Sonntagsspaziergang

Wenn bei uns, Grossfamilie, Sonntag ist, beginnt der Tag erst einmal mit einem Checkup eventueller Termine: hat die Kleinste Firmunterricht? wieviel Hausarbeit bzw. wieviele Hausaufgaben sind noch zu erledigen? gibt’s im Fernsehen Fussball?

Gestern hatten wir Glück. Niemand hatte etwas zu tun. Und wir planten eine gemeinsame Unternehmung. Als Großstadtrandmenschen haben wir eine breite Auswahl, denn innerhalb einer dreiviertel Stunde können wir entweder im Zentrum Mailands sein oder draussen in der Natur. Bei dem angenehmen Frühlingswetter ging’s raus. Wir drehten eine Runde im Naturschutzgebiet ‚Lago di Sartirana‘: der See liegt eine halbe Autostunde von Monza weg und gehört zur Stadt Merate, wo Schilder den Weg weisen. Es gibt einen Autoparkplatz und sogar einen kleinen Abstellplatz für Wohnmobile und die Runde um den See dauert, wenn man sich Zeit nimmt, eine Stunde. Schwierigkeitsgrad Null. Der Uferweg führt durch dichten Laubwald, an moorigen Stellen  oder angebauten Feldern vorbei, es gibt auf einer kleinen Insel einen bird-watching-Unterstand und immer wieder hat man einen fantastischen Blick auf die Alpen hinter Lecco.

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… und nun eine bisschen Biounterricht auf Italienisch:

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Agliate

Stünde diese Basilika in der Toskana oder in Ligurien, wäre sie mit Sicherheit eine gut besuchte Sehenswürdigkeit. Nun aber liegt die Santi Pietro e Paolo-Kirche weitab vom Massentourismus, in der Provinz Monza e della Brianza, die sich, eingequetscht zwischen Mailand und Lecco, befindet. Eine ziemlich liebliche Gegend. Na ja, vielleicht früher mal. Heute gibt es kleinere und grössere Städte mit ihrem Alltagsleben, viel mittelständische Industrie und noch viel mehr Strassen, die alle nach Mailand führen; vereinzelt und gut versteckt liegen dann nette Ausflugsziele wie Imbersago an der Adda oder Montevecchia, das auf einem Hügel thront und bei klarer Sicht ein tolles Panorama bietet. Oder eben dieses Kleinod.

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romanischer Kirchenbaustil, 10. Jahrhundert

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die Krypta

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besondere Bedeutung kommt dem Battistero, der Taufkapelle zu. Meine Tochter hat sogar im Kunstgeschichtunterricht davon gehoert, denn das Battistero hat neun Aussenwaende, eine ungewohnliche Zahl.

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man beachte das Taufbecken und die Fresken

Hinter der Basilika liegt ein kleiner Park, in dem man verweilen kann oder man setzt sich an den Fluss:

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wenige Meter hinter der Basilika fliesst der Lambro an naturbelassenen Ufern vorbei.

Im Dorf, es gehört zur Gemeinde Carate Brianza, trifft man noch auf die uralte und typische Wohnform dieser Gegend: ‚il cortile‘, das waren einfache, niedrige, kleine, jedoch mehrere (Bauern-)häuser, die dann zu grossen Vierecken zusammengebaut wurden und einen einzigen Innenhof, den cortile, teilten.

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Pilgerbilder

Es heisst, Glaube versetze Berge. Ich kann bezeugen, dass der Glaube Regenwolken vertreiben kann. Am Samstag hatten wir, die Meteorologen lagen völlig falsch, bestes Wetter! Hier kommen nun ein paar Bilder von der Freiluft-Messe, die der Papst Franziskus in Monza zelebriert hatte. Meine Familie und ich und eine Million Menschen nahmen teil.

Um halb zehn trafen wir uns mit den anderen Pilgern unserer Gemeinde, um gemeinsam in den Park von Monza, genauer gesagt, zu der Wiese der alten Pferderennbahn bei der Mirabello-Villa, zu pilgern. Hier war der Altar aufgebaut worden, die einzelnen ‚Sektoren‘ für die Besucher wurden abgesteckt und gekennzeichnet, drumherum standen die Rotkreuz-Zelte etc. etc. Man hatte anfangs mit 600.000 Menschen gerechnet, es kamen, wie erwähnt, eine Million. Vorwiegend aus der Lombardei, anderen nördlichen Regionen und der nahen Schweiz.

