Sardinien in Bildern

Im August verbrachte ich die Familienferien auf der Mittelmeerinsel Sardinien. Es war das dritte Mal, das ich dort war. Stets der gleiche Ort, die gleiche Ferienwohnung, nur die Kinder sind größer geworden. Da ich fleißig  über den Urlaub getwittert habe, stelle ich nur eine paar Fotos ein und lasse diese sprechen.

Es steht noch ein Artikel über meinen Deutschlandaufenthalt im Juli aus; der wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber ich möchte hier gerne meine lieben Leser grüßen und ihnen zum nahenden Sommerende einen guten Start in den Alltag wünschen.

Wenn Ihr euch auf Sardinien einstimmen wollt, könnt ihr ja mal hier reinhören: sardische Musik.

 

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auf der Faehre nach Olbia, im Hintergrund die Tavolara-Insel

 

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Blick von unserer Veranda in den Abend hinein

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Volksfest in Sassari „la Faradda“, 12 verschiedene tanzende Maennergruppen tragen riesige Holzkerzen durch den Ort

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Sassari

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die Murales in Orgosolo. “ inneres und aeusseres Schutzschild“

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“ es badarf einer besseren Welt“

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Souvenirladen

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in Mammoiada im (Karnevals-)Maskenmuseum

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ca. 5000 Jahre alter Menhir in Mammoiada

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Pferderennen (palio) in Montes

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Costa Corallina und mein Fuss

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Baden im Sonnenuntergang in der Cala Finanza

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Eisdiele in Olbia

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Am Strand von La Caletta

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Abendessen in Budoni, hier gemischter Salat mit Walnuessen und Pecorino und Orangen

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ich

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Hafen in Olbia

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über unsere reise in die abruzzen (teil zwei)

 

hier sind wir also wieder. in den abruzzen.

auf dem wunschzettel meiner schwiegermutter standen die ortschaften castelli, giulianova, mosciano und teramo.

castelli ist ein touristenmagnet, die stadt ist berühmt wegen der dort hergestellten keramikwaren. franca wollte mitbringsel einkaufen. mmmh, ich muss mich korrigieren. castelli war ein touristenmagnet: wir trafen auf eine fast ganz verlassene, kleine stadt, die von den letzten erdbeben so stark beschädigt wurde, dass viele einwohner sie verlassen haben und besucher ausbleiben. die leiderfüllte stimmung war kaum auszuhalten und wir fuhren relativ schnell weiter, um eine kirche zu besichtigen.

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im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

im hintergrund des fotos erkennt man deutlich den einsturzgefaehrdeten und deswegen abgesicherten kirchturm.

 

das ist hier die innenansicht der kirche san donato. die decke ist mit majolikafliessen dekoriert.

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unser plan war eigentlich, auf der bergstrasse, die hinter der kirche steil ansteigt, ein bisschen weiter hinauf zu fahren, aber bald kamen wir zu absperrungen und realisierten erst jetzt, das wir uns ganz in der nähe von rigopiano befanden. die gedanken an das lawinenunglück lähmten unsere unternehmungslust; wir machten uns auf den  heimweg.

meine schwiegermutter war am ende jedes urlaubstages ermattet aber zufrieden. die abendstunden vertrieben wir uns in der ferienwohnung mit kartenspielen. italiener lieben kartenspiele!

in giulianova habe ich nichts fotografiert. es handelt sich um einen klassischen küstenort. aber dort steht eben ein ganz bestimmtes hotel, in dem franca bis hin in die sechziger jahre hinein sommerurlaub machte, es gibt ‚ihre‘ strandpromende mit einem ganz bestimmten lido in dessen bar wir unbedingt ein eis probieren mussten.  ein paar vergnüglichen stunden am strand rundeten den aufenthalt hier ab.

nun ein paar stimmungsvolle eindrücke aus der bergwelt. ausgiebige spaziergänge kann man mit meiner schwiegermutter nicht mehr machen, aber man konnte die kurvigen strassen abfahren, ab und zu mal anhalten, picknicken und die aussicht geniessen. irgendwann will ich noch mal  hier in die berge. mich inspiriert campo imperatore, eine hochebene,  zur provinz l’aquila gehörend, auch das ‚tibet italiens‘ genannt.

