und noch ein paar (nachgereichte) gedichtchen zu lyrimo-impulsen 11/21

Am Brillenrand wandern Lichtblitze und Schatten

du musst nur schnell genug den Kopf schütteln.

Ja ja, rot, rot, rot ist meine Brille

aber rosa ist nicht mehr der Bick

auf dich, du Leben.

Jedoch weit offen geduldig geradeaus,

weil schon viel gleitgesichtete

Augenerfahrung.

Hier kann man noch mehr nachlesen

Die Liebe wohnt in den Übergängen

zwischen Sommer und Herbst

im ungestörten Nachmittagsschlaf

auf dem Krankenhausparkplatz

Die Liebe wohnt in den Zwischenräumen

wenn wir uns umarmen

und uns loslassen

und sie wohnt weiter

weil ich und du was wissen

was du und ich nicht können

und sie wohnt weiter

und trotzt der Wut

dieses Werk zum Impuls „wo die Liebe wohnt“

Hände können

sichtbar

unsichtbare fantastische Sphären

hervorzaubern

gute Schwingungen weiterreichen

dem Ton eine Farbe geben

den Geist auf Reise schicken

Pausenzeichen setzen

zum heutigen Musikimpulshttps://lyrimo.wordpress.com/2021/11/28/theremin/

Lyrimo 11/21: impulse nummer 17, 20 und 21

Zum 17. November lautete die Aufgabe: „Medientransfer Bild“: schaut mal hier vorbei!

Erinnere dein erstes Fahrrad!

Meins war ein selbstlackiertes Pferd

Ich hatte gelbe Phantasie

Meins konnte sprechen deins auch?

Kann ein Rad mehr als tragen?

Vielleicht fliegen?

In den Drahteselhimmel

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der heutige Impuls ist ein sogenanntes Cento oder auch Erasure- oder auch Flickgedicht:

Das Dunkle weht

Wohl still steht noch Haus und

Dach

Kennst du den Berg

den Steg die Höhlen

Fels und Flut?

Kennst du unseren Weg?

Es stürzt der Himmel und seine Wolken.

Lass uns ziehn!

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Zum Abschluss noch ein Text zum Impuls ’small talk

guten hedu what wie

küsschen küsschen

schön bestens klar

hi nanu na ja

wann ach so und

als wenn vielleicht

ob

ja gerne doch neinnein

aber schon erst doch

egal ist nicht gleich sondern

prima du mir auch

und dir und auch Ihnen

bis ciao dann

hugs

jedoch

im Grunde beschissen

ehrlich gesagt

neue maschen beim lyrimo 11/21

wolle rolle rolle wolle

aufs nadelspiel

wolle rolle wolle rolle

flink flunk flank

geschickt gemascht

rolle wolle wolle rolle

mehr rino mohr hair

gemisch

man kneult

ein tasse kaffe mèlange

und flink flunk flank

abgekettet

der sock, die armstulps

die schalütze

mein gedicht zum impuls „die neue masche“

lyrimogedichte, impule 5&6 11/21

hier meine zwei Werke zu den Aufgaben:“erst Gestern noch“ und „auf der Fensterbank“ bei Dagmars lyrimo

konstante:

im

gestern noch

kniestrümpfe und einen hund an der leine

meergesalzene ferientage

grünes gras und leichte sonne

und die poetische vorliebe für die kleinen schönigkeiten

im heute jetzt

lochmuster

und die poetische freude an den kleinen schönigkeiten

——

auf der fensterbank liegen

nebeneinander der ausblick in den neuen tag, das blau für den abend

es ist noch warm

die petersilie sprießt

vielleicht kommt wieder die hyazinthe

auf der fensterbank

liegen staub, kalkspuren, tote insekten

lyrimogedicht nummer 3, 11/21

Weisst du noch?

Zum Geburtstagskaffee

gefilterte Erinnerungen

fürs Enkelkind

Nachkriegsfotografien mit etwas Color.

Staunst du?

Siehst du

die Großmutter? Sie trägt Pelzjäckchen und Schleifen im Haar

und keine Krankheitsflecken

Das ist mein Beitrag zum lyrimo-impuls nummer drei „schwarz weiß und ein kleiner Klecks“

lyrimo november 2020, letzter impuls 30.11.

heute gab es den letzten impuls bei Dagmar alias Traumspruch, Organisatorin vom lyrimo. https://lyrimo.wordpress.com/2020/11/29/kaffeesatz-30-tage-30-gedichte-30/

Frühstücks

oder nachmittags

bleibt

auf dem Tassengrund

ein sandiger, bittersüsser Rest.

Die Zukunft steht darin,

sagt man,

im Kaffeesatz.

Bei näherer Betrachtung

wirkt er wie eine klobige Wanderdüne

Ich werfe weder einen Blick hinein

noch nach vorne

sondern schütte ihn in den

Bioabfall

und setze lieber eine zweite Moka auf

oder einen Tee – und warte ab.

#lyrimo november 2020, impuls 20.11.20

just im herbst

tag für tag

dicht an dicht

wort nach wort

erst blatt dann blog

tag für tag

mond stern nacht

dann licht – neu

kurz raus, vor dem Haus

auf dem feld

ein baum, ganz bunt

ein blatt fällt, in der Luft fliegt es hoch, weg

und wird bild

aus bild wird wort

dicht an dicht

es ging sehr -einsilbig- zu bei https://lyrimo.wordpress.com/2020/11/19/einsilbig-30-tage-30-gedichte-20/

#lyrimo november 2020, zum 19.11.20

Das Licht will weiterziehen und wiederkommen

Ein Sonnenschimmer steht noch schief

Seine Farben gelbrot leicht verschwommen

Das Licht will weiterziehen und wiederkommen

Dem Tag‘ habe ich das Leben entnommen

Am Horizont ruht im Schatten das Alpenmassiv

Das Licht will weiterziehen und wiederkommen

Am neuen Tag werd‘ ich atmen, ganz tief

Mein heutiges Werk zu einer interessanten, und für mich ganz neuen, Aufgabe: ein Triolett schreiben. Hier bitte mehr nachlesen!

#lyrimo november 2020, impuls nummer 17


Die Aufgabe lautete ein Akrostichon zu schreiben. Weiteres bei: https://lyrimo.wordpress.com/2020/11/16/dienstag-30-tage-30-gedichte-17/

Der Wecker braucht schon lange nicht mehr zu klingeln

Immer zu Hause

Erfassen, wie die Lage ausschaut

Nachmittagskaffee

Schüler, ja, aber nur noch online

Trott strategisch bekämpfen

Abends

Gesellige Familie