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9 Uhr 30, unsere Pilgergruppe. Aus meiner Gemeinde waren wir 42 Gruppen mit fast 2500 Personen.

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und Abmarsch…

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….Richtung Schloss. Normalerweise ist diese Strasse dicht befahren. Nun abgeriegelt und polizeilich überwacht.

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ab durch die Sicherheitskontrolle

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Im Park, man erkennt schon vom weiten die open-air-Kirche

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kurz vor 12 Uhr: unser Platz, mit Picknick und Liederheft

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lange mussten wir warten, aber ‚radio italia‘ unterhielt mit einer life-sendung; friedliche, positive, volkfestaehnliche Stimmung. ab halb zwei begannen die Liedproben fuer die Messfeier und es wurde herrliche Kirchenmusik fuer Blasorchester gespielt.

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15 Uhr, Papst Franziskus trifft ein

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unter den weissen Schirmen wurde die Eucharistie verteilt und eingekommen

Papstbesuch

Momente der Stille, Einkehr, Meditation

Ein unvergessliches Erlebnis.

Bewegend.

Berührend.

Spürbar, ganz deutlich spürbar, die pure Lebensfreude aller Teilnehmer.

Dankbarkeit für den reibungslosen Ablauf.

Sehr müde, aber nur körperlich müde,  nach 10 Kilometer langem Fußmarsch, fünf Stunden unter warmer Frühlingssonne, kamen wir um 19 Uhr zu Hause an, jedoch ‚con l’anima in pace‚, d.h. ‚mit der Seele in Frieden‘.

morgen, liebe leser, wird’s was geben

es gibt ein italienisches kirchenlied, das mir besonders am herzen liegt. es heißt ‚il tuo popolo in cammino‚, also ‚dein volk auf dem weg‘. ich denke, es gehört zu den ersten kirchenliedern, die ich verstehen und mitsingen konnte. und morgen werden wir es bestimmt auch singen. als gläubige person, freute ich mich, als wir anfang des jahres bekannt wurde, dass der papst nach monza käme. ich habe johannes paulus II in torino erleben dürfen, mit meinem sohn nahm ich an einer feier mit papst benedikt teil und in rom sah ich franziskus zweimal. und morgen? mit meiner familie und ca. weiteren 2000 gemeindemitgliedern werden wir zum papst franziskus pilgern, denn um 15.00 hält er im park von monza die heilige messe ab. da monza total abgeriegelt wird, kann man den park nur zu fuss erreichen. fahrräder dürfen auch nicht mitgeführt werden. also warten etwa 5 kilometer auf uns. abmarsch ist halb 10, man trifft sich vor dem penny-parkplatz, die pilger sind in gruppen à 50 personen eingeteilt. wir haben die gruppennummer 36. heute nachmittag werden wir unsere rucksäcke und, leider auch, regensachen richten.

seit tagen laufen die vorbereitungen auf hochtouren.

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die stadt monza hat sicherheitsvorkehrungen ergriffen, im park wurden die bühne und der altar aufgebaut, gebäude und schaufenster sind geschmückt, in den baumärkten gehen die campingstühle aus und eine eisdiele hat sogar eine spezielle eissorte mit wohlklingendem, südamerikanischem namen ‚dulce de leche‘ kreiert.

gestern gab die lokalzeitung eine sonderbeilage heraus.

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der papst wird nicht nur in monza sein. er landet morgens um acht in linate, dem flughafen in der stadt, er wird das ärmste stadtviertel mailands besuchen und dort familien treffen,  er wird in das gefängnis gehen und dort das mittagessen einnehmen, selbstverständlich wird er im dom empfangen und dort auf dem platz die menschen segnen. mit dem auto wird papa francesco nach monza fahren, die messe zelebrieren (man geht von 800000 besuchern aus), um dann wieder nach mailand, in das san-siro-stadium zu fahren, wo er von den firmlingen aus der diozöse erwartet wird.

zwei nachrichten beherrschen die tagesschau: das attentat in london und das sicherheitsaufgebot, und die angst, in mailand und monza.

ich werde weiter berichten….

wunder

ich schneide heute sehr persönliche themen an, glaube und religion, denn ich möchte euch eine begebenheit erzählen, die mich sehr bewegt hat und die auch heute noch starke, positive emotionen auslöst. mir geht das herz auf. ich bin mir sicher, dass man an wunder glauben darf.