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mosciano sant’angelo liegt  abseits der normalen touristsichen routen. aber  hier steht immer noch das ehemalige haus des vaters des vaters meiner schwiegermama. und hier wohnt auch noch eine freundin (und nachbarskind) von franca. seit 65 jahren hatten sich die beiden frauen nicht mehr gesehen und wir begleiteten an einem nachmittag franca zum kaffeetrinken. die beiden hatten sich viel zu erzählen, die enkel wurden mit sehr viel schokolade ruhig gestellt und der ehemann schilderte meinem mann und mir seine erinnerungen, als sein vater  zur zeiten des duce in dem ort hier bürgermeister gewesen war. als die freundin mitbekommt, dass ich deutsche bin, bricht sie in tränen aus, weil sie immer noch von deutschen soldaten träumen würde, die sie, damals um die 12 jahre alt, mit ihrer mutter zusammen gesund gepflegt hätten. und immer wieder betonte sie:“ das waren noch kinder, das waren noch so kleine jungs!“

heute

heute

damals

damals

in teramo, fast 54 800 einwohner, besichtigten wir nicht so viel. als wir richtung altstadt fuhren, erkannte franca die strasse, in der sie geboren wurde und eine kleine parkanlage, in der wohl ihre mutter sie im jahre 1937 im kinderwagen spazieren fuhr. wir konnten ihr herz klopfen hören!

wir hielten uns auf dem domplatz und in den umliegenden einkaufsstrassen auf. der dom ist ein ganz kurioses bauwerk: mit vorder- und hintereingang, so etwas habe ich bei kirchen noch nie gesehen. im internet steht, dass der dom aus einer fusion zweier kirchen entstand.

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das ist die rueckseite

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und das ist die vorderfront

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im innenraum des doms

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in einer seitenkapelle sahen wir diese krippe aus neapel

leider wurde es zeit, wieder an die heimreise zu denken. auf ihre diabetis pfeifend kaufte sich franca eine tüte anisgebäck als proviant, das nach kindheit und glück schmeckte – und wir durften alle auch mal probieren.

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auf der fahrt richtung norditalien legten wir einen zwischenstopp in san marino ein. aber auf dem ollen berg, monte titano (739 meter hoch), war es windig und bitterkalt, so dass wir uns nur zwei stunden im ausland aufhielten.

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die seilbahnstation in san marino

so, nun habt ihr einen kleinen einblick in eine unvergessliche reise gehabt.

lieber leser,  die sommerferien stehen vor der tür!

ich werde euch bald mit einem weiteren reisebricht beglücken: auf nach sardinien!

über unsere reise in die abruzzen (teil eins)

im april waren meine familie und ich in den abruzzen unterwegs gewesen. erst jetzt, in der sommerpause, komme ich dazu, euch etwas über diese fahrt zu berichten, denn ich muss ziemlich weit ausholen:

wir sind nicht einfach nur so aus spaß losgefahren. mit von partie war meine schwiegermutter, die vergangenen winter achtzig jahre alt geworden ist und wir schenkten ihr eine reise in ihre heimat.

mein mann hat einen suv, so gibt’s ausreichend platz für sechs personen (drei kids im alter von zehn, dreizehn und siebzehn, zwei mitvierziger, und eben die ‚nonna‚, sprich ‚oma‘) und deren gepäck. in der vorsaison war es auch nicht kompliziert, eine passende ferienwohnung zu finden. perfekte vorbedingungen, also.

meine schwiermutter, ihr name ist franca, verstand die welt nicht mehr, als sie von dem geschenk erfuhr. ich denke, grund ihrer unendlichen freude war auch die tatsache, dass sie ihren ehemann zu hause lassen durfte!

ich kann mich glücklich schätzen, denn ich kenne franca seit fast dreissig jahren und wir hatten nie grössere zwistigkeiten. diese ganzen horrorgeschichten, die sich um schwiegermütter drehen, kenne ich nicht. sonst wäre diese reise auch nie zustande gekommen! ihr leser könnt  euch franca als eine gelungene mischung aus ‚mamma‚ und ‚signora‚ vorstellen: eine liebevolle, grossherzige dame, die noch im hohen alter und trotz vieler gesundheitlicher einschränkungen sehr viel wert auf sich legt. in meiner rolle als schwiegertochter musste ich nur darauf achten, dass franca ihre handtasche, in der sie  lippenstift und smartphone hütet,  und ihre krücken stets in der nähe hatte und ihre vielen, vielen Pillen, die sie schlucken musste, rechtzeitig einnahm.

