Spielen wir los – oder – Ausnahmezustand verlängert

hier kommt der zweite Beitrag von Corinna

meinapulien

Wir hatten heute Morgen noch gar nicht ganz die Augen auf, da stürmte die Nachricht schon über alle Kanäle auf uns ein: Die italienische Regierung hat beschlossen, öffentlich Einrichtungen wegen COVID19 bis zum 3 April geschlossen zu halten. So steht es im gestern Abend veröffentlichten Dekret. Befreundete Lehrer, mit denen ich gesprochen habe, denken sogar, dass man vor Ostern nicht wieder mit der Schule beginnen wird.

Außerdem ist es jetzt überall in Italien verboten, seinen Wohnort zu verlassen, sollte es sich nicht um Gründe wie Arbeit oder Arzttermine handeln. Alle Veranstaltungen, bei denen sich Menschen treffen könnten, sind abgesagt. Orte wie Bars oder Supermärkte, in denen sich normalerweise viele Leute begegnen, sind angewiesen den Personenfluss zu kontrollieren, d.h. nur eine begrenzte Anzahl einzulassen, während der Rest draußen Schlange stehen muss.

Luigi und sein Vater wurden heute auf ihrem Weg ins Büro wie viel andere Autofahrer von der Polizei angehalten und…

Ursprünglichen Post anzeigen 265 weitere Wörter

Vom Leben in Zeiten des COVID-19

Ich darf hier die posts von Corinna rebloggen, die in Sueditalien lebt und berichtet

meinapulien

Gemunkelt hatte man es schon seit ein paar Tagen, aber so wirklich hatte niemand damit gerechnet, dass die italienische Regierung den Plan, Schulen und Ämter in ganz Italien zu schließen, tatsächlich umsetzen würde. Doch was in den Regionen mit vielen Todesfällen und positiv Getesteten schon seit zwei Wochen praktiziert wird, gilt seit gestern italienweit: Alle Universitäten, Schulen, Kindergärten und Krippen sind zu. Die Ämter kann man verschmerzen. Die meisten Schüler freuen sich über die plötzlichen Ferien. Die Eltern weniger. Als freiberufliche Lehrerin und Examensorganisatorin sowie Mutter bin ich nun doppelt, wenn nicht sogar dreifach vom Virus betroffen – aber wenigstens nicht infiziert.

In den letzten zwei Wochen war Davide bereits an einer fiebrigen Erkältung erkrankt. Aber da wir eine Oma haben, war das zunächst kein Problem. Nun hat sich die Oma jedoch leider angesteckt und fällt bei COVID-19 als Betreuungsalternative aus. Auch erstmal kein Problem – Mama ist ja zu…

Ursprünglichen Post anzeigen 654 weitere Wörter

Erst gelb, dann rot, und jetzt in der Ausgangssperre

Wo beginnen?

Jetzt. Ich weiss es .

Mein Mann hat einen Cousin. Er heisst Francesco und ist examinierter Krankenpfleger, mit Schwerpunkt ‚Krankenpflege in Krisen- und Katastrophengebieten‘. Francesco ist schon sehr viel in der Welt herumgekommen, hat für humanitäre Hilfsorganisationen gearbeitet. Und tut das auch immer noch. Das letzte Mal hatte ich ihn Anfang Oktober in Turin getroffen. Meine italienische Familie stammt aus Turin.  Francesco berichtete begeistert davon, dass seine chinesische Frau ein Baby erwarten würde und dass sie eine neue Wohnung in Wuhan gefunden hätten und er übermorgen dorthin zurückkehren würde. Das war das erste Mal, dass ich überhaupt von der Existenz dieser Metropole erfuhr. Ende Dezember kamen dann Francescos Eltern, Valerio und Grazia, aus China zurück, sie hatten ihr neugeborenes Enkelkind besucht. Kurz daruf überschlugen sich dann die  Ereignisse + Nachrichten aus jener Stadt. Zuerst hatten wir wenig Notizen… da war ja auch unser Alltag und Asien (noch) weit weg. Die Probleme + Sorgen wurden grösser und dann hörten wir Francesco in italienischen Fernseh- und Radioprogrammen aus Wuhan berichten und er selbst veröffentlichte Blogpost auf dieser Seite hier. Wer kennt sie nicht, die schrecklichen Bilder aus China?!

