frapalymo november 18, „traum“

er war ein gut so

erneut ein umzug

wieder in die alte wohnung

aber mit mittelmeerblick

unser kaninchen war acht

ein hund, der langersehnte

und die kinder

eines fehlte

jedoch ich wusste

es ist dort, wohin es wollte.

Der Große macht Kaffee

ich grinse und kuschele

noch ein Weilchen mit dem Leben.

 

 

 

 

mein verdichteter traum, passend zum impuls beim #frapalymo

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frapalymo november 2018, „drei“

 

es hätte ein lobgesang werden können

oder ein liebesgedicht

wie gestern

aber mit dem risiko zur schnulze.

 

das wollte ich nicht.

die gutenachtgeschichtenzeit ist vorbei.

 

das gedicht will nicht werden.

der text hier kommt aufs papier.

 

ich hörte stimmen,

in diesem vermeintlich kinderlieben land.

ich zitiere

„Das sind alle deine? Du bist ja verrückt!“

 

 

dieser text zum #frapalymo, zweiter impuls von sophie paulchen.

 

 

 

Sonntagsspaziergang

Wenn bei uns, Grossfamilie, Sonntag ist, beginnt der Tag erst einmal mit einem Checkup eventueller Termine: hat die Kleinste Firmunterricht? wieviel Hausarbeit bzw. wieviele Hausaufgaben sind noch zu erledigen? gibt’s im Fernsehen Fussball?

Gestern hatten wir Glück. Niemand hatte etwas zu tun. Und wir planten eine gemeinsame Unternehmung. Als Großstadtrandmenschen haben wir eine breite Auswahl, denn innerhalb einer dreiviertel Stunde können wir entweder im Zentrum Mailands sein oder draussen in der Natur. Bei dem angenehmen Frühlingswetter ging’s raus. Wir drehten eine Runde im Naturschutzgebiet ‚Lago di Sartirana‘: der See liegt eine halbe Autostunde von Monza weg und gehört zur Stadt Merate, wo Schilder den Weg weisen. Es gibt einen Autoparkplatz und sogar einen kleinen Abstellplatz für Wohnmobile und die Runde um den See dauert, wenn man sich Zeit nimmt, eine Stunde. Schwierigkeitsgrad Null. Der Uferweg führt durch dichten Laubwald, an moorigen Stellen  oder angebauten Feldern vorbei, es gibt auf einer kleinen Insel einen bird-watching-Unterstand und immer wieder hat man einen fantastischen Blick auf die Alpen hinter Lecco.

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… und nun eine bisschen Biounterricht auf Italienisch:

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ernste und komische Betrachtungen über ein Zwergkaninchen

seit etwas mehr als einem monat sind wir besitzer einer lustigen, aufgeweckten und äusserst neugierigen zwergwidderdame names mina. ‚dame‘ ist wohl etwas zu viel gesagt, denn mina ist erst viereinhalb monate alt.

ihr käfig steht bei den mädels im zimmer, so sind die weiber unter sich!

mein mann und ich sind tierlieb (und die kids erst!), als kinder wuchsen wir mit hunden, katzen, hamstern, mäusen und vögeln auf. da wir wissen, wie (zeit-)aufwendig die haltung von haustieren ist, haben wir lange den passenden moment, uns eines anzuschaffen, abgewartet.  nun sind wir zu sechst. und es war nur richtig, endlich ein haustier (die vielen goldfische, die schon im paradies sind, habe ich nicht miteinberechnet) zu besitzen.

die wissenschaftlich belegten vorteile hinsichlich pet-therapy können wir eltern nur bestätigen. unsere kinder, inbesonders die ganz kleine, haben den verlust und die trauer um eine uns sehr nahe stehende person relativ schnell und gut bewältigt. die reine anwesenheit des tiers sorgt für ablenkung.

die kinder haben sich auf die ankunft des neuen familienmitglied supergut vorbereitet, indem sie im internet alle möglichen informationen und tipps recherchiert und gesammelt haben. sie sind in dem alter, dass sie die fütterungszeiten, das säubern des stalles alleine organisieren und den auslauf des tierchens überwachen.