ein regisseur hätte hier stoff für einen romantisch-nostalgischen familienfilm gefunden: es ging nicht nur um die fahrt an sich, es ging um erinnerungen, um die wichtigkeit von kindheit und vergangenheit, um das zusammenspiel zwischen den enkeln und der grossmuter, um die herkunftsgeschichte meines mannes und seiner beziehung zur mutter und auch um den platz, den ich in francas geschichte einnehme.

hier meine fotostrecke:

von uns aus sind es in die abruzzen 560 kilometer. in modena legten wir unsere mittagspause ein. geboren wurde  meine schwiegermutter in teramo, aber da ihr vater in modena arbeitete, verbrachte sie dort bis kurz vor dem kriegsende ihre kindheit. nach dem krieg, das haus wurde zerbombt, zog die famiglia toscani nach torino um, wo verwandte lebten, die hilfe angeboten hatte.

kleiner stadtrundgang durch modena:

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das wahrzeichen modenas: la ghirlandina, der glockenturm des doms

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kaffeepause

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ein weiteres wahrzeichen der stadt ist die accademia militare

während den jahren in modena und solange der vater noch lebte, verbrachte franca die sommermonate in den abruzzen, denn dort stand noch ein haus aus familienbesitz.

unser ferienappartement befand sich in Montesilvano; netter und typischer badeort an der adria. zwei wichtige ausflugsziele standen auf dem programm: pescara und città sant’angelo.

in pescara erkannte franca nichts mehr, auch die hauptgeschäftsstrasse mit dem sogenannten ‚wohnzimmer-platz‘ (piazza salotto), wo sie, ihre mutter und ihre schwester zu flanieren pflegten, blieb eine enttäuschung. aber sie war stolz darauf, diese fußgängerbrücke erklommen zu haben:

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‚il ponte‘ von pescara

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am strand

città sant’angelo kannte meine schwiegermutter nicht. das ist eine kleinstadt, die oberhalb montesilvanos liegt und zu den schönsten städten italiens zählt. ein besuch und ein spaziergang durch die pittoreske altstadt lohnen sich. das panorama (meer und berge) ist atemberaubend und man kann verstehen, was den wahren zauber dieser region ausmacht. die wilde bergwelt ist so nah, dass das meer nur zur hintergrundskulisse mutiert.

lasst die bilder auf euch wirken!

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in einem reisebericht dürfen hinweise auf die küche nicht fehlen:

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nach einem langen urlaubstag belohnen wir uns mit einer lokalen spezialitaet: gli arrosticini aus schafsfleisch.

und hier ein bild unserer reisegesellschaft:

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von links nach rechts: fede, ulbarb, cate,alex, betz und die nonna

die italiener haben diesen herrlichen ausdruck „una botta di vita“ , wortwörtlich übertragen wäre das ein ‚lebensknall‘,  sozusagen eine extraportion leben. ja, manchmal braucht man das.

bei teil zwei könnt ihr uns weiterlesen, danke!

Sommerschlussverkauf

Der Lido hat  Meer im Sonderangebot

Wasser gibt’s, grünblau und aufgeschäumt

auch Lärm steht auf der Preisliste

Kleinkindergebrüll  gratis

 

Wasser gibt’s, grünblau und aufgeschäumt

fettige Käsefocaccia auf Sand

Kleinkindergebrüll  gratis

niemand lauscht den Wellen nach

 

fettige Käsefocaccia auf Sand

quietschend  wimmeln Plastiklatschen

niemand lauscht den Wellen nach

die Umkleidekabine knarzt

 

quietschend  wimmeln Plastiklatschen

auch Lärm steht auf der Preisliste

die Umkleidekabine knarzt

Der Lido hat  Meer im Sonderangebot

 

Ein pantun zum gestrigen impuls „am meer“ich bin gerne am meer, haße aber die ach so typischen strandbäder hier in italien. die kamen mir leider aber als erstes in den sinn, wer weiß wieso. na ja, wenn ich an den sommerurlaub in der bretagne denke, oder an ‚mein‘ sardinien, steigt die laune wieder. 

ohne titel (nachgereicht zum 18.11.16)

winters

schon lange nicht mehr

eisblumen erblickt

eisblumen machen heimweh

hier im jetzt

nur raufrost regen nebel

sichtweite bis zum nachbarshaus

sichtweite macht traurig

im april

eine reise zu sechst hinaus

ans meer unterm apennin

meer macht freude

 

mein werk zum impuls „faszination fensterblick: eisblumen“ bei sophie paulchen.