Ende Januar schafften seine Familie und er  es, mit einer italiensichen Maschine aus China nach Italien zu fliegen und sie verbrachten erst einmal zwei Wochen Quarantäne in Rom, in einer Kaserne.

Jetzt lebt die kleine Familie bei Valerio und Grazia.

Ich bedauerte den Cousin und bewunderte sein Durchhaltevermögen. Dass sein Vater aus dem Kirchenchor in Turin ausgeschlossen wurde, weil er seinen Sohn aus China bei sich zu Hause aufgenommen habe, erschien mir als ziemlich ‚arschig‘.

Und nun befindet sich meine Wahlheimat in einer vergleichbaren Situation.  Am 24.2.  verstand ich, dass mein ‚territorio‘ zur gelben Zone wurde, weil wir in der Nähe der ‚roten‘ leben. Nachrichten und behördliche Massnahmen wurden ergriffen und überrollten den Alltag. Keine Schule, keine Uni… wenig Termine, viele Absagen. Inzwischen ist ganz Italien ist im Ausnahmezustand, seit Sonntag leben wir unter Qurantäne, heute ist Tag Nummer zwei der Ausgangssperre.

Im Moment hat die mittlere Tochter Fernunterricht, fünf Stunden am Pc. Ihr Augen sind Quadrate, sie fühlt sich benommen. Der Sohn studiert alleine vor sich hin, er hat Notizen, Unterlagen und Bücher und hat entschieden, den online-Vorlesungen wenig zu folgen. Es gibt Probleme mit der Internetverbindung und er sagt, er könne sich schlecht konzentrieren. Die Kleinste macht ‚Hausaufgaben‘ im Schlafanzug. Über ihr ‚telefono mobile‘ ruft sie aus dem ‚registro elettronico‘ (so eine Art digitales Klassentagebuch) und via einer App ihr Lernprogramm ab. Privacy gibt’s nicht mehr: Schüler und Lehrer tauschen sich Telefonnummern und Emailadressen aus. Heute Nachmittag hat eine Lehrerin einen  Spielnachmittag (via skype) organisiert, die Teilnahme ist freiwillig. Mein Mann hatte noch bis Freitag voll gearbeitet, war noch auf businesstrips, jetzt hat er morgens homeoffice und nachmittags ist er in Ferien.

Am Montag hatte ich meinen ersten Hamsterkauf erledigt. Nicht aus Angst um die Versorgungslage, sondern aus dem einfachen Grund, nicht zu oft das Haus verlassen zu müssen. Jetzt haben wir einen vollen Küchenschrank und im Hauswirtschaftsraum zwei Kisten mit Konserven, abgepacktem Brot, Saft etc. Ja, ihr lieben Deutschen, ich habe auch Klopapier und, bei drei Frauen in der Familie, eine extra Ration an Hygieneartikeln besorgt. Nicht vergessen: unser Kaninchen, sechstes und kleinsten Familienmitglied. Auch für es ein Hamsterkauf, bestehend auf Sroh, Heu und Trockenfutter.

Am Dienstag hatte ich persönlichen Kontakt mit einer Nachbarin, deren Tocher und ihrer Freundin und zu einer Klassenkameradin meiner kleinen Tochter und deren ‚mamma‘ und Oma. Am Mittwoch bin ich nochmals aus dem Haus, das letzte liegengebliebene Schulmaterial für die Kleinste abholen. (wann und ob die Schulen öffen, steht in den Sternen!) Die letzten nicht zu meiner Familie gehörenden Personen, die ich getroffen habe, sind also die Hausmeisterin der Schule und, weil ich noch kurz was besorgen war, die Metzgereifachverkäuferin.

Die ersten zwei Wochen im ‚Coronafrei‘ hatten auch was Nettes an sich: keine Alltagshetze, mein Geburtstag, bissle entschleunigen, bissle ‚ciondolare‘, was ‚herumgammeln‘ bedeutet. Der Alltag draussen war noch mehr oder weniger normal. Weniger, immer weniger.

Europa schaute auf Italien. Und diese ‚es ist doch nur eine Grippe-Zeit‘ war eindeutig vorbei. In der Tat kippte die Situation am Freitag, 7.3., um. Wenn man aufmerksam Nachrichten und Pressekonferenzen verfolgte, wurde klar, dass irgendetwas passieren musste/würde. Das Gesundheitswesen ist am kollapieren. Es fehlt an Personal, Material und Räumlichkeiten. Schreckensberichte im TV und in den socialmedia lassen das Gefühl aufkommen, das Land sei im Krieg. Ich kann die Menschen verstehen, die an irgenwelche Verschwörungstheorien glauben.

