in kraft treten wird. das ist ja nun so ein thema, mit dem ich mich (noch) auseinandersetzen muss. hier in italien habe ich nur ganz bewusst, ein paar fernsehspots wahrgenommen. die message ist einfach: „es betrifft in erster linie grosse firmen und die daten der verbaucher, sprich menschen,  sind ab sofort besser geschützt.“ klingt im vergleich zu der aufruhr in deutschland doch ganz easy.  nur zweimal musste ich bisher eine einverstädniserklärung abgegen: bei meiner online-autoversicherung und beim newsletter meiner yogaschule. was meinen blog betrifft und meinem wunsch, eine berufliche internetseite anzulegen – na ja, ich werde mal pausieren, beobachten, abwarten.

und was macht meine bloggende leserschaft?

Sonntagsspaziergang

Wenn bei uns, Grossfamilie, Sonntag ist, beginnt der Tag erst einmal mit einem Checkup eventueller Termine: hat die Kleinste Firmunterricht? wieviel Hausarbeit bzw. wieviele Hausaufgaben sind noch zu erledigen? gibt’s im Fernsehen Fussball?

Gestern hatten wir Glück. Niemand hatte etwas zu tun. Und wir planten eine gemeinsame Unternehmung. Als Großstadtrandmenschen haben wir eine breite Auswahl, denn innerhalb einer dreiviertel Stunde können wir entweder im Zentrum Mailands sein oder draussen in der Natur. Bei dem angenehmen Frühlingswetter ging’s raus. Wir drehten eine Runde im Naturschutzgebiet ‚Lago di Sartirana‘: der See liegt eine halbe Autostunde von Monza weg und gehört zur Stadt Merate, wo Schilder den Weg weisen. Es gibt einen Autoparkplatz und sogar einen kleinen Abstellplatz für Wohnmobile und die Runde um den See dauert, wenn man sich Zeit nimmt, eine Stunde. Schwierigkeitsgrad Null. Der Uferweg führt durch dichten Laubwald, an moorigen Stellen  oder angebauten Feldern vorbei, es gibt auf einer kleinen Insel einen bird-watching-Unterstand und immer wieder hat man einen fantastischen Blick auf die Alpen hinter Lecco.

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… und nun eine bisschen Biounterricht auf Italienisch:

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Ostergrüße (2)

So, da bin ich wieder.

Ihr hattet Recht, liebe Mallybeau und lieber  Erich, bei dem Foto (s. vorheriger Beitrag) handelt es sich um eine Käsereibe, wobei ich diese Art von Ausführung eher als Käsemühle bezeichnen würde. Man muss das Ding schliesslich drehen. Ich nehme an, das Rätsel war zu einfach; mal sehen, ob sich etwas Schwierigeres finden  lässt.

Bis bald

Ostergrüße

Unser anderes Kaninchen, Jimmy Carota, grüßt ulbarbs Leserschaft.

Jimmy Carota 2

Frohe Ostern Euch allen!

Also, mit Eier-Verstecken und so geht das etwas schlecht hier auf dem Blog – jedoch gibt’s ein kleines Ratespiel.

Auf dem Foto unten seht ihr ein typisch italienisch unentbehrliches Küchenutensil.

Was ist es wohl?

Um Antwort wird gebeten.

Kaesemuehle

(Lösung folgt)

rebloggt und kommentiert

Neulich am Mittagstisch. Zwei Stühle- eine Meinung: Mein Mann: „Ich werde sie fragen.“ Ich (leicht entrüstet): „Nein, das machst du lieber nicht. Wenn du so ne Frage in die Runde wirfst, bist du bei den Lehrern gleich unten durch!“ Mein Mann (ganz unbeirrt weiter essend):„Ach wieso denn? Die wissen doch auch, dass das statistische Fakten […]

über Melting Pot Schule. Über Berührungsängste und Vorurteile beim Thema Schulwahl. — MÄUSEMAMMA…

für Minusch

Die liebe Minusch hat mir auf ihrem Blog  zurückgeschrieben, nachdem sie meine Nominierung zum mystery blog award erhalten hatte. Freundlicherweise hat sie auf die von mir gestellten Fragen geantwortet mir selbst wieder welche gestellt. Ist doch selbstverständlich, dass ich darauf eingegangen bin.