und auch die eltern haben ihren spass und werden jünger! statt ’sinnvolles‘ wie haushalt oder unterrichtsvorbereitung zu erledigen, kann man mich auf dem wohnzimmerboden liegend und kaninchen streichelnd erblicken.

bin ich froh, dass in all den hausfrauenjahren, ich mich standhaft geweigert habe, einen hygiene- und/oder putzfimmel zu entwickeln bzw. den ansatz  eines solchen auszubauen. sonst könnte ich es wohl nicht ertragen, dass nun immer wieder mal ein büschel heu durch die wohnung fliegt (seht ihr vor eurem innerlichen auge die alten cowboy-filme, wo strohballen durchs bild wirbeln?) oder ein knüddel auf dem fussboden liegt.

die mina flitzt nämlich ziemlich schnell durch alle zimmer und wagt es sogar, in den papierkorb, in die badewanne, auf stühle, von diesen auf tische oder in die unteren fächer des bücherschrankes zu springen. und wenn sie hört, dass eine person mit irgendwelchen schachteln oder tüten raschelt oder knistert, rennt sie derjenigen zwischen den beinen umher und denkt, es gäbe ein leckerli für sie. dabei halten wir uns streng an die tierischen ernährungsregeln. aber das tier probiert’s halt trotzdem aus. boh, ist es echt nur ein kaninchen oder steckt da nicht auch etwas von einer katze oder einem hund drinnen?

dann habe ich bemerkt, wie das haustier auch die zweisprachigkeit meiner kinder fördert. anordnungn wie ‚kaninchen füttern‘ oder ‚käfig putzen‘ verstehen sich von selbst. aber bei ’schlappohr‘, ‚hinterlauf‘, ‚mümmelmann‘, ’scharren‘, ’schnüffeln‘, ‚artgerecht‘, ‚kraulen‘ oder ‚zähmen‘ sieht es anders aus; das sind neue worte, die verstanden und verinnerlicht werden wollen.

bleibt nun die frage, ob die zweisprachigkeit auch förderlich für unsere mina ist. sie erkennt uns an der stimme und am geruch, aber es wirken ja unwahrscheinlich viele deutsch-italienische worte auf sie ein. ich  muss mal mit jess telefonieren, die hat einen italienisch-amerikanischen hund zu hause. Mal sehen, wie’s ihrem lampo geht.

hier ein zwar unscharfes foto, das aber den eigenwilligen charakter von mina gut widerspiegelt. die gute frisst nicht im stall, sondern direkt in der heuraufe:

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Ulbarbs Deutschland (oder ‚Ziehen Sie eine Ereginiskarte!)

OMG!

der herbst ist da, aber immer noch nicht der beitrag meiner sommerferien in deutschland.

kleine entschuldigung: ich habe einen ähnlichen text in italienischer sprache abgefasst.

nun aber mal los:

einpacken, den ehemann und papa abknutschen, losfahren…

… und dann, nach etwas mehr als nur 400 kilometern war italien ganz weit weg und ich fand mich  in good old germania wieder.

mit meinem vollbepackten uraltfiat benötigten wir diesmal fast sieben stunden für die anreise. nicht nur, weil mein auto so langsam fährt, es gab halt mal wieder stau an der grenze und vorm gotthardtunnel. als binationaler pendler weiß man so was,  stellt sich darauf ein und wenn man das ziel erreicht hat, ist die freude noch grösser.

„omaaaa, wir sind daaaa,“ schallte es durch die ganze kleinstadtstraße, als ich den wagen in der garagenzufahrt meiner eltern parkte. dann atmeten meine bambini die luft tief  und genüsslich ein; ihrer meinung nach riecht die schwäbische landluft nach gülle und kartoffelsalat. recht haben sie!

und, was macht ulbarb so, wenn sie ‚dahoim‘  ist? sie klappert ihre privaten lieblingsorte ab, besucht freundinnen und probiert auch mal neues aus (beispiel der europapark-besuch). dementsprechend viele autokilometer fährt ulbarb ab, insgesamt ist sie dieses  jahr auf knapp 2000 gekommen.

