frapalymo november 18, „postkarte“

 

Ihr Lieben!

Ich bin am Meer Meer Meer

in Jurma-la-la

endlich nordöstlich

baltisch glücklich

Alles la-la-labi

beim Schwarzbrotbier. Tschüssiiiii

 

Das ist mein Postkartengedicht aus Lettland. (P.S.: ‚labi‘ bedeutet ‚gut‘)

 

 

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postkarten-gedicht

ein postkarten-gedicht zu schreiben, war vor fast drei jahren ein impuls beim frapalymo.

heute greife ich diese form auf, um euch etwas von meinem urlaub in der bretagne zu berichten.

 

zuerst auf dem weg dorthin

auf dem land

getreidesilos gross wie kathedralen

wie wir sie dann in der hauptstadt sahen

danach

zuckerwatteweiße wolken

ebbe, flut und wellen trugen tropischblau

takteten das kinderspiel

deren muschelernte erfolgreich ausfiel

und

der bunte grantitfels

ist er ein verwunschener walfisch?

bisous bisous!

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(p.s.: ihr könnt euch nicht ausmalen, wie es schwer es war, meine italienische, und somit sonnenverwöhnte, familie von der  schönheit des nordens zu überzeugen; tja, nicht nur das mittelmeer hat seinen reiz)

 

Spaghetti mit Bottarga

Irgendwie hatte das gestrige postkarten-gedicht (s. tags) mich dazu gebracht, Euch von einer sehr besonderen italienischen Spezialität zu erzählen.  Bei der bottarga handelt es sich um den Rogen der Merräsche oder des Thunfisches. Als ich die das erste Mal probierte, kam mir alles etwas suspekt vor, aber schnell wurde ich eines besseren belehrt.

Die beste käme aus dem sardischen Cabras, erklärte mir ein Marktverkäufer in Porto San Paolo, bei dem ich im August auf Vorrat eingekauft hatte. Im Geschmack ist die bottarga recht aromatisch, salzig und schmeckt nach Fisch und Rauch. Man kann den Fischrogen am Stück, baffo genannt, oder gerieben in Glaskonserven erwerben.

Spaghetti alla bottarga:

Am liebsten nehme ich ‚dünne‘ Nudeln, die mit einer Kochzeit von nur 5 Minuten. Ich finde, sie passen besser zu einer eher leichten und feinen Sauce.

Die Pasta (5oo Gramm) wird in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser bißfest gekocht. Während der Kochzeit erhitze ich vier Eßlöffel Olivenöl in einer beschichteten Pfanne und gebe gehackten Knoblauch (eine Zehe reicht) dazu, diese darf aber nicht braun werden. (Am besten die Kochplatte ausschalten.) Ich gebe gemahlenen peperoncino, einen kleinen Spitzer Tomatenkonzentrat oder drei bis vier zerdrückte frische Krischtomaten und frische Petersilie bei. Ist die Pasta gar, wird sie abgegossen und sofort in der Pfanne mit dem heißen Olivenöl vermischt. Zum Schluss wird nun die geriebene bottarga (ich nehme für vier Personen zwei Eßlöffel) darüber gestreut und mit der Pasta vermengt. Je nach Bedarf/Geschmack kann mehr Olivenöl benutzt werden.

Mmmmh, das schmeckt nach einer lauen Sommernacht… nach Mitternachtsspaghetti, so wie es meine Wahl-Landsleute gerne mögen.