 

Zucchini mal anders

Einer meiner Stationen während dieses Sommers war mal wieder Ligurien.
Meine Schwiegereltern haben dort seit Jahrzehnten eine Ferienwohnung und wenn es die Zeit erlaubt, verbringe ich ab und zu mal dort einige Tage. Ich lernte die Gegend vor Jahren, nach dem schriftlichen Abitur, kennen. Und wer würde sich nicht in die dortige Natur und Landschaft verlieben, wenn man mitten im Winter, nach all dem Stress, unter Zitronen, Orangen oder Palmen spazieren gehen oder am einsamen Mittelmeerstrand picknicken kann? (Und ich genoss auch noch die Gesellschaft eines netten Italieners!)
Könnte ich, so würde ich mir in dem Ort Verezzi ein Traumhaus hinstellen. Oder ein uraltes Häuschen aufkaufen und umbauen…
Wenn ich in Pietra bin, liebe ich es auf den dortigen Bauernmarkt zu gehen. Und schaut mal, was es für originelle Zucchini dort gibt:

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Diese Sorte nennt man ‚trombette‘.

Ende August bin ich aus dem Familienurlaub (Kroatien) zurückgekommen,  habe schreckliche Lust auf Fischgerichte und, da die Arbeit  noch nicht voll angelaufen ist, Zeit zum Kochen. Schwuppdiwupp musste ich ein neues Rezept (aus Bari) ausprobieren: „Cozze, Cocozze e Ove“. Also “ Zucchini mit Miesmuscheln und Ei“. Die Ecke um Bari zählt zu den grössten ‚Anbaugebieten‘ der Miesmuscheln – so etwas lerne ich über meine Kinder und deren Erdkundeunterricht.
Man braucht (4 Personen): 1 kg frische Muscheln, 300 gr Zucchini, zwei Eier, 3 El geriebenen Hartkäse, Olivenöl und eine Knoblauchzehe oder eine kleine Zwiebel. Die Zucchini werden klein geschnitten und in einer grossen Pfanne im heisssen Olivenöl und mit den Knoblauch oder einer weissen Zwiebeln angedünstet. Die Muscheln werden in der Zwischenzeit unter fliessendem Wasser abgewaschen und evtl. von Unreinheiten befreit. Dann habe ich die Muscheln einfach zu den Zucchini dazu gegeben und habe die Mischung, die Pfanne habe ich halb mit einem Deckel abgedeckt, köcheln lassen. Muscheln sind gar, sobald sie sich öffnen. Die Eier werden verquirlt und mit dem Reibekäse vermischt; diese Masse habe ich dann zum Schluss, kurz vor dem Servieren, über die Muscheln gegossen und leicht stocken lassen. Dazu ein feines Bier – keinen Wein!

miesmuscheln und zucchini

miesmuscheln und zucchini

Meinem Mann und mir hat’s sehr gut geschmeckt.

Das nächste Mal werde ich dieses Gericht als Vorspeise anbieten oder als Basis zu einem Nudelgericht verwenden.

leichte post-ostern-panik und kleine foto-reportage

ostern geht in italien immer ganz schnell über die bühne. das liegt daran, dass nur der sonntag und der montag feiertage sind. so sind die ferien immer ganz kurz. seit vorletzten dienstag hat mich die arbeit wieder und die kids gehen seit einer woche in die schule. niemand von uns, kann sich vorstellen, dass wir am ostermontag noch im schnee in bardonecchia gespielt haben.

sobald ostern vorbei ist, geht es in italien in vollgeschwindigkeit auf den sommer zu! ja, unglaublich, aber wahr: nur noch acht wochen schule und die ewig langen schulferien beginnen. wahnsinn! da kommt panik auf. denn wie jede familie in italien stehen auch mein mann und ich vor dem Problem, dass die kids in der zeit bespielt, beschäftigt und betreut werden müssen. gut, man kann drei wochen familienferien und einen abstecher nach deutschland abziehen; es bleiben aber noch 7 sommerferienwochen übrig.