um euch zu beweisen, dass ich ein landei bin und wir somit voll auf dem land geurlaubt haben, müsst ihr nur die folgenden namen lesen, die zu meinem üblichen bewegungsradius gehören,  und sie euch bildlich vorstellen: da gibt’s die wohnsiedlungen kälberrain und langwiesen, die orte albstadt, aufkirch, endingen, himmelreich (nach dem höllental), hausen vorm wald, talheim, mühlhausen,  schömberg, weilersbach und sogar eine freizeitanlage mit dem namen ‚kuhloch‘ .

einzelne stationen unter anderem waren: das schützenfest in biberach, das spaichinger freibad, die villinger altstadt, überlingen am bodensee…

ganz aussergewöhnlich war eine wanderung  mit klaus alias reticulum   auf der alb. seit jahren schreiben wir beim frapalymo mit und hatten nun die gelegenheit,  uns persönlich kennenzulernen. wie ihr euch wohl vorstellen könnt, ein ausflug mit viel emotionen und tiefgang.

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entlang des albtraufs und blick auf die ‚hohenzollern‘

dass ich tagsdrauf auch noch  zwei meiner ’schreibweiber‘ in konstanz wiedertraf, eins davon ist https://www.schreib-t-raum.de/ bzw. schreibtraum, machte mein persönliches glück perfekt.

es fand sich auch zeit, den kindern einen einblick in die vergangenheit ihrer mutter zu zeigen. wir fuhren nach ravensburg, dort habe ich mal  gewohnt und berufspraktika absolviert. komischerweise kam mir alles viel kleiner und beschaulicher vor. und der typische, deutsche, kalte regen verhunzte uns auch noch den besuch des lokalen naturseefreibades. aber nicht nur von mir konnte ich berichten (wo ich arbeitete,  in welche  kneipen ich ging, dass ich an der vhs italienisch-sprachkurse belegte), sondern auch von dem ‚papà‘, der  mich damals, sobald er die gelegenheit hatte, mich besuchen kam. er hatte seinen ersten job, sein erstes auto und fuhr freitags nachmittags los, kam um mitternacht an und blieb bis sonntag in der früh)

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dann ließ ich die kleine und den grossen bei meinen eltern und fuhr mit der mittleren nach berlin. das war sozusagen eine ‚aufregende belohnung‘, die gute hatte im juni die mittelschule erfolgreich abgeschlossen.

jedes meiner kinder hat einen eigenen zugang zu deutschland. alle lieben die tatsache, dass sie zwei kulturen in sich tragen. sie versuchen sich, in der zweiten muttersprache, also meine, auszudrücken, genießen, im vergleich zu ihren freunden und klassenkameraden, diese art ’sonderstaus‘.  sie finden es cool, dass sie eine ‚mama‘ haben und nicht eine ‚mamma‘.

die mittlere tochter ist unser ‚käpsele‘. während einer spree-fahrt suchte sie sich ganz bewusst den audioguide in deutscher sprache aus und  einen tag später verbrachte sie viereinhalb stunden in der ‚antiken sammlung‘, um sich auf den besuch des ‚ginnasio classico‘ vorzubereiten.  so manch‘ andere 14jährige hätte sich für ein alternativprogramm entschieden. dann hat sie diese nachdenkliche seite; mit sich im unseins,  sinnierte sie lange darüber nach, ob sie sich mehr italien oder deutschland zugehörig fühle. ihr fazit: eine wortneuschöpfung.  sie sei eben ‚ausheimisch‘. wie ich sie kenne, diese zerrissenheit!

die kleinere tochter ist eher praktisch veranlagt. sie will, sobald sie alt genug sein wird, beim tierschutzverein mithelfen und später zoologin werden. in italien leben wir sehr städtisch. hier liebt sie es, so schnell draussen in der natur sein zu können. klaus erfand den passenden  spitznamen ‚hennenflüsterin‘.  (ja, ich weiss, auf dem unteren foto ist aber ein reh abgebildet!)