 

1. Apokalypse! Was tust Du als erstes, wenn am nächsten Morgen die Sonne aufgeht?

Mich wundern, mich fragen und nachdenken. Ich denke, dass ich über keine besonderen survival-Fähigkeiten verfüge (wenn ich da nur an die Katastrophenfilme denke – was die Leute darin alles bewältigen! Ich wäre gleich tot; bin also nur eine Nebenrolle) und deswegen werde mich wohl wundern, dass ich noch am Leben bin. Sollte ich also noch am Leben sein, lag das bestimmt daran, dass zum Zeitpunkt der Apokalypse mein Ehemann (hinsichtlich Körpergrösse und Gewicht vergleichbar mit Dwayne Johnson) bei mir war und mich heldenhaft beschützt hatte. Dann werde ich mir Fragen stellen: Die Kinder? Der Mann? Bin ich verletzt? Und danach werde ich nachdenken. Essensvorräte? Wasser? Und: Oh, Scheisse, meine Schilddrüsentabletten sind verloren gegangen!

Sprechen wir über die Apokalypse im religiösen Sinne, steht zuerst wieder die Überlebensproblematik an. Dann hoffe ich, die Möglichkeit zu haben, mir das Paradies anschauen zu können.

2. Was ist schöner für Dich: kurierter Überfluss oder minimalistische Weite? und was passiert, wenn Du von einem ins andere fällst?

Hier musste ich eine Weile lang grübeln. In der Frage stecken verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Ich gehöre wohl der Kategorie ‚ minimalistische Weite‘ an. Überfluss kann ich mir sowieso nicht leisten. Bei einem 5köpfigen Haushalt und anderthalb Gehältern geht das nicht. Wir besitzen kein Vermögen und auf dem Konto herrscht ‚minimalistische Leere‘. Wir leisten uns das, was geht. Überfluss gibt’s beim Lebensmitteleinkauf. Ich kaufe zwar nicht zu viel,  lagere auch nichts, aber ich kaufe gerne gutes und teures Essen ein. Unsere Wohnung ist relativ minimalistisch, wir sind keine ‚Aufheber‘. Dafür habe ich einen Überfluss an Kinderkleidung. In dem Sinne, dass ich mit einigen Freundinnen die Sache der Kids austausche bzw. horte. Meine Kids sind mit Kleidern, Spielsachen und -geräten gross geworden, die auch mal dritter und vierter Hand waren.

Das Leben in einer Großstadt – na  ja, ich führe ein (Groß-)Stadtrandleben, konfroniert dich mit viel Überfluss: zum Beispiel  all die Boutiquen in Mailand, oder die antike und neue Architektur… da gibt’s viel zu staunen.

Bei dem Wort ‚minimalistisch‘ muss ich auch an Gedichte denken. Ich liebe die japanischen Haikus, und wenn ich selber meine abfasse, halte ich mich oft an die Devise „weniger ist mehr“.

‚Minimalistische Weite‘ liess mich auch an Landschaften und Natur denke. Ich liebe den weiten Blick, den man am Meer haben kann. Oder oben auf der Schwäbischen Alb. Wenn man nach vorne schaut und nur noch Meer und Himmel sehen kann. Oder oben auf der Schwäbischen Alb. Alles so frei und weit. Mir fehlt ein bisschen die Nordsee: Düne/Deich, Strand, Meer und stopp. Die italienische Küste ist stets überlaufen und es gibt Überfluss an allem, oft aber nicht gepflegt.

Ein Risiko des schnellen Wechsels von einem Zustand in den anderen, sehe ich nich; wir wollen ja flexibel bleiben.