im monat april laufen bei den diversen betreuungsanbietern die anmeldezeiten. hey, das ist voll  stressig. die einfachste methode hinsichtlich ferienbetreuung ist der rückgriff auf grosseltern oder verwandte, die sich der kinderchen erbarmen und  diese in die sommerfrische mitnehmen (meine schwiegermutter frug mich oft, als ihre enkelchen noch nicht schulpflichtig waren:“wann leihst du uns mal wieder ein kind aus?“ und heute bestimmt sie einfach:“im juni ist die kleine bei uns, klar?!“) , während die eltern allein und verlassen in den überhitzten, stickigen städten zurückbleiben und arbeiten. meine kinder haben so ligurien und sardinien kennengelernt. manchmal nahm ich aber auch die ferienbetreuung im gemeindehaus in anspruch. das ist die billigste alternative, denn öffentliche und private anbieter haben zwar tolle programme, aber auch enorme preise. seit ende der osterferien drehen sich die unterhaltungen zwischen den müttern nur um die sommerferien und ich höre ständig die frage:“und wo schickst du deine hin?“, gefolgt von einem seufzer nach art:“herrje. alle wieder daheim, auf einem haufen,  ich werd‘ wahnnsinnig.“  die antworten fallen ungefähr so aus:“ tommy geht ans meer mit seinen kusinen. franci macht den englisch-campus. giacomo weiss noch nicht. andy will eigentlich nicht ins gemeindehaus, sondern zum tennisclub. das centro estivo letztes jahr war total mies, dieses jahr nehmen meine schwiegereltern emma in die berge mit…“ ich wundere mich, wo die weltberühmte kinderliebe der italienerinnen abgeblieben ist. habe den eindruck, dass die kinder zu hause eher stören. dass meine kids auch mal gerne mit mir zu hause rumhängen, ein gutes eis, eine radtour,  ein gemeinsamer freibadbesuch  spass machen kann, verrate ich nur intimsten freunden 🙂

bis ich selbst nun in urlaub gehen kann, dauert es noch eine weile. ich werde mich einfach träumend vertrösten. übrigens:wie wär’s  mit sardinien? unfassbar schön. ich nehm‘ euch gleich mal mit zur fotoreportage:

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himmel ueber der strasse von bonifacio

 

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kuestenpanorama, in der meerenge ’strasse von bonifacio‘

 

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sonnenuntergang mit blick auf die tavolara-insel, porto san paolo

 

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treppen zur neptunsgrotte in alghero

 

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in der grotte

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licht und schatten und meer am ausgang der grotte

 

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lieblingsspielkameraden meiner kinder

 

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(un)gewoehnliche strandbesucher an der costa smeralda

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abteikirche saccargia

 

 

 

 

 

 

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geheimnisvolle quelle in su gologone

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abendstimmung, gennargento-massiv

 

 

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spiaggia del principe

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in der graffity-stadt orgosolo. „die einzigsten werkzeuge, die ein kind in der hand halten sollte, sind farb- und bleistifte.“

 

 

 

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abschiedsstimmung, hafen von olbia

 

ulbarb in Trieste

Viel Zeit hatte ich leider nicht, um Trieste zu besichtigen. Die geschichtsträchtige Multi-Kulti-Stadt lag auf der Rückreise aus dem Familienurlaub. Nur drei Stunden für einen Stadtspaziergang an einem grauen August-Nachmittag, das war zu wenig.

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Hier der Rathausplatz:IMG_4022
Die Börse:IMG_4029

An der Promenade:

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Ein Wald aus Segelbootmasten. Auf Italienisch sagt man tatsächlich ‚albero‘, also Baum.

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Nicht nur Venedig hat ihn, auch Trieste: der Canal GrandeIMG_4042

 

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Kommt die Frage auf, wie die Boote auf das offene Meer hinaus kommen? Die Brücken sind so niedrig! Eine Einheimische erklärte uns freundlich, dass das doch sehr einfach sei, man müsse nur die Ebbe abwarten.

Die Stadtverwaltung hat dem Kaugummi den Krieg erklärt. Hier darf man spielend den Chewinggum korrekt entsorgen:

 

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(Eigentlich Schade, dass jemand hier in Trieste noch Kaugummi braucht, die Stadt ist so schön, dass dem Bewohner bzw. Besucher der Mund  offen stehen bleiben sollte.)