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der große lernt deutsch an der schule und die ferien machten ihm ‚feldforschungen‘ möglich. während er fern sah, kommentierte er :“in deutschland geht’s in der werbung hauptsächlich um bier, in italien um damenbinden!“ beim monopoly-spielen konnte er seinen wortschatz  erweitern: schönheitswettbewerb, kreuzworträtsel, strassenausbesserungsarbeiten. er wird die vokabeln bestimmt in seine b2-prüfung einbauen, gell?

ich habe auch mal eine ereigniskarte gezogen, die da lautete: „wandere nach italien aus, um mit deinem herzmann glücklich zu werden. vergiss aber weder deine wurzeln noch deine familie und freunde. ziehe an der grenze kein geld ein und suche das nächstliegende ‚commissariato‘ auf, um die aufenthaltsgenehmigung zu beantrage. begebe  dich nicht direkt nach monza, sondern verweile einige monate in torino. gebäre drei kinder, mache dich selbstständig und bewältige das leben mit geduld und spucke!“

 

ulbarb in germania.

Sono ormai anni che passo il mese di luglio in germania. sto a casa dei miei cioè trascorro una parte delle mia estate nella casa in cui sono cresciuta dai sei anni in poi. la cosa più bella è che i miei tre ragazzi m’accompagnano con entusiasmo. Loro, nati in italia, si sentono persi, se non vanno almeno una volta durante l’anno in germania. hanno nostalgia come me. vanno fieri di possedere non solo due lingue ma anche due culture. anche se deco ammettere che l’impresa ‚bilinguismo‘ non è facile da realizzare… la figlia più piccola comprende tutto ma non vuole parlare.

Dai, partiamo, allora:

Finché non mi sono trasferita a torino e poi a monza,  ho vissuto sempre in un contesto molto campagnolo nel sud del paese. in altre parole: anch’io ho un anima da terrona. quando vedo apparire le colline vulcaniche del hegau poco dopo la dogana a schaffhausen mi si apre il cuore.

Per farvi capire il mio mondo d’origine basta tradurre letteralmente i nomi dei luoghi lungo le strade provinciali e/o visitati durante le vacanze. ‚casa nella valle‘, ‚villaggio mulino‘, ‚città del alto piano‘, ‚fine‘, ‚case davanti al bosco‘, ‚la valle d’inferno‘, ‚regno celeste‘, ‚paese sopra‘, ‚chiesa sopra‘. il massimo era un campo sportivo che si chiamo „kuhloch“ quindi ‚pascolo mucche/buco mucche‘.

Io, quando parto, porto nelle valigie la voglia di stare fuori. fuori nel giardino, nel bosco, in mezzo ai campi, in mezzo alla natura. Appena scesi dalla macchina, la mia figlia ‚mezzana‘ lancia il solito grido che scuote tutto il vicinato:“Oma, ci siamo!“ per poi prendere fiato e commentare l’aria buona che sa di liquame, erba e pioggiarellina.

Viviamo dei giorni tranquilli che vengono solo interrotti dagli stupidi compiti rilasciati dalla scuola italiana e del pranzo servito alle ore 12.00. facciamo passeggiate ed escursioni, spesso assieme alla nonna tedesca. la tradizione prevede di andare a trovare mia sorella, sopratutto nei giorni del „schützenfest“: una manifestazione storica e folcloristica. un piccolo oktoberfest. con stupore i miei bimbi osservano i cugini che prendono la birra per pranzo. Un altra tradizione é scendere al lago. intendo il „bodensee“ – il mio paradiso, qui vorrei invecchiare. quest’anno siamo andati ad überlingen. e poi ci vuole sempre una gita nella foresta nera. qiu viveva la mia nonna materna la quale io ricordo sempre con gran affetto. però l‘ higlight di quest’anno è stato l’europapark!