3. Was fehlt Dir zum Glück? und wenn nichts fehlt: wonach klingt der Soundtrack für Dein Jetzt?

Manometer, jetzt wird’s philosophisch. Also, im Grunde bin ich schon glücklich. Die Lebensumstände stimmen. Die Ehe ist stabil, wir sind gesund, wir haben Arbeit… Das Problem ist der Alltag, der schüttet  uns mit so viel trash zu. Man kann nicht innehalten, den Empfindungen nachgehen, die Routine nimmt überhand und dann geht das Glücklichsein auch mal verloren und meine Gemütsverfassung ist niedergeschlagen-traurig. Wie Du, überprüfe ich oft mein Leben.Mein Soundtrack ist seit Jahren die Musik von Mike Oldfield, das ist meine Seelenmusik.

4. Deine 5 Topsongs für ein erstes Date, bitte!

Ach, Gottchen, meine Liebe. Ich bin ja so dermassen aus der Übung. Meine ersten Dates liegen Ewigkeiten her. Mit meinem Ehemann bin ich seit 20 Jahren verheiratet und seit 27 zusammen. Eigentlich sind nun unsre Kids dran, sich auf dem Markt umzugucken.

Aber ich erinnere mich sehr gut daran, welche Songs uns begleiteten, als wir uns auf einer international youth week kennen gelernt haben:

Love me tender, Elvis Presley

Woman in love, Barbara Streisand

Take me home, Country Roads, John Denver

La Bamba, Ritchie Valens

Romeo and Juliet, Dire Straits

 

5. Für welche Bewegung gehst Du auf die Straße?

Also, vor drei oder vier Jahren war ich mit meiner Tochter auf einem Friedensmarsch.

Vor vielen Jahren, als FSJlerin, nahm  in Tübingen an Demos gegen Neonazis teil.

(Ich habe auch zwei wichtige Pilgerereignisse, bei denen ich auf der Strasse ging – zählen die mit?)

 

Liebe Minusch, sei gegrüßt

hugs

ulrike

The Mystery Blogger Award

Hallooo! Seid Ihr auch alle da? Ich wünsche Euch nachträglich ein gutes neues Jahr

Eine nette Überraschung zum Jahresbeginn:

Mein Blog wurde von Hiltrud  nomiert und so kam ich zum the mystery blogger award.

download

So einen Preis nehme ich gerne an und hier könnt ihr bei o.g. Bloggerin nachlesen, worum es geht und wie so ein award funktioniert. Ich finde es eine nette Idee, um sich gegenseitig zu fördern. Da die Erstellung des Posts zeitaufwendig war, konnte ich nicht prompt antworten. Aber ich bin dabei! Also, los…

Wie immer gibt es ein paar ‚Regeln‘ zu beachten.

 

Erstens: Stelle das Logo in Deinen Blog ein.

Okay, das habe ich schon erledigt.

Zweitens: Liste die Regeln auf!

Gerne, hier kommen sie:

Stelle das Logo in dein Blog.

Liste die Regeln auf.

Danke der Person, die dich nominiert hat, und füge einen Link zu ihrem Blog bei.

Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenfalls einen Link bei.

Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.

Nominiere 10 bis 20 Personen.

Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.

Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.

Teile 5 Links zu deinen besten Blogposts.

Drittens: Danke der Person, die dich nomiert hat und füge einen Link zu ihrem Blog bei.

Liebe Bloggerin mickesch1234, wir kennen und folgen uns noch nicht so lange, aber am letzten frapalymo haben wird beide teilgenommen und ich fand deinen Blog sofort interessant, vielseitig und ich mag es, wie du ernste und ungewöhnliche Themen mit überzeugender  Leichtig- und  Natürlichkeit anschneidest – das Blog musste ich unbedingt abonnieren, dachte ich mir! Und ich wundere mich sehr, wo und wie du die Zeit findest , so viele Beiträge täglich zu posten! Ich fühle mich geschmeichelt, dass ich von dir (es wurden 22 BlogerInnen nomiert) ausgewählt wurde.

hier geht’s zur startseite https://mikesch1234.wordpress.com/

Viertens: Nenne die Urheberin des Awards und füge ebenso einen Link bei.

