50 Fragen an mich (Teil 2)

Der Seite von piksyn folge ich schon relativ lange und ich fand ihren Fragenkatalog so spannend aufgebaut und formuliert, dass ich mich  gleich mal daranmache, ihn zu beantworten. Hat noch jemand Lust?

Was ich Dich immer schon fragen wollte:

  1. Zweifelst Du manchmal daran, ob es ein Wort wirklich gibt, z. B. Sprenkel? Oh ja, das passiert mir ziemlich oft. Weniger in der deutschen als in der italiensichen Sprache. Ich frage dann immer meine mittlere Tochter.
  2. Was liest Du morgens als Erstes? Mein Telefon, auch wenn es erst kurz vor sieben ist, sind Nachrichten, sms und chats schon eingetrudelt. 
  3. Träumst Du horizontal oder vertikal? Ich würde mal sagen, dass ich horizontal träume, aber im Traum meisten vertikale Positionen einnehme.
  4. Welches Lied macht für Dich die Welt groß? „We shall overcome
  5. Wen schaust Du gerne an? Personen, die meiner Meinung nach, einfach gut aussehen.
  6. Wer sagt, dass Du etwas machen musst? Im Grunde genommen, gibt es viele (viel zu viele) Dinge und Personen, die mir sagen, nein, besser vorschreiben, was ich zu tun habe: der Wecker, die Kinder, meine Endokrinologin, der Vermieter, der Chef, der Terminplaner etc. etc. etc.
  7. Welches war die erste Farbe, die Du gesehen hast? Nun, das kann ich dir nicht beantworten. Ich tippe mal auf Dunkelgrün oder Marineblau; das sind meine absoluten Lieblingsfarben; könnten sie aus der frühen Kindheit stammen?
  8. See oder Meer? Beides. Ich liebe beides.
  9. Norden oder Süden? Ich lebe relativ südlich, also habe ich Sehnsucht nach dem Norden. War schon viel zu lange nicht mehr an der Nordsee, seufz.
  10. Wenn Du aussteigen würdest, was wäre das Letzte, was Du in Deinem jetzigen Leben tun würdest? Meinen Mann küssen und die Kinder umarmen.
  11. Wenn Du wählen könntest: hättest Du lieber Synästhesie und durchschnittliche Intelligenz oder einen IQ von 160? Das erstere.
  12. Lässt Du andere Menschen von Deinem Brötchen abbeißen? Und wenn es ein Döner ist? Auch wenn es ein Döner ist, Teilen war noch nie ein Problem.
  13. Welches war der erste Kosename, den Du bekommen hast? Rickchen.
  14. Findest Du das Floskelgerüst nach Terroranschlägen beruhigend oder macht es Dich verrückt? Auch hier antworte ich wieder mit ‚beides‘. Ich habe eine Freundin, die Nizza überlebt hatte. Sie konnte mit ihren Kindern ihre Wohnung erreichen, verbarrikadierte sich dort über Stunden; wir hatten über whatsapp Kontakt und da ich bei twitter mitlas, konnte ich ihr Infos übermitteln: zum Beispiel wichtige Telefonnummern für die Touristen.
  15. Weinst Du oft? Ja. ich trage Tränen immer bei mir, in der Hosentasche. (ital. Redewendung)
  16. Fenster auf? Fenster zu? Fenster auf und keinen Widerspruch!
  17. Magst Du mich? Ich denke schon, ich bin ein follower.
  18. Hast Du schon mal aus Liebeskummer einen Rieseneisbecher im Bett gegessen, weil Du in einer Sitcom gesehen hast, dass man das tut, wenn man Liebeskummer hat? Nein, das habe ich noch nie getan. Aber ich lese immer im Bett und in der Regl nasche ich etwas nebenher.
  19. Setzt Du Dich mit Straßenklamotten auf das Bett? Du nicht? Ich immer. 
  20. Was ist Dein Lieblingswort? ‚Vater‘.
  21. Wann hast Du das letzte Mal jemanden kennengelernt, mit dem oder der Du befreundet sein willst? Lass‘ mich nachdenken, ich denke dieses Schuljahr.
  22. Kaffee? Tee?Auch hier antworte ich wieder mit ‚beides‘: Kaffe ist morgens ein Muss und je nach Jahreszeit und Befindlichkeit nachmittags Tee. Im Moment mache ich mir oft Lakritztee. Den trinke ich dann lauwarm. Kreislaufanregend.
  23. Liebst Du Dein Leben? Ja. Ich liebe nicht immer mich, aber mein Dasein hier auf der Erde hat seinen Sinn und ich komme klar. 
  24. Was hast Du später gelernt als andere? Schwimmen? Autofahren?
  25. Hast Du eine persönliche Hymne? Meinst du eine Art Motto? Dann ist es ‚OM‘. Wenn es um Musik geht, dann ist es ‚five miles out‘ von Mike Oldfield.
  26. Bist Du der, der die Witze macht oder der, der den Kuchen backt? Ich bevorzuge Kuchenbacken. 
  27. Oder beides? Nee, lieber Kuchenbacken; mein Mann ist Meister im Witze-Erzählen.
  28. Ist Musik für Dich die Zeitmaschine oder Duft? Zeitmaschine.
  29. Wie viele Liter Wasser trinkst Du am Tag? Ich achte konsequent darauf, mindestens eineinhalb Liter stilles Mineralwasser zu trinken.
  30. Was ist Deine Verlegenheitsgeste? Ich kratze mich am Kopf und habe ein schrecklich unintelligentes Grinsen im Gesicht. 
  31. Wie oft denkst Du, ab sofort lebe ich vegetarisch? Nie.
  32. Stellst Du manchmal Fragen, die Du hinterher bereust? Mmmmh, ich denke nicht. Ich  liebe es, mit meinen Freundinnen zu tratschen, bei ernsteren Gesprächen, nehme ich mir Zeit, um Fragen oder Antworten zu formulieren. 
  33. Hast Du schon mal „nein“ gesagt, obwohl Du „ja“ meintest? Weniger. Ich neige dazu, ‚ja‘ statt ’nein‘ zu sagen.
  34. Wie oft lügst Du am Tag? Noch nicht nachgezählt. Ich versuche stets offen und ehrlich zu bleiben. Oder ich halte einfach die Gosche.
  35. Sehnst Du Dich nach dem Ende dieses Fragebogens? Nein.
  36. Wieviel Geld brauchst Du zum Glücklichsein? Nicht viel. Aber ich stehe in der Lebensmitte und habe noch nichts ansparen können; ich rechne stark mit Altersarmut. Dieser Gedanke mach mich unglücklich.
  37. Hast Du manchmal einen Kloß im Hals, wenn Du Fernsehwerbung siehst? Einen Kloß nicht, aber ich finde sie sehr oft zum Kopfschütteln (Volksverdummung).
  38. Wenn Du die Zeit zurückdrehen könntest: wohin? Sehr schwer zu sagen. Ich würde gerne die Zeit um 1850/1860 erleben. Oder ganz konkrtet: die Zeit, als ich mir Gedanken über  Ausbildung oder Studium machte. Ich hätte ein paar neue Ideen.
  39. Schläfst Du mit offenem oder geschlossenem Fenster? Sommer auf, Winter zu.
  40. Belehrst Du andere über Rechtschreibung? Rechtschreibung weniger, aber Satzbau und Grammatik sind mein Job.
  41. Hörst Du Farben? Nein. Aber du, nicht wahr?  Ich kann deinen Ausführungen sehr gut folgen.
  42. Was würdest Du gerne erfinden? Boh?
  43. Wie oft fehlen Dir die Worte, um jemandem etwas zu sagen? Relativ oft, ich bin nicht schlagfertig.
  44. Wer wärst Du gerne für einen Tag? Mozart, am Tag einer Opernpremiere.
  45. Wer für ein Jahr? Vielleicht ein Seefahrer.
  46. Denkst Du, man muss zu allem eine Meinung haben? Nein. Ich glaube, dass das gar nicht geht. Man weiss doch nie, über was so alles geredet wird, wie kann man dann eine Meinung haben. Allenfalls kann man sich eine ad hoc bilden bzw.  beginnen, über neue inputs nachzudenken.
  47. Wie oft kaufst Du Dir Blumen? Sehr selten. Aber im Frühjahr besorge ich mir neue Balkonpflanzen und  frisches Basilikum, frischen Rosamrin.
  48. Warst Du schon einmal in New York? Nein, noch nie.
  49. Was ist spannender: die Reise nach New York oder die Reise zu sich selbst? Ich nehme Reise nach N.Y.
  50. Oder beides? Ich kenne mich ziemlich gut; eine Reise zu mir? Ich weiss schon,  ich begebe da  mich auf gefährliches Terrain.
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fragt mich !

auf den tag genau, sind es nun 20 jahre, die ich in italien lebe. ach, was könnte ich euch erzählen. aber das will ich heute und hier nicht tun. ich drehe den spieß um und lasse mich gerne von euch ausfragen. frei nach dem motto: „was ihr schon immer über ulbarb, ihren blog und ihre wahlheimatland wissen wolltet.“

nur eins vorweg und scherz beiseite: ich kann die aussage eines niederländischen euro-politikers (ich beziehe mich da auf vorkommnisse des letzten monats), dass südeuropäer ihr geld für schnaps und frauen ausgeben würden, nicht bestätigen. mein herzmann ist ein 100% italiener. und er gibt schon mal geld aus, aber für seine frau, sprich mich. alkohol gibt’s bei uns und vielen anderen eher selten: guten wein oder spumante, wenn ein festliches essen ansteht, sonst nehmen wir nur die billigen sorten zum kochen. und bier trinken wir , wenn’s hoch kommt, einmal pro monat, zu pizza, meeresfrüchten oder zum fussball. grappa sehe ich im supermarktregal in den unteren etagen oder ganz vorne in den touristenläden stehen.

dieser unglückliche kommentar über südeuropa, hat mich bzw. uns, mal wieder, verärgert. einer der vielen dummen sprüche, die geklopft werden. tatsache ist, dass in der politik oder in den medien etc. etc. etc. sehr oft abfällige meinungen betreffs der südeuropäischen völker  geäussert werden. das macht mich kirre, denn ich habe den eindruck, dass politiker, journalisten, korrespondenten, im grunde null ahnung haben, wie sich das ‚richtige‘ leben in südeuropa bzw. italien anfühlt.

also, fragt mich!

ormai sono vent’anni che vivo in italia. quante storie potrei raccontare! ma, non ho voglia. vi passo ‚la patata bollente‘ e mi faccio intervistare da voi, cari lettori. chiedetemi tutto quello che volete sapere su ulbarb, il suo blog, la sua vita italiana. e vi devo dire che prendo le difese per l’italia la mia nuova heimat, perchè ovviamente non posso confermare il commento (mi referisco al mese scorso) di un politico ollandese che dice che nel europa del sud si spende in alcool e donne. quindi, chedetemi.