am sonntag, den 18. oktober 2015, wurden zélie und louis martin, die eltern der heiligen therese von lisieux, ebenfalls heilig gesprochen. tiefe freude erfüllte mich, als ich diese nachricht während des gottesdienstes erfuhr.(es sind die ersten eheleute, die kanonisiert wurden)

man schreibt dem ehepaar die wissenschaftlich nicht erklärbare heilung zweier kinder, eins aus italien und das andere aus spanien stammend, zu. ich kenne das italienische kind nicht persönlich, aber der junge und seine familie leben ganz in der nähe, ihre geschichte ging bzw. geht durch die (lokal)presse; ich kenne aber eine person, die das wunder miterlebt hatte. so ist es wohl meine rührung nachvollziehbar.

meine leser wissen, dass ich mutter bin.
alle drei kinder sind in monza, im ‚Alten Krankenhaus‘, auf die welt gekommen: ein antiker gebäudekomplex, in dessen abteilungen, die zeit stehen geblieben zu sein scheint. einfache, lieblose möbel, wartesäle und behandlungs- und krankenzimmer. um so herzlicher und einfühlsamer war das personal der entbindungsstation und die moderne und auf jede einzelne frau und ihre bedürfnisse abgestimmte ‚geburtsphilosophie‘ war mehr als überzeugend, um nicht in eine der neueren kliniken in mailand zu gehen. ich hatte sogar das grosse glück, bei allen drei geburten von derselben, ‚meiner‘, hebamme giovanna begleitet zu werden. kaum waren die babies auf der welt, beteten mein mann, ich und giovanna gemeinsam zu allererst das Ave Maria und das Vaterunser. dann konnte die übliche krankenhausroutine weitergehen.

so kam es, dass giovanna und ich uns befreundeten und uns gelegentlich trafen. eines nachmittags gingen wir kaffee trinken und sie berichtete mir von einer geburt und einer un-glaublichen geschichte. giovanna hatte sich ende mai 2002 bereit erklärt, einer ihrer bekannten bei der entbindung ihres fünften kindes zur seite zu stehen. diese sei,  wie die schwangerschaft, normal,  sprich physiologisch, verlaufen; doch der neugeborene pietro, wie sehr schnell festgestellt wurde, kam mit schwerster ateminsuffizienz auf die welt und seine überlebenschancen waren sehr gering. die eltern, praktizierende katholiken, waren schockiert, aber nicht ohne hoffnung.
im krankenhaus entschied man, anfangs juni eine lungenbiopsie vorzunehmen, um zu verstehen, ob es sich um eine infektion oder eine erblich bedingte schädigung handele; dieser eingriff sollte es den mediziner ermöglichen, die beste behanldungsmethode finden zu können. die eltern wollten vor der biopsie, ein für den kleinen gefährlicher eingriff, das kind taufen lassen.
die taufe wurde für den 3. juni 2002 geplant; der junge schwebte nach wie vor in lebensgefahr. der von den eltern verständigte pater, spiritueller begleiter der familie und angehöriger des Unbeschuhten Karmeliten-ordens in monza, schlug vor, die gebete direkt an die eltern der heiligen therese von lisieux zu wenden und sie um fürsprache zu bitten. jene hatten zu lebzeiten viel leid erfahren müssen. vier ihrer neun kinder erreichten nicht das erwachenenalter. doch das gottvertrauen verloren zélie und louis nie.

in der kichengemeinde in monza bildeten sich darufhin spontan gebetsgruppen.

die histologischen befunde waren niederschmetternd. im krankenhaus wurde überlegt, die lebenserhaltenden massnahmen einzustellen. die familie und deren freunde und bekannte hofften und beteten weiterhin.

ende juni: klinisch geht es dem neugeborenen weiterhin sehr schlecht, jedoch hatte der kleine pietro sich etwas stabilisiert und die sauerstoffzufuhr wurde von 100 % auf 70 % reduziert. eine krankenschwester soll als erste bemerkt haben, dass der junge versuche, alleine zu atmen und tatsächlich ging es pietro langsam immer besser und er konnte ende juli geheilt nach hause entlassen werden. die histologischen befunde waren negativ. die mediziner haben keine begründung. heute ist pietro, seit seinem dritten lebensjahr taub, 13 jahre alt.