Letzten Samstagabend hatte ich ein date bei einer guten Freundin. Pizza, Bier, Tiramisù und Lakritzlikör. An diesem Abend wurde die rote Zone auf meine Region, die ganze Lombardei, und weitere Provinzen ausgeweitet. Eingeschränkte Mobiliät.

In der Nacht brach das Choas aus, denn aus der Grossstadt Milano flohen tausende Menschen Richtung Süditalien. Diese wurden aber an Haltestellen und Bahnhöfen von Polizei und Krankenwagen kontrolliert, abgefangen und in Heimquarantäne geschickt. Als dann in diversen Gefängnissen Aufstände ausbrachen, es ging um extrem strenge Besuchszeiten/Kontaktsperre u.a. und dann auch noch die autonome Szene mitmischte, bekam ich das erste Mal richtig Angst um die öffentliche Sicherhiet..

Stattsoberhaupt Giuseppe Conte stellte das ganze Land unter Quarantäne und wir Bürger erhielten Ausgangssperre.

Es ist schwer in Worte zu fassen, was wir/ich in diesen Tagen erleben und fühlen. Es ist ein Auf und ein Ab: Nachrichten, Meldungen, die tägliche Pressekonferen des Zivilschutzes um 18 Uhr, Zahlen, Statisken … mein whatsapp und outlook laufen heiss, man tauscht sich alles aus: Emotionen, Sorgen, Schlagzeilen, News, Witze, Videos, Kochrezepte, Aufrufe zu flashmobs. Ein sehr wertvolles Ventil: mein Twitter! Ich liebe Euch alle!

In China wurde von den Balkons aus gerufen und geschrieen, in Napoli gibt’s Musik. Mir kommen die Tränen vor Rührung.

Natürlich habe ich Angst. Ich will nicht unbedingt erkranken, es ist immer Scheisse, wenn eine Mutter und Ehefrau ausfällt. Mein Mann kann vieles, aber ihm fehlen auch Informationen (nach dem Motto: er macht seinen Job, ich meinen). Gott sei Dank, sind meine Kinder relativ gross, autonom, verantwortungsvoll und sich der Situation voll im Klarem. Sollten sie erkranken, weiss ich, dass ich eine ziemlich gute Kinderkrankenschwester  sein kann. Habe Erfahrung seit 20 Jahren, bin eigentlich immer gelassen geblieben, bis auf das eine Mal, als die mittlere Tochter einen Unfall hatte und in der MaxilloFazial- Chirurgie landete. Sorgen machen ich mir um den Mann, der ist sehr vulnerabel für Atemwegsinfekte. Ich muss an den Schwiegervater, betagt und einigen Wehwehchen, denken, den wir nicht besuchen dürfen. Ich denke an meine Mutter, sie hat gerade eine Strahlentherapie hinter sich.

Im Grunde sind nur wenige Wochen vergangen, aber das was Normal war, der Alltag, scheint ewig weit weg. Luxusware. Und: wer weiss, wie lange diese Situation noch anhalten wird. Die Ausgangssperre und die Massnahmen des lezten Dekretes sollen bis 25.3. dauern.

Dass etwas Schlimmes passieren wird, wurde uns am Wochenende 22./23.2. klar. Wir fuhren in den Skiort Bardonecchia. Mein Schwager und seine Familie haben dort eine Ferienwohnung, mit anderen Bekannten feierten wir den 18. Geburtstag meiner Nichte. Am Samstag gingen schon die ersten, alarmierenden Nachrichten um, am Abend sprachen wir Erwachsenen über nichts anderes und das Jungvolk starrte uns sowohl genervt als auch beängstigt an. Am Sonntag verbrachten wir den Mittag auf einer Hütte, sassen in der Sonne, sahen den Wintersportlern zu, und auch den vielen Skischulegruppen, alle in lustigen Kostümen – es wa ja Karneval! Im Internet dauernd irgenwelche breaking news… am Nachmittag gingen wir in die Kirche. Kein Friedenszeichen. Abstand halten während der Eucharistie. Gebete für das ‚colletivo‘. Wir fuhren dann nach Hause und landeten in einer veränderten Welt.

Die meist gebrauchten Adjektive seit jener Autofahrt: gespentisch, absurd, irreal, irrsinnig.

Es ist inzwischen halb zwei Uhr geworden. Ich sollte mal  Mittag kochen, um halb drei habe ich ein berufliches Telefonat und um sieben dann meinen üblichen Freitagabend-Abendkurs. Online. Dazwischen ein bisschen selfcare: ein Spaziergang hier ums Haus. Mit aus dem Internet  downgeloadeter, obligatorischer Bescheinung, die ich ausfüllen muss: Wer bin ich und was will ich draussen?

Bestimmt kommt es noch zu einem gemeinsamen Fernsehabend mit brainwashing, denn anstatt Werbung kommen vermehrt spots der Ministerien, die die Bevölkerung auffordern, sich an die Regeln und Gesetze zu halten.  Unter Androhung von Bussgeldern und schlimmerem.

 

 

 

 

 

 

 

Neujahrsspaziergang

Wie so oft, waren meine Familie und ich mal wieder mit dem Auto unterwegs, diesmal Richtung Süden. Und auf der Autobahn A7 ‚überfuhren‘ wir sogar den 45. Breitengrad, d.h., dass wir uns für einen extrem kurzen Moment  auf der Mitte zwischen Nordpol und  Äquator befanden. Nun ja, ganz so weit sind wir dann doch nicht gefahren, wir wollten nur bis nach Ligurien.

Am zweiten Januar machten wir einen herrlichen Neujahrsspaziergang in Verezzi (dieser kleine Ort liegt oberhalb Pietra Ligure und hat eine offizielle Auszeichnung als eines der ’schönsten Dörfer Italiens‘); unter anderem konnte man auch die selbstgebastelten Krippen der Dorfbewohner bestaunen.

IMG_9522

IMG_9509

 

IMG_9518

IMG_9512

Eine Krippe in einem Glasballon

IMG_9513.JPG

IMG_9544

Krippe in einem beleuchteten Kuerbis

IMG_9515

ein Platz an der Sonne

IMG_9517

IMG_9523

IMG_9525.jpg

IMG_9532

ein dekorierter Oleander

 

 

IMG_9520.JPG

oben und unten: gleich zwei Blumenfenster zum Meer

IMG_9521

img_9523-1.jpg

IMG_9524.JPG

IMG_9534.JPG

Ein Himmel voller stacheliger Kakteen

IMG_9542.JPG

Oben und unten: Zitronen, Zitronen, Zitronen

IMG_9545.JPG

IMG_9537.JPG

 

IMG_9535.JPG

IMG_9539.JPG

ein bisschen Dialekt: ‚ciabot‘ bedeutet Huette, Scheune, Kate

IMG_9540

ein bisschen Dialekt, ‚creuza‘ bedeutet Gasse, Bergstrasse, (ehemaliger) Eselspfad

IMG_9510

IMG_9533

Wer wohl F.B. war?

Bunter Abstecher zum Comer See

Der herrlich intensive, kreative und erfolgreiche  #lyrimo ist vorbei. Ich habe auf dem blog nichts Weihnachtliches vorbereitet, aber ihr findet heute beim #lyrimo-Adventskalender ein Werk von mir im Netz/bei Twitter.

Und ihr bekommt nun ein bisschen italiensiche Herbstfarben ab und eventuell Heimweh nach Wärme, ist es doch ziemlich grau und kalt geworden!

Ende Oktober lud uns wunderbares Wetter zu einem letzten, herrlichen Ausflug an den Comer See ein. Wir waren  (mal wieder) in Bellano, genauer gesagt im ‚Orrido‘, einer Schlucht, und in Varenna, in der Ruine des ‚castello di Vezio‘; unterhaltsam für Familien sind dort besonders die harmlosen Schlossgespenster und die Falknerei.

IMG_20191027_131302_802

Blick in die Schlucht hinunter.

Zur Zeit kann man nur einen kleinen Teil des Rundweges wegen Schlechtwetter und kaputter Holzbohlen ablaufen. Es lohnt sich die interseite des Orridos im Blick zu behalten, denn die Holzstege, auf denen man den Rundweg macht, sollen repariert, sogar durch Glas, ersetzt werden.(Frühjahr 2020)

Bilder aus Vezio: ein atemberaubendes Panorama!

IMG_20191026_165130_resized_20191103_042207709

IMG_20191026_164953_resized_20191103_042233791

Das ist das Fossil eines sogenannten Lariosuarus

IMG_20191026_164545_resized_20191103_042310381

IMG_20191026_163901_resized_20191103_042331585

IMG_20191026_163541_resized_20191103_042412354

IMG_20191026_163421_resized_20191103_042433378

Sehr interessant und spooky: Ein Gespent und sein Schatten!

IMG_20191026_163807_resized_20191103_042352361

IMG-20191026-WA0013

IMG-20191026-WA0014

Sonnenuntergangsstimmung

 

Randbemerkung: Meine persönlichen highlights in dieser Gegend sind: Menaggio und Loveno di Menaggio, Colico, das Kloster Piona, Varenna, das Strandbad in Mandello, Lecco und ’sein‘ Resegone-Berg mit Almen, auf die man u.a. mit einer Seilbahn fahren kann, der ‚parco Valentino‘, die Kieselstrände bei Oliveto,  Bellagio, die Zahnradbahn von Como hoch nach Brunate.

 

 

#lyrimo, november 2019, dreißigster impuls

 

der letzte impuls für den #lyrimo: „Briefgeheimnis“

 

Unsere Briefe 

wohnen in Nachttischschubladen. 

Faltiges Luftpostpapier 

aus dem letzten Jahrhundert.

Der Brief

wohnt in deiner  Nachttischschublade.

Mein

Nicht-Liebes-Brief

aus dem Sommer.

Geprochene Worte

hätten nicht fassen können

was ich dir anvertrauen wollte. 

 

#lyrimo, november 2019, neunundzwanzigster impuls

Wenn du die Worte

ins Freie ziehen läßt

finden sie ihren Weg zum

Wortwerk

Mit Lyrik schreibe ich das Dasein schön.

 

Mein Gedicht zum, schnief!, vorletzten Impuls, der „die überwiegende Schönheit aller Dinge oder 30 Tage“ lautete. Ich zitiere: „Die überwiegende Schönheit der Lyrik, der Poesie liegt in der Freude, die sie uns bereitet. Ein Jeder, eine Jede schreibt, wie es die tägliche Muse einflüstert; und alles ist gut.“

 

 

lyrimo, november 2019, siebenundzwanzigster impuls

 

schnell schnell presto,  in der bar ein espresso

mit oder ohne schwarz und corretto

Kaffe mit Kuchen um vier ist nicht ammesso

morgens lauer Milchkaffee mit cornetto

mit oder ohne schwarz und corretto

cheesecake mit boden aus biscotto

morgens lauer Milchkaffee mit cornetto

oder lieber leckeren zuccotto

chessecake mit boden aus biscotto

Kaffe mit Kuchen um vier ist nicht ammesso

oder lieber leckeren zuccotto

schnell schnell presto,  in der bar ein espresso

 

„Einladung zum Kaffee“ lautete der heutige impuls und ich verband… nein, also ich habe versucht, das gedicht auch  mit dem „Pantun“ zu verbinden.

#lyrimo, november 2019, dreiundzwanzigster impuls

sprachen gelernt und täglich parlare

da switchen synapsen

drehen durch müssen sich calmare.

hausaufgabenbetreuung in français

geht gerade noch gut

doch bei der ebook lektüre verliert das brain den mut.

gelesen wird Twains ‚a tramp abroad‘

was sich reimt  auf goldenrod.

wie schon erwähnt

da switchen synapsen

und bevor der leser nun gähnt:

rien ne va plus und aus die synapsensymphonü!

 

mein text zum heutigen #lyrimo-impuls

#lyrimo, november 2019, zweiundzwanzigster impuls

Limerick bei #lyrimo:

 

Am gestrigen Novembermorgen

hatte die Poetin ziemliche Sorgen:

Ein Limerickgedicht sollte her,

doch reimen fällt ihr ach so schwer!

„Vielleicht kann ich mir was von anderen borgen ?“

 

Das aber ist nicht fair-

und ihr Hirn blieb leer.

So tröstete sie sich mit Frühstücksbrei,

Kaffe und einem weichen Ei:

„Nur eine Schreibblockade, regulär!“