Nun, bei der Urheberin handelt es sich um Okoto Enigma. Das ist ihr Blog. (Ehrlich gesagt, mehr weiss ich aber auch nicht.)

Fünftens: Erzähle den Lesern drei Dinge über dich.

Mmmh, jetzt wird’s spannend, wo anfangen? Ach ja, ich hab’s. 

Letztes und dieses Jahr standen bzw. stehen zwei wichtige Jubel-Daten an. Im vergangenen September haben mein Mann und ich unsere Porzellanhochzeit feiern dürfen. Mein Alltag ist italienisch und deshalb setze ich mich automatisch mit der italienischen Sprache auseinander. Das Wort für ‚heiraten‘ heisst ’sposarsi‘, also ein reflexives Verb wie ’sich mit jemanden verheiraten‘ oder ’sich vermählen‘. Letzteres Verb klingt leicht veraltert, das andere schrecklich formal, nicht wahr? Und ich finde, dass die Aussage ‚mi sposo‘ sich viel lustiger anhört als ein ‚ich heirate‘ oder ‚ich verheirate mich‘. Aber egal wie, ich bin sposata mit Alberto . Und wenn wir dann 2018 die sogenannte Opalhochzeit begehen werden, wird Kind Nummer Eins, hier im Blog immer nur ‚der Sohnemann‘ genannt, volljährig geworden sein. Das bewegt, stimmt melancholisch. Letzten Samstag schenkte er mit etwas gemeinsame Zeit: ich sollte ihm beim Shoppen begleiten (echt? ich? krass!) und am Abend zu einer Party fahren. Er blick zuversichtlich nach vorne (währnd ich mich umdrehe und staune, wie schnell 18 Jahre vorbei sein können). Zu seinem 18. will er kein grosses Fest organisieren, sondern mit dem gesparten Geld   mit seinen Kumpels Sommerurlaub machen und nach dem Abi stellt er sich einen Beruf mit ‚Deutsch und Spanisch‘ vor, vielleicht in der Tourismusbranche.

Apropos Beruf. Hier in Italien arbeite ich als DaF-Lehrerin, d.h. ‚Deutsch als Fremdsprache‘ und ich gehöre zu der glücklichen Gruppe Menschen, die ihren Beruf gerne ausüben. Obwohl mich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Energie kostet. Ich stehe unter einer ordentlichen Portion Anspannung. Als die Kinder klein waren, erlaubte ich mir den Luxus einer laaaangen Babypause und ich bereue es nicht, ’nur‘ Hausfrau und Mutter gewesen zu sein. Jedoch kann Arbeit ein herrlicher Ausgleich zum puren Familienleben sein. Ein ausführlicher blogpost über meine Arbeitssituation hier in Italien ist geplant.

Ich kann aber nicht behaupten, dass ich mich beruflich verwirklicht habe, denn eigentlich sahen meine Pläne anders aus. Damlas… Ich bin ausgebildete Sozialpädagogin, aber mein erstes Jobangebot in diesem Bereich in Italien ging flöten, weil meine Aufenthaltsgenehmigung nicht rechtzeitig fertig wurde. Weitere Versuche schlugen fehl, da ich nicht die staatliche Anerkennung erhielt; ich hätte an der Uni Examen im Bereich Rechtswesen ablegen sollen. Dazu war aber kein Geld da. Das steckte in den übersetzen und notariell beglaubigten Zeugnissen, Diplomurkunden etc. – und ausserdem sollte ja der Sohnemann kommen…

Seitdem hasse ich Papierkram. Schon zur Hochzeit mit einem Ausländer im Ausland mussten Alberto und ich viele bürokratische Vorgaben erledigen. Heutzutage kümmere ich mich zwar um Sachen wie unsere gemeinsamen Bankangelegenheiten und die Steuerklärung, aber diese  Woche habe ich noch einen Termin beim Konsulat zur Erneuerung meiner Ausweispapiere – im Grunde genommen eine Kleinigkeit, aber sie nervt mich total an.