giovanna erzählte mir an jenem tag alles, sie war ruhig, gelassen, fröhlich – und vollkommen überzeugt, dass es sich bei der genesung des kindes um  ein wunder handeln würde. und nicht nur sie!
ich erfuhr nämlich einige zeit danach, dass giovanna, und auch andere beteiligte, als zeugin in den vatikan vorgeladen wurde, als es darum ging, die prozeduren für die seligprechung und die anerkennung des wunders einzuleiten.
am 19.10.2008 wurden zélie und louis martin selig gesprochen.
pietro traf papst franziskus vergangenes jahr in rom.

heute in monza

autorennen in monza – und ich hab’s so erlebt:
am eingangstor:

Monza Autorennbahn, Porta di Vedano

Monza Autorennbahn, Porta di Vedano

auf die piste, fertig los:

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unterm ’siegertreppchen‘: Foto-0148

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io mi ritengo una persona abbastanza tranquilla. però quando c’è il Gran Premio a monza mi piace veramente vivere quest’evento in diretta. non capisco niente di motori, ma è già bella l’atmosfera in questi giorni, è bello farsi un giro nel centro, è interessante vedere tutta questa massa colorata di fans e turisti – e mi piace persino il traffico. allora, oggi, domenica, ho preso la mia bici, partendo dalla periferia di monza, e sono andata al parco. un piccolo pit-stop davanti all’ingresso ‚ufficiale‘ e poi mi sono spostata verso un ingresso laterale il quale fu aperto poco dopo l’ultimo giro dei bollidi. con tanta altra gente ho iniziata a correre sull circuito per essere sotto il podio – just in time- per vedere la premiazione. che forte. mio figlio, gran pigrone, è rimasto malissimo quando ha saputo che sua mamma ha visto non solo i vincitori ma anche george lucas sul palco lì. mia figlia, quella piccola che noi chiamiamo ’nana di gomma‘, e ch’è venuta con me, invece era tutta felice e gasata. perfetta domenica, direi. la settimana può iniziare.

dieses wochenende in monza

vorgestern nachmittag war ich mal wieder in der altstadt von monza unterwegs. einmal, weil ich einige besorgungen zu erledigen hatte und auch weil ich unbedingt frische formel-eins-luft atmen wollte. ja, es ist mal  wieder soweit! am sonntag findet das autorennen statt. ich liebe es, wenn in monza das wochenende des gran premio ansteht.  und ich gehöre zu der kategorie mensch, die den rummel und  das veranstaltungsprogramm um die sportveranstaltung lieben; obwohl ich vom motorsport an sich nichts verstehe. ich finde es einfach nur spannend, so einen event in relativ direkter form erleben zu können.

man muss wissen, dass man in dieser zeit die einwohner, i monzesi, in verschiedene gruppierungen aufsplitten kann: da ist eine gruppe treuer und besessener ferrari-fans, die man an ihren roten shirts,  kappen oder fahnen erkennen kann, gefolgt von eher moderaten sportfans, die auch für die anderen piloten die daumen drücken; es gibt einwohner, die sich passiv verhalten und sich in ihre wohnungen verziehen und welche, die sich einfach über die  abwechslung freuen – so wie ich. nicht vergessen sollte man die radikale gruppe, die den gran premio gar nicht mag, da dieser im parco di monza stattfindet und die flora und fauna gefährdet und ihre „kleine grossstadt“ in unruhe und unordnung versetzt. so etwas führt automatisch zu spannungen und auseinandersetzungen, auch auf lokalpolitischer ebene. aber das thema bleibt aussen vor.

vorgestern hatte ich so meinen spass: auf der piazza trento e trieste wurde die bühne für live-veranstaltungen und – übertragungen aufgebaut. hier kommt wahrscheinlich wieder der bildschirm fürs public viewing hin.

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die geschäfte und gebäude schmücken sich, in den strassen stehen schon diverse buden und stände.

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ich bin gespannt, ob es dieses jahr gute kinderanimation gibt, ob oder welche konzerte angeboten werden, welche kabarettisten/künstler auftreten. (unvergesslich bleibt mir ein gratis-konzert der nannini, die flink und gewandt an den scheinwerferstangen hoch kletterte, während sie sang!), die fussgängerzone füllt sich mit touris und vips: sah ich doch den red-bull-piloten daniil kwjat mit ein paar bodyguards und kameramännern durch die via italia spazieren gehen.

am himmel kreisen mehr und mehr helikopter (tv-sender, irgendwelche vips, sicherheits- und ordnungskräfte) und wenn morgen, am samstag, die proberunden starten, schwingt der krach bis in die wohnungen hinein. der zunehmende verkehr wird umgeleitet und die zufahrtswege für den autodromo abgesteckt. heute, als ich zur arbeit fuhr, blieb ich in dem unten abgebildeten kreisel stecken – machte nichts, die ausländischen autokennzeichnen boten ein ideales ratespiel als zeitvertreib.