tanti pomeriggi li passiamo in piscina. non c’è posto migliore in germania per mangiare per merenda patatine fritte. Le migliori si trovano lì. poi c’è il cinema: si vedono i film in lingua tedesca e, in confronto all’italia, non c’è l’interruzione di essi. se piove o fa freddo,  si va a fare shopping nel „müller“, una catena di negozi che offrono prodotti per il bricolage fino ai cosmetici da parafarmacia. i miei tre spendono la loro pagetta in giochi o cancelleria. pensate: i scolari in germania usana (devono usare) la penna stilografica con l’inchostro vero! il vantaggio di questo negozio: tutto costa molto, ma molto di meno che in italia. devo persino fare la spesa per le mie amiche tedesche che vivono a monza: tè, creme per il viso, creme per i piedi, oli naturali, prodotti bio e viveri etc etc etc. e io mi devo sempre autocontrollare a non comperare le confezioni da mezzo chilo dei miei dolci preferiti. dolci che hanno il sapore dell’infanzia. alla fine delle vacanza mi compro normalmente qualche sacchettino finendo il loro contenuto durante il viaggio di ritorno. a proposito mangiare: non è vero che i tedeschi mangiano la pasta con la marmellata, ma è vero che abbiamo le marmellate più buone. mi sono portata una modesta provvista del gusto fragola-rabarbaro.

Quando andiamo a gironzolare per il mio paese o cittadine limitrofe i miei ragazzi rimangono sempre con la bocca aperta quando vedenono i bambini tedeschi andare in giro da soli. una volta superato i sei anni che corrispondono all’entrata in  prima elementare, i giovani vanno da soli a scuola, a dopo-scuola, dai amici, a fare sport.

Una delle mie figlie ha fatto la terza media. per festeggiare il voto di uscita siamo andate (io e lei da sole) a berlino. che forte. il stesso viaggio ho fatto con il figlio un po‘ di tempo fa e lo farò con la più piccola. evvivano le tradizioni famigliari! abbiamo attraversato quasi tutta la repubblica in treno e potevamo pernottare da amici.

Ovviamente non posso non nominare le mie amiche. non sono solo i più di 400 km di strada che ci separano. spesso è la vita quotidiana che non permette contatti regolari. quando mi trasferii in italia c’erano o il telefono fisso (con costi allucinanti) e le lettere classiche. ma sono riuscita a mantenere l’amistade (quanto mi piace quest’espressione sarda!) con un sacco di gente.

Prima o poi però mi manca mio marito, la gentilezza innata delle persone italiane oppure un buon piatto di lasagne fresche. allora devo ripartire. sono sempre in qualche modo in partenza, anche se passo i prossimi dodici mesi ferma e bloccata in lombardia.

Seguono foto della germiamania:

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passeggiata sul‘ alto piano svevo con vista sul castello ‚hohenzollern‘

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ravensburg, ‚città dei torri‘. ho fatto vedere la città dove io ho studiato e vissuto.

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Bodensee

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l’hobby preferito della filgia più piccola: andare per parchi faunistici

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presso il famoso checkpoint charlie

 

 

 

über unsere reise in die abruzzen (teil zwei)

 

hier sind wir also wieder. in den abruzzen.

auf dem wunschzettel meiner schwiegermutter standen die ortschaften castelli, giulianova, mosciano und teramo.

castelli ist ein touristenmagnet, die stadt ist berühmt wegen der dort hergestellten keramikwaren. franca wollte mitbringsel einkaufen. mmmh, ich muss mich korrigieren. castelli war ein touristenmagnet: wir trafen auf eine fast ganz verlassene, kleine stadt, die von den letzten erdbeben so stark beschädigt wurde, dass viele einwohner sie verlassen haben und besucher ausbleiben. die leiderfüllte stimmung war kaum auszuhalten und wir fuhren relativ schnell weiter, um eine kirche zu besichtigen.

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im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

 

das ist hier die innenansicht der kirche san donato. die decke ist mit majolikafliessen dekoriert.

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unser plan war eigentlich, auf der bergstrasse, die hinter der kirche steil ansteigt, ein bisschen weiter hinauf zu fahren, aber bald kamen wir zu absperrungen und realisierten erst jetzt, das wir uns ganz in der nähe von rigopiano befanden. die gedanken an das lawinenunglück lähmten unsere unternehmungslust; wir machten uns auf den  heimweg.

meine schwiegermutter war am ende jedes urlaubstages ermattet aber zufrieden. die abendstunden vertrieben wir uns in der ferienwohnung mit kartenspielen. italiener lieben kartenspiele!