Sechstens: Nominiere 10 bis 20 Personen.

Und das wären:

https://ulerolff.net/

https://mmauswohn.wordpress.com/

https://heinrich11.wordpress.com/

https://uliwood.wordpress.com/

https://grossstadtpoetin.wordpress.com/

https://2kinderkuechebadbalkon.com/

https://mammamiamitzweimaeusen.wordpress.com/

https://meinapulien.wordpress.com/

https://roerainrunner.wordpress.com/

https://leggieroblog.wordpress.com/

https://piksyn.wordpress.com/

https://zeffiretta.wordpress.com/

Siebtens: Informiere die Nominierten, indem du sie in ihrem Blog kommentierst.

(Wird erledigt, sobald ich den post pibliziert habe.)

Achtens: Stelle den Nominierten fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.

  1. Wenn du an die Organisation deines Alltages denkst, was quält dich am meisten und wie gehtst du damit um?

2. Ist es dir unangenehm, über deinen Verdienst/dein Einkommen zu sprechen?

3. Welche Drogen würdest du konsumieren, wenn sie keine Nebenwirkungen hätten? Alternativ: Gibt es etwas, wonach du süchtig bist?

4. Hast du Haustiere? Warum? Warum nicht? Warum nicht mehr?

5. Hast du den nächsten Sommerurlaub schon geplant?

An dieser Stelle will ich doch auch gleich mal die Fragen von Hiltrud beantworten.

1. Was bringt dich zum Lachen? Vieles bringt mich zum Lachen. Ich würde mich als eine  positiv eingestellte Person, mit Hang zur Melancholie, beschreiben.  Ich lache ungeniert laut auf, wenn ich  Filme, Fernsehshows, Bücher witzig finde. Ich lache (heimlich) über meine Schüler. Ich lache mit dem Rest der Familie über die kleinste Tochter, die eine geborene Kabarettistin ist. Ich lache viel über den trockenen, schwarzen Humor meiner englischen KollegInnen. Meine FreundInnen bringen mich zum Lachen; wir haben Spass miteinander, wir teilen schlechte und gute Momente, letztere überwiegen. Zu Silvester war ich mit meinen Eltern und meiner Schwester in einem Weihnachtszirkus, Zirkus lässt mich staunen und lachen, als ob ich noch ein kleines Kind wäre. Ich liebe Clowns und Strassenkünstler. Unser Haustier Mina, eine junge Zwerkaninchendame, bringt mich zum Lachen. Mina rennt mir immer zwischen den Beinen herum, wenn ich nach Hause komme und sie schnuppert nach Futter. Ich lache still in mich hinein, wenn ich an die Zeit denke, als die Kinder klein waren.

2. Worüber stolperst Du (gerne) (immer wieder) (lieber nicht) (leider doch)? Ich stolpere (immer wieder und leider doch) über meine Schwächen. Ich stolpere (gerne) im Buchladen über neue Titel, ohne mich an Bestsellerliste zu orientieren. Ich stolpere (lieber nicht) über meine eigenen Beine, plötzliche oder unbedachte Bewegungen tun meinen Bandscheiben gar nicht gut.

3. Wie würdest du mit viel Humor jemandem (wem?) mal so richtig die Meinung geigen, wenn du könntest? Schwierige Frage, die ich nicht ausreichend beantworten kann… es gibt einen Geschäftsführer einer Sprachschule, dem ich gerne mal meine Meinung sagen würde, ich bin aber nicht sehr schlagfertig und verliere meinen Humor, wenn ernste Themen besprochen werden sollen.