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am meisten gefällt es mir,  sonntags mit dem rad oder mit einem shuttlebus in den park zu fahren, an einer bude würstchen zu essen, anfang september ist das wetter hier oft noch heisser als das bratfett, und über einen kleinen, stromgeneratorbetriebenen fernseher, der in den bäumen über den bierbänken baumelt und um den sich dutzende von leuten drängeln, das rennen zu verfolgen. es ist auch schon vorgekommen, dass  während der letzten runden, eingänge geöffnet wurden und  man  in den autodromo hineingehen konnte. wer glück hatte, bekam sogar was von der siegerehrung mit.

einmal hatte ich karten; mit einem sitzplatz in der nähe der boxen. war toll, teil jenes  bunten und internationalen publikums zu sein, denn die fans kamen (und kommen) von überall her.  der motorenlärm, die vibrationen, die ganze atmosphäre wirkte berauschend.

tja, wenn ihr also übes wochenende nichts mehr von mir zu hören bekommt, wisst ihr wo ich mich herumtreiben werde.

Monza, Feuerwerk im Park (24.6.15)

Alljährlich findet  Ende Juni in Monza ein wunderbares Feuerwerk statt; Abschluss der Festlichkeiten in Ehren San Giovannis. In der Regel beginnt das Feuerwerk abends um zehn, jedoch war, wie immer, die Wiese im Park, schon zwei Stunden vorher voll belegt. Die Menschen kommen mit Decken, Picknick und Spielgeräten ausgerüstet, um sich bestens einzustimmen. Hier ein link:

Sommerglücksgefühl

Früher, als die Kinder klein waren, gab es nichts Schöneres, als schmutzig und verschwitzt von einem ausgedehnten Spielplatznachmittag nach Hause zu kommen, die verstaubten Kleider in die Waschmaschine zu werfen und spätabends einen Teller  Nudeln mit Fertigsauce zu essen.

Heute geht niemand mehr auf den Spielplatz.  Heute leihen sich meine Schwiegereltern immer wieder mal ein bis zwei Enkelkinder aus, um mit ihnen in die Ferien zu fahren. Meine kleinste Tochter ist gerade mit ihren nonni und einem Cousin am Meer.

Das Schöne, wenn die Kinder größer werden, ist, dass man sie einfach mal so laufen lassen kann. Ich, Mama, muss nicht immer aufpassen und die Erzieherin raushängen. So gestalten sich das  Zusammensein und gemeinsame Unternehmungen viel entspannter und unkomplizierter. Eine gemächliche Fahrradtour  letzte Woche durch den Parco di Monza endete mit der Inspiration zu einem Haiku:

Sommertag im Park

Vögel erzählen Grillen

von Flügen in die  Ferne

Felicità d’estate

Prima, quando i bambini erano ancora piccoli non c’era niente di più bello che ritornare tardi a casa , sporchi e sudati dopo un lungo pomeriggio  al parco giochi; i per poi buttare la biancheria sporca nella lavatrice e mangiarsi un piatto di pasta col sugo pronto.

Oggi nessuno frequenta più i parchetti. Oggi i miei suoceri prendono in prestito uno o due nipotini per poter andarci con loro in vacanza. Mia figlia piccola i trova al mare con il suo cuginetto. Quando i figli crescono, io, la mamma, non devo sempre badare a loro. Li lascio correre. Non devo fare sempre la educatrice. E tutto diventa un po’ meno complicato e più rilassato. Un giro in bici al parco  di Monza mi ispira a scrivere un haiku, qui sotto tradotto.

Un giorno d’estate

al parco

gli uccelli raccontano ai grilli

dai loro voli

lontani

Rosengarten, Monza, im Mai 2015

ich wohne nicht weit entfernt von monza, sehenswertes hauptstädtchen der provinz monza-brianza. diese liegt im norden mailands und ist, meiner meinung nach, ein landstrich, der sowohl an die toskana als auch an die schweiz erinnern mag. solltet ihr zur expo fahren, lohnt sich ein abstecher. zurück nach monza: das zentrum der stadt ist klein übersichtlich und der tourist kann die sehenswürdigkeiten gut an einem tag besuchen;  im mai ist ein spaziergang durch den rosengarten ein absolutes must.

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