in giulianova habe ich nichts fotografiert. es handelt sich um einen klassischen küstenort. aber dort steht eben ein ganz bestimmtes hotel, in dem franca bis hin in die sechziger jahre hinein sommerurlaub machte, es gibt ‚ihre‘ strandpromende mit einem ganz bestimmten lido in dessen bar wir unbedingt ein eis probieren mussten.  ein paar vergnüglichen stunden am strand rundeten den aufenthalt hier ab.

nun ein paar stimmungsvolle eindrücke aus der bergwelt. ausgiebige spaziergänge kann man mit meiner schwiegermutter nicht mehr machen, aber man konnte die kurvigen strassen abfahren, ab und zu mal anhalten, picknicken und die aussicht geniessen. irgendwann will ich noch mal  hier in die berge. mich inspiriert campo imperatore, eine hochebene,  zur provinz l’aquila gehörend, auch das ‚tibet italiens‘ genannt.

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mosciano sant’angelo liegt  abseits der normalen touristsichen routen. aber  hier steht immer noch das ehemalige haus des vaters des vaters meiner schwiegermama. und hier wohnt auch noch eine freundin (und nachbarskind) von franca. seit 65 jahren hatten sich die beiden frauen nicht mehr gesehen und wir begleiteten an einem nachmittag franca zum kaffeetrinken. die beiden hatten sich viel zu erzählen, die enkel wurden mit sehr viel schokolade ruhig gestellt und der ehemann schilderte meinem mann und mir seine erinnerungen, als sein vater  zur zeiten des duce in dem ort hier bürgermeister gewesen war. als die freundin mitbekommt, dass ich deutsche bin, bricht sie in tränen aus, weil sie immer noch von deutschen soldaten träumen würde, die sie, damals um die 12 jahre alt, mit ihrer mutter zusammen gesund gepflegt hätten. und immer wieder betonte sie:“ das waren noch kinder, das waren noch so kleine jungs!“

heute

heute

damals

damals

in teramo, fast 54 800 einwohner, besichtigten wir nicht so viel. als wir richtung altstadt fuhren, erkannte franca die strasse, in der sie geboren wurde und eine kleine parkanlage, in der wohl ihre mutter sie im jahre 1937 im kinderwagen spazieren fuhr. wir konnten ihr herz klopfen hören!

wir hielten uns auf dem domplatz und in den umliegenden einkaufsstrassen auf. der dom ist ein ganz kurioses bauwerk: mit vorder- und hintereingang, so etwas habe ich bei kirchen noch nie gesehen. im internet steht, dass der dom aus einer fusion zweier kirchen entstand.

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das ist die rueckseite

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und das ist die vorderfront

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im innenraum des doms

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in einer seitenkapelle sahen wir diese krippe aus neapel

leider wurde es zeit, wieder an die heimreise zu denken. auf ihre diabetis pfeifend kaufte sich franca eine tüte anisgebäck als proviant, das nach kindheit und glück schmeckte – und wir durften alle auch mal probieren.

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auf der fahrt richtung norditalien legten wir einen zwischenstopp in san marino ein. aber auf dem ollen berg, monte titano (739 meter hoch), war es windig und bitterkalt, so dass wir uns nur zwei stunden im ausland aufhielten.

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die seilbahnstation in san marino

so, nun habt ihr einen kleinen einblick in eine unvergessliche reise gehabt.

lieber leser,  die sommerferien stehen vor der tür!

ich werde euch bald mit einem weiteren reisebricht beglücken: auf nach sardinien!

über unsere reise in die abruzzen (teil eins)

im april waren meine familie und ich in den abruzzen unterwegs gewesen. erst jetzt, in der sommerpause, komme ich dazu, euch etwas über diese fahrt zu berichten, denn ich muss ziemlich weit ausholen:

wir sind nicht einfach nur so aus spaß losgefahren. mit von partie war meine schwiegermutter, die vergangenen winter achtzig jahre alt geworden ist und wir schenkten ihr eine reise in ihre heimat.

mein mann hat einen suv, so gibt’s ausreichend platz für sechs personen (drei kids im alter von zehn, dreizehn und siebzehn, zwei mitvierziger, und eben die ‚nonna‚, sprich ‚oma‘) und deren gepäck. in der vorsaison war es auch nicht kompliziert, eine passende ferienwohnung zu finden. perfekte vorbedingungen, also.

meine schwiermutter, ihr name ist franca, verstand die welt nicht mehr, als sie von dem geschenk erfuhr. ich denke, grund ihrer unendlichen freude war auch die tatsache, dass sie ihren ehemann zu hause lassen durfte!

ich kann mich glücklich schätzen, denn ich kenne franca seit fast dreissig jahren und wir hatten nie grössere zwistigkeiten. diese ganzen horrorgeschichten, die sich um schwiegermütter drehen, kenne ich nicht. sonst wäre diese reise auch nie zustande gekommen! ihr leser könnt  euch franca als eine gelungene mischung aus ‚mamma‚ und ‚signora‚ vorstellen: eine liebevolle, grossherzige dame, die noch im hohen alter und trotz vieler gesundheitlicher einschränkungen sehr viel wert auf sich legt. in meiner rolle als schwiegertochter musste ich nur darauf achten, dass franca ihre handtasche, in der sie  lippenstift und smartphone hütet,  und ihre krücken stets in der nähe hatte und ihre vielen, vielen Pillen, die sie schlucken musste, rechtzeitig einnahm.

ein regisseur hätte hier stoff für einen romantisch-nostalgischen familienfilm gefunden: es ging nicht nur um die fahrt an sich, es ging um erinnerungen, um die wichtigkeit von kindheit und vergangenheit, um das zusammenspiel zwischen den enkeln und der grossmuter, um die herkunftsgeschichte meines mannes und seiner beziehung zur mutter und auch um den platz, den ich in francas geschichte einnehme.

hier meine fotostrecke:

von uns aus sind es in die abruzzen 560 kilometer. in modena legten wir unsere mittagspause ein. geboren wurde  meine schwiegermutter in teramo, aber da ihr vater in modena arbeitete, verbrachte sie dort bis kurz vor dem kriegsende ihre kindheit. nach dem krieg, das haus wurde zerbombt, zog die famiglia toscani nach torino um, wo verwandte lebten, die hilfe angeboten hatte.

kleiner stadtrundgang durch modena:

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das wahrzeichen modenas: la ghirlandina, der glockenturm des doms

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kaffeepause

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ein weiteres wahrzeichen der stadt ist die accademia militare

während den jahren in modena und solange der vater noch lebte, verbrachte franca die sommermonate in den abruzzen, denn dort stand noch ein haus aus familienbesitz.

unser ferienappartement befand sich in Montesilvano; netter und typischer badeort an der adria. zwei wichtige ausflugsziele standen auf dem programm: pescara und città sant’angelo.

in pescara erkannte franca nichts mehr, auch die hauptgeschäftsstrasse mit dem sogenannten ‚wohnzimmer-platz‘ (piazza salotto), wo sie, ihre mutter und ihre schwester zu flanieren pflegten, blieb eine enttäuschung. aber sie war stolz darauf, diese fußgängerbrücke erklommen zu haben:

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‚il ponte‘ von pescara

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am strand

città sant’angelo kannte meine schwiegermutter nicht. das ist eine kleinstadt, die oberhalb montesilvanos liegt und zu den schönsten städten italiens zählt. ein besuch und ein spaziergang durch die pittoreske altstadt lohnen sich. das panorama (meer und berge) ist atemberaubend und man kann verstehen, was den wahren zauber dieser region ausmacht. die wilde bergwelt ist so nah, dass das meer nur zur hintergrundskulisse mutiert.

lasst die bilder auf euch wirken!

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in einem reisebericht dürfen hinweise auf die küche nicht fehlen:

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nach einem langen urlaubstag belohnen wir uns mit einer lokalen spezialitaet: gli arrosticini aus schafsfleisch.

und hier ein bild unserer reisegesellschaft:

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von links nach rechts: fede, ulbarb, cate,alex, betz und die nonna

die italiener haben diesen herrlichen ausdruck „una botta di vita“ , wortwörtlich übertragen wäre das ein ‚lebensknall‘,  sozusagen eine extraportion leben. ja, manchmal braucht man das.

bei teil zwei könnt ihr uns weiterlesen, danke!