4. Wenn du ein Tier sein könntest, welches wärst du dann gern und warum (bitte die Insekten und Amphibien nicht vergessen!)? Seit ich denken kann, wollte ich immer eine Elephantin sein! Elefanten sind gross und wirken auf mich mächtig, stark, sozial, verspielt, lustig, schlau, weise.

5. Dampfbad, Whirlpool, Badewanne, Dusche, Katzenwäsche … oder eher wasserscheu? Duschen und sich dann mit Körperöl einreiben. Aber ich bin Saunagängerin. Da es in Italien keine gescheiten gibt, hole ich das in Deutschland nach und koste jede Minute aus.

Neuntens: die Links zu meinen besten Blogposts: Ich habe mich  sowohl an der Anzahl der likes als auch der der Aufrufe orientiert.

ulbarb (fr)isst frische frösche

Salzige Torten

haiku

#frapalymo: mein (leider erst) dritter beitrag

Come sopravvivere a scuola

Wie ihr sehen konntet, stellen die posts alle möglichen Aspekte meines Blogs dar: die Gedichte, die Rezepte, mein Italien und mein Italienisch.

 

So, das war also mein Artikel zum mystery award.

Ich hoffe, ihr fand’s lesenswert.

Bis bald mal wieder und den anderen Bloggern viel Spass und Danke fürs Mitmachen!

Eure ulbarb

Weltliches und Religiöses

Meine lieben Leser!

Nun fehlen nur noch wenige Tage, dann ist Weihnachten! Und diese letzte Woche ist reich gefüllt an geschäftlichen Terminen, Klassenarbeiten an den Schulen der Kids, letzten Planungen und Vorbereitungen etc. etc. – wer kennt’s nicht?! Deshalb verschicke ich meine Weihnachtsgrüsse an Euch heute schon mal ab. Möget Ihr feierliche, ruhige, besinnliche, gemütliche Momente haben! Und kommt gut ins Neue Jahr!

Dieses Wochenende war ganz der Familie gewidmet: zuerst  gab es gestern Vormittag an der Schule der kleinsten Tochter ein wunderbares Chorkonzert (u.a. hatten die Sechstklässler ‚Adiemus‘ einstudiert; die langen Proben haben sich ausgezahlt: es wurde zusammen mit einigen Lehrern musiziert und so manche Eltern hatten Tränen in den Augen) . Dann hatten wir Karten für ‚die letzten Jedi‘; aber in was für einem Kinosaal: wir waren in Melzo, dort befindet sich das Arcadia-Kino und der beste Saal ist ’sala energy‘ mit 630 Plätzen, wahnsinnig bequemen Sesseln, einer 30 Meter breiten Kinoleinwand und mit Dolby Atmos Soundtechnik ausgestattet. Keine Sorge, ich werde nicht spoilern… aber Samstagnacht habe ich sehr gut geschlafen… und heute nahm ich mir die Zeit und buk Zimtsterne und Ausstecherle.

Zu unseren Sonntagen gehört auch der Kirchgang, in der Diözese Mailand wird heute der sechste Adventssonntag gefeiert und in unserer Gemeinde werden in diesen Tagen Weihwasser und das Gebet zur Familiensegnung verteilt. So kann man während des  Heiligen Abends  und/oder am ersten Weihnachtsfeiertag seine Familie, Verwandten und Gäste segnen. Das finde ich wunderschön, das eigene Haus wird Kirche. Wir sagen an Weihnachten bewußt ‚Ja‘ zu Gott. Vielleicht erreicht meine Einstellung ja den einen oder anderen Leser.

weihnachten Segnung

Zum Schluss noch ein Winterhaiku, ich finde es verbindet irdische und spirituelle Anteile:

Im weissen Schnee, horch,

Dort haust nur eine Stimme:

Des Winters Andacht

(Ryôta)

 

Seid also alle herzlichst gegrüßt von Eurer ulbarb