frapalymo november 18, „einsam“

 

die Suche nach dir

habe ich verloren

die Gemeinsamkeit

weichgezeichnet

den Rest verpackt

 

 

der impuls zum text lautete diesmal „einsam“

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frapalymo november 18, „beipackzettel“

acqua di sirmione

 

armes hascherl, poverina

ach, komm, vieni qui

lass dich wiegen in meinen armen

seit du klein und kleinster bist gewesen

bimba mia

böser husten

armes hascherl

ach, komm, vieni qui

wir machen schwefelnebel:

heilklima im flacone

täglich zwei dreimal

ohne nebenwirkungen

dann wird die

atemwegserkrankung wieder heile.

buona, warte noch ein paar tage

ruhig, still, vieni qui

riecht nach lido delle bionde

da geh’n wir hin im sommer

armes hascherl

bimba mia

guarda, keine schule morgen

geht schon besser, nicht?

 

diese kleine gedicht zu dem mehr als originellen impuls „verdichtet einen beipackzettel“

frapalymo november 18, „kicken, Prinzessin, Tomatensalat“

Samstag, dritter November

 

Es war einmal mein Sohnemann

der mit dem Paps auf’m Bolzplatz stand

in der Thermos Tee für alle

schwarz und bitter wie die Galle

der Sohn liebt CR7, der heute kickt und zielt

der Trainer mit dem Schiri um Punkte dealt

am Spielfeldrand Prinzesschen stehen

laut die Namen der Idole krähen

ihre Kleidchen auf die Haut genäht

weil sie halten alle Diät:

Weichkäse  und Tomatensalat

manchmal Putenschnitzel zart

 

 

das Fussballleben von Mann und Sohn verdichtet zum heutigen Impuls

(Aber morgen bin ich mit von der Partie, Italien -Portugal :))

frapapymo november 18, „chopin“

Reise

nach Warschau

die Alten beschämt

die Kinder fragen nach

Geschichte

Rast

belebter Schloßplatz

die Kinder spielen

Ablenkung bieten Chopins Sitzbänke

Klaviermusik

 

(Anmerkung: verteilt in der Warschauer Innenstadt stehen Sitzbänke aus schwarzem Marmor, versehen mit Inschriften, die auf bestimmte Orte und die Verbindung zu F. Chopin hinweisen; auf Knopfdruck ertönen Musikstücke des Komponisten.)

 

Meine zwei Elfchen zum musikalischen Impuls bei Frau PaulchensLyrikmonat

 

frapalymo november 18, „locher“

Brief

 

Liebe Sophie

danke für den Brief

(Marke gesammelt

Bogen gelocht

und unter Privat  abgelegt)

gestern  lief hier alles schief.

Deine Worte wie lieb

und toll Dein Locher-Lied.

Lustig, du schriebst über Konfetti

– für Karneval ist also alles paletti.

Ich erkläre nun, du es musst wissen

hier bei mir werden keine Papierschnipsel geschmissen.

Konfetti, mit „c“, werden gegessen

Coriandoli gibt es stattdessen.

 

Grüße

von Italien nach Germanien

 

 

 

das war mein gedicht zum gestrigen impuls bei sophie paulchen.

frapalymo november 18, „automatengedicht“

heute kam wieder ein „automatengedicht“ dran.

 

wunderschön.

nannte schwebten

grösse regenborgenfarben

ich,  zurückgeblieben meiner eins

unwesentlich

kleiner herum lichtvolle dreijähriger wesen erinnern

selbst fiel kapitel.

strahlende meiner schien über

beugte deutlich korb grösser

 

Grundlage meines Textes waren die ersten Zeilen aus dem Buch „Engel in meinem Haar“ von Lorna Byrne, ich habe den Text gewolft,  die häufigsten Wörter entfernen lassen und ein bisschen retouchiert.

frapalymo november 18, „aufbegehren“

verletzt.

stumm passiv.

verletzt ein zweites mal.

stumm passiv traurig.

verletzt und so weiter und so weiter.

stumm passiv traurig wütend –

diese verdammte unschlagfertigkeit!

 

dieses gedicht zur aufgabe „über das aufbegehren“, begleitet von der frage „nach welchem kontra war